IQIP (Stürze/Re-Operationen/Wiederaufnahmen/Wundliegen & Mortalität)

Auf den Grundlagen des International Quality Indicator Project erhebt die Privatklinikgruppe Hirslanden die Hauptindikatoren «Ungeplante Wiederaufnahme», «Ungeplante Reoperation», «Dokumentierte Stürze» und „Wundliegen“ und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Bewertung der Ergebnisqualität in der Medizin.

Die Erhebung der erwähnten Indikatoren basiert auf dem International Quality Indicator Project (IQIP), das 1985 von Spitälern im US-Bundesstaat Maryland entwickelt wurde. Mit weltweit über 2000 teilnehmenden Gesundheitsorganisationen war das IQIP das bedeutendste Forschungsprojekt zur Bewertung der Ergebnisqualität in der Medizin. Alleine in Europa verpflichteten sich 200 Spitalunternehmen, an den IQIP-Messungen teilzunehmen. 2013 wurde das IQIP nach der Übernahme durch das US-Forschungsunternehmen Press Ganey eingestellt. Hirslanden führt die etablierten Messungen jedoch eigenständig weiter.

Dadurch fällt zwar die Möglichkeit des internationalen Vergleichs weg, dafür ist weiterhin ein Vergleich innerhalb der Gruppe möglich sowie die Betrachtung der Entwicklung der einzelnen Klinikwerte. Diese Kennzahlen sind relevant für die Festlegung von möglichen Verbesserungsmassnahmen und gewährleisten damit einen kontinuierlichen Optimierungsprozess. Dieser Prozess setzt sich aus drei Teilschritten zusammen: Analyse und Interpretation der Ergebnisse durch die zuständigen Gremien in den Kliniken, Erarbeitung von konkreten Optimierungs- und Präventionsmassnahmen und schliesslich Austausch dieser Massnahmen in gruppenweiten Treffen zur Orientierung an der «Best Practice».

Bei der Interpretation der Messungen sind zwei Dinge zu beachten: Erstens sind die Unterschiede zwischen den Kliniken auch vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Leistungsspektren zu deuten. Zweitens ist eine belastbare Trendaussage erst im Mehrjahresvergleich möglich, da die jährlich gemessenen Veränderungen kleiner sind als die Vertrauensintervalle. Diese geben die Bandbreite an, innerhalb derer der wahre Wert mit grösster Wahrscheinlichkeit (95%) liegt. Die Spanne des Vertrauensintervalls hängt von mehreren Faktoren ab. Einen besonders grossen Einfluss hat die Häufigkeit der betrachteten Ereignisart. Je seltener sie auftritt, desto weiter ist das Vertrauensintervall.

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      Ungeplante Wiederaufnahme

      (<= 15 Tage),

      Daten 2016

      HI IP AA AK ST BE BI RO PM BS SA CC BC SH MG LC Total
      Anzahl Austritte
      19084 7326 10943 4346 12228 1528 3590 2831 3387 6429 10055 4530 3725 7287 1357 4234 102880
      Anzahl ungeplante Wiederaufnahmen
      172 98 104 52 249 18 23 7 30 185 159 79 37 117 3 51 1384
      % 0.9 1.3 1 1.2 2 1.2 0.6 0.2 0.9 2.9 1.6 1.7 1 1.6 0.2 1.2 1.3
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          Ungeplante Rückkehr in den Operationssaal,

          Daten 2016

          HI IP AA AK ST BE BI RO PM BS SA CC BC SH MG LC Total
          Anzahl Operationen
          13213 5123 6786 3096 8044 1559 3604 2836 3112 3358 6918 2949 3082 6410 1354 4188 75632
          Anzahl Fälle von ungeplanter Rückkehr in den Operationssaal
          322 106 126 36 103 17 18 11 13 140 70 68 10 125 5 37 1207
          % 2.4 2.1 1.9 1.2 1.3 1.1 0.5 0.4 0.4 4.2 1.0 2.3 0.3 2 0.4 0.9 1.6
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              Dokumentierte Stürze,

              Daten 2016

              HI IP AA AK ST BE BI RO PM BS SA CC BC SH MG LC Total
              Anzahl Stürze
              181 78 125 27 261 8 23 10 19 76 105 37 43 82 4 44 1123
              Anzahl Mitternachtszensus
              105376 30179 47693 16375 62432 6906 13020 10457 10545 35746 41906 22568 16998 31870 3307 17875 473253
              Fälle pro 1000 Mitternachtszensus
              1.7 2.6 2.6 1.6 4.2 1.2 1.8 1.0 1.8 2.1 2.5 1.6 2.5 2.6 1.2 2.5 2.4