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Kiefer-/Gesichtschirurgie
Zahnimplantat mit Knochenaufbau
02.12.09/19:48
Beitrag von thom3s
Guten Tag
Nach dem ich per Zufall meinen Arzt wechsel wollte (habe eine recht hohe Offerte für die Verkronung eines Wurzelbehandelten Zahnes erhalten) stiess ich auf einen Arzt, der angeblich auf Implantate spezialisiert ist - sein Titel wie beim normalen Zahnarzt - Dr. med. dent.. Dieser Arzt verfügt über ein top modernes 3D Röntgengerät welches die Bilder direkt auf den PC im 3D Modus projeziert. Da kann man reinzoomen, drehen und und und. Auf jedenfall kam da raus, dass der behandelte Zahn Nr. 26, 2ter von link hinten, eine Wurzel hat die bis in die Nasennebenhöhle vordringt. Nun mein Schock, da hat es ein 0.9*1.0*1.7cm grosses eiterdingens welches ca. 1mm üerlappend mit der langen Wurzel erkennbar ist. Der Arzt meinte direkt, raus damit und danach Knochenaufbau und Implantat zum Festpreis.

Ich habe Zahnarztangst, das vorne weg, kann seit dieser Diagnose kaum mehr schlafen.

Stimmt sein geplantes vorgehen? Kann das seriös sein? Was im Falle von Komplikationen, kann der Zahni was er müssen kann? Oder soll ich sicherheitshalber eher zum Spezialisten? Wie erkenne ich diese?

Der Zahn muss raus, das hat mir freundlicherweise eine Assistentin gesagt. Danach hätte ich genug zeit zum verheilen lassen und für einen Termin, stimmt so oder?

weitere frage... habe nun eine offerte erhalten welche doch recht hoch ist - für ein zahnimplantat... kann man den zahn nicht einfach draussen lassen? also kein implantat setzen? oder geht dann anderes kaputt oder verwächst, fehlstellung etc.? wäre eine brücke eine alternative oder müsste ich dann die 2 gesunden nachbarzähne auch wurzelbehandeln? danke für ihre/eure hilfe.

Besten Dank für Ihre Hilfe!

Brauch Klarheit und vorallem Schlaf...

Freundliche Grüsse

thom3s
Re: Zahnimplantat mit Knochenaufbau
17.12.09/09:41
Sehr geehrter thom3s

Der Zahn Nr. 26 weist ein Granulom auf, d.h. eine chronische Entzündung. Eine solche Entzündung kann eventuell durch eine Wurzelbehandlung gerettet werden, ist die Entzündung aber zu ausgedehnt muss der Zahn entfernt werden.
Ob eine Rekonstruktion notwendig ist hängt von der Restbezahnung ab. Implantate sind neben abnehmbaren Prothesen und Brücken sicher eine sehr gute Rekonstruktionsmöglichkeit bei Zahnverlust. Um Implantate setzen zu können braucht es einen gesunden vitalen Knochen, der genügend breit und hoch ist, damit ein Implantat stabil verankert werden kann. Bei ungenügendem Knochenangebot kann auch ein Knochenaufbau mit künstlichem oder eigenem Knochen erfolgen.
Die Wahl der optimalen Rekonstruktion hängt vor allem von der Gesamtplanung ab, die hier nicht genau bekannt ist.

Freundliche Grüsse,

Dr. méd. Thierry Vuillemin
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