Die Careum Hochschule Gesundheit in Zürich bietet in Kooperation mit der Hirslanden AG neu ei-nen CAS FH für Genetic Care an. Sie reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Personen mit genetischem Fachwissen. Der Fokus auf genetischer Versorgung in allen Lebensphasen durch in-terprofessionelle Teams ist dabei ein Novum.

Vor und nach jedem durchgeführten genetischen Test muss gemäss Humangenetik-Gesetz ein Gespräch mit den ratsuchenden Patient:innen stattfinden. In der Schweiz führen diese Beratungsgespräche medizinische Genetiker:innen durch. Es fehlen jedoch interprofessionelle Teams, in denen Pflegefachpersonen mit Masterabschluss, Psycholog:innen oder Personen aus der Sozialarbeit mitarbeiten, um eine ganzheitliche Versorgung zu gewährleisten. Im Ausland, z.B. in den USA, sind die Berufsfelder des «Genetic Counselors» und der «Genetic Nurse» schon lange etabliert und arbeiten erfolgreich zusammen. Nicht so in der Schweiz: Es existiert kein solches Berufsprofil und wer in diesem Bereich arbeiten will, muss im Ausland studieren.

CAS FH in Genetic Care: Zwei Module
Die Careum Hochschule Gesundheit hat nun auf dieses Bedürfnis reagiert. Sie erweitert ihr Bildungsangebot mit einem CAS FH in Genetic Care, der in Kooperation mit der Hirslanden AG entwickelt wurde. Prof. Thomas Szucs, Co-Leiter genomische Medizin Hirslanden, freut sich: «Die genetische Medizin ist ein zukunftsweisendes Thema. Wir müssen bereits jetzt Wissen aufbauen, um den Mehrwert dieses medizinischen Fortschritts allen zugänglich machen zu können. Ich freue mich, als Dozent meine langjährige Erfahrung weitergeben zu können.»

Für das CAS werden konsekutiv zwei Module besucht, das Basismodul und das Advanced Modul. Der Fokus liegt auf einer  genetischen Versorgung in verschiedenen Fachgebieten und in allen Phasen der Behandlung – von Prävention, über Diagnostik und Behandlung – im interprofessionellen Team.

Das CAS richtet sich an Ärzt:innen, Pflegefachpersonen, Psycholog:innen, Sozialarbeiter:innen und andere Gesundheitsfachpersonen mit einem Masterabschluss. Auch Gesundheitsfachpersonen mit Bachelorabschluss können zugelassen werden, wenn sie gewisse Vorbedingungen erfüllen, wie eine Tätigkeit im genetischen Beratungsbereich sowie gute Englischkenntnisse und Erfahrung mit wissenschaftlichem Arbeiten mitbringen. Das Basismodul ist auch einzeln buchbar, z.B. für Pflegeexpert:innen, die ein Upskilling benötigen, aber kein ganzes CAS machen möchten.

Zeit- und ortsunabhängig berufsbegleitend studieren
Neuland betritt die Careum Hochschule Gesundheit nicht nur mit der Thematik des neuen CAS, sondern auch, wie das Angebot vermittelt wird. Das Basismodul findet online statt und auf Englisch, so kann zeit- und ortsunabhängig studiert werden, z.B. mittels Lernvideos, Online-Lerneinheiten, Gruppenarbeiten etc. Damit man sich im Online-Studium nicht verliert, finden regelmässige virtuelle Treffen sowie Einzel- und Gruppencoaching statt.

«Care» geht über Beraten hinaus
Anders als im Ausland werden aber keine «Genetic Counselors» ausgebildet: Der Studiengang ist eine Spezialisierung für Fachpersonen in «Genetic Care».

Für Studiengangsleiterin Marianne Frech ist wichtig: «Mit der Begrifflichkeit ‹Genetic Care› möchten wir betonen, dass es um mehr geht als beraten. Denn ‹to care› bedeutet: sich kümmern, betreuen, pflegen. Personen mit genetischen Erkrankungen benötigen teilweise lebenslange Follow-ups, sei es, wenn weitere Familienmitglieder betroffen sind oder es z.B. um Themen wie Familienplanung geht und sie weitere Unterstützungen benötigen.»

Weitere Informationen
Das CAS FH in Genetic Care startet im November 2022.
Mehr erfahren und hier anmelden.

Kontakt für Interessierte
Frau Marianne Frech, Studiengangsleitung, marianne.frech@careum-hochschule.ch 

Über Hirslanden

Hirslanden steht für eine qualitativ hochstehende, verantwortungsbewusste, vom einzelnen Menschen selbstbestimmte sowie effiziente integrierte Gesundheitsversorgung. Von der Geburt bis ins hohe Alter sowie von der Prävention bis zur Heilung – jederzeit, physisch und digital – konzentriert sich die Hirslanden-Gruppe gemeinsam mit privaten und öffentlichen Kooperationspartnern auf die Weiterentwicklung des «Continuum of Care».

Hirslanden differenziert sich im Markt als Systemanbieter mit erstklassiger medizinischer und Service-Qualität – gewährleistet durch hoch qualifizierte selbstständige Fachärztinnen und Fachärzte mit langjähriger Erfahrung, eine exzellente Pflege und erstklassige Services. Interdisziplinäre medizinische Kompetenzzentren, spezialisierte Institute und kompetente Kooperationspartner ermöglichen eine optimale und individuelle Diagnostik und Behandlung auch hochkomplexer Fälle sowohl stationär als auch ambulant.

Die Hirslanden-Gruppe umfasst 17 Kliniken in 10 Kantonen, viele davon mit einer Notfallstation. Sie betreibt zudem 5 ambulante Operationszentren, 18 Radiologie- und 6 Radiotherapieinstitute. Die Gruppe zählt 2 515 Partnerärztinnen und Partnerärzte sowie 11 025 Mitarbeitende, davon 551 angestellte Ärztinnen und Ärzte. Hirslanden ist das grösste medizinische Netzwerk der Schweiz und weist im Geschäftsjahr 2021/22 einen Umsatz von 1 885 Mio. Franken aus. Per Stichtag 31.03.2022 wurden in der Gruppe 109 624 Patientinnen und Patienten an 472 301 Pflegetagen stationär behandelt. Der Patientenmix setzt sich aus 51,3 % grundversicherten Patientinnen und Patienten, 28,2 % halbprivat und 20,5 % privat Versicherten zusammen. Die Hirslanden-Gruppe formierte sich 1990 aus dem Zusammenschluss mehrerer Kliniken und ist seit 2007 Teil der internationalen Spitalgruppe Mediclinic International plc, die an der Londoner Börse kotiert ist.

Weitere Informationen

Communications Hirslanden Precise
Nadine Büchler