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Urologie
PSA-Wert und Prostata
22.03.10/08:19
Beitrag von Tanner
Sehr geehrte Damen und Herren Drs.
Ich sende Ihnen unten angefügt die Entwicklung meiner Prostata-Werte über die letzten 12 Jahre. Seit Dezember 08 liegt der Wert über 4. Der Urologe empfahl mir im Dezember eine Biopsie. Ich entschied (nach Diskussion und in Übereinkunft mit dem Urologen) damit noch zuzuwarten. Vor allem aus Angst, weil bei solchen Biopsien meist irgend etwas gefunden wird, auch wenn es sich dabei um etwas "Harmloses" handelt. Ich weiss aber, dass mich auch etwas "Harmloses" ängstigen würde. Angst aber ist ein schlechter gesundheitlicher Begleiter.
Im Bericht des Urologen vom Dezember heisst es: "Diagnose: Nachhaltig endovesikal vorwachsende Prostataperplasie im Stadium I. Befunde: Weiches Abdomen ohne pathologische Resistenz. Rektal: Deutlich vergrösserte , adenomkonsistente, homogene Prostata, kein Malignomverdacht. Beurteilung: Beim Patienten findet sich sowohl palpatorisch als auch sonographisch eine nachhaltige Prostatahyperplasie, ohne Anhaltspunkte für Malignität. Der leicht erhöhte PSA-Wert könnte durchaus vereinbar sein mit der Adenomgrösse. Allerdings ist ein Malignom nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen und nur eine bioptische Abklärung würde diesbezüglich Klarheit verschaffen."

Ich würde gerne Ihre (Zweit-)Meinung kennen, zumal ich demnächst den PSA-Wert wieder messen lassen werde und dann neu entscheiden muss. Wäre ich sogar ein Fall für die "Magnetresonanz-(MR)-gesteuerte Prostatabiopsie"?

Zum voraus besten dank für Ihre Auskunft und freundlicher Gruss E.T.

Entwicklung der PSA-Werte von E.T.
1997: 1,8
98: 1,5
2001: 1,5
02: 2,3
03: 1,7
05: 3,0
06: 2,9
07: 3,8
08: 3,2
Dez. 08: 4,5
Juni 09: 4,4
Dez. 09: 4,9
Re: PSA-Wert und Prostata
23.03.10/09:48
Sehr geehrter Herr Tanner,

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich vermisse 2 sehr wichtige Aussagen in Ihrere Ausführung: Ihr Alter und ob Sie beim Wasserlassen Beschwerden haben?? Ohne diese Zusatzinformationen ist eine seriöse Beantwortung nicht möglich.

Mit freundlichen Grüssen
Dr.med.Göran Alund
Re: PSA-Wert und Prostata
23.03.10/13:32
Herr Dr. med. Alund,
Ich beantworte Ihre Zusatzfragen:
Ich bin 67 Jahre alt und
habe keinerlei Beschwerden beim Wasserlassen.
E. Tanner
Re: PSA-Wert und Prostata
25.03.10/09:10
Sehr geehrter Herr Tanner,

Vielen Dank für Ihre Ergänzungen. Sie haben eine Prostatavergrösserung ohne Beschwerden. Der PSA-Wert ist diskret erhöht. Diese Erhöhung wäre auch durch die Prostatavergrösserung erklärt. Eine Verdoppelung des PSA-Werten innert 10 Monaten spricht für einen "aktiven" bösartigen Tumor, was bei Ihnen nicht der Fall ist. Anderseits kann nur die Gewebsprobe entscheiden, ob ein bösartiger Tumor vorliegt oder nicht. Die Gewebsprobabnahme kann einen "schlafenden" Tumor nicht "wecken". In Ihrem Fall empfehle ich die Durchführung einer sog. Prostatabiopsie.

Mit freundlichen Grüssen
Dr.med.Göran Alund
Re: PSA-Wert und Prostata
16.05.10/14:11
Sehr geehrter Herr Dr. Göran-Alund

Besten Dank für die Beantwortung meiner letzten Frage!
Ich habe noch keine Biopsie machen lassen und vor einer Woche meinen PSA-Wert nochmals messen lassen. Dabei hat sich eine positive Überaschung gezeigt, so positiv, dass ich es kaum glauben kann: Der Wert ist nämlich (von vorher 4,9) auf 3,3 zurückgegangen. (Das Einzige, was ich vor der Messung anders gemacht habe gegenüber früheren Messungen war: Eine Woche vorher keinen Sport und keinen Sex). - Empfehlen Sie aufgrund des neuen PSA-Wertes noch immer eine Biopsie? Ich bin gespannt auf ihre Antwort!
Freundlicher Gruss
Egon Tanner
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