IhrBewegungsapparat

Schnell ist es passiert: Es knackt im Knie, die Schulter schmerzt. Die Folge: Unser eigener Bewegungsapparat schmerzt – das „Gerät“, das wir unser Leben lang benutzen und zu dem wir Sorge tragen sollten. Erfahren Sie mehr über das Zusammenspiel von über 200 Knochen, Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln.

Der Bewegungsapparat besteht aus über 200 Knochen. Doch es braucht noch weit mehr als diese: Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln. Wie diese zusammenspielen und welche Funktionen sie haben, lesen Sie weiter unten.

Muskeln

Muskeln sind Zellen, die durch Kontraktion (zusammenziehen) und Relaxation (entspannen) die Bewegung ermöglichen. Der Befehl zur Bewegung kommt vom Gehirn und gelangt via Rückenmark und Nerven zu den Muskeln.

Es gibt drei Arten von Muskeln beim Menschen:

  • Skelettmuskeln, quer gestreifte Muskeln: Sie sind für die bewussten Bewegungen zuständig, beispielsweise das Heben des Armes. Wir steuern sie über unseren Willen.
  • Glatte, unwillkürliche Muskeln: Sie befinden sich bei den inneren Organen, zum Beispiel im Verdauungstrakt. Deren Bewegungen können wir nicht selber steuern. Sie unterliegen dem vegetativen Nervensystem.
  • Herzmuskel: Dieser weist ebenfalls eine Querstreifung auf, arbeitet im Gegensatz zu den Skelettmuskeln aber rhythmisch und selbstständig.
Knochen

Das knöcherne Skelett hält den menschlichen Körper zusammen und besteht aus über 200 Knochen, in verschiedensten Grössen. Vom winzigen Gehörknöchelchen bis zum robusten Oberschenkelknochen – sie alle müssen einwandfrei zusammenspielen, um uns koordiniert in Form und Bewegung zu halten.

Behandlungsmethoden

Gelenke

Die Gelenke stellen eine bewegliche Verbindung zwischen zwei oder mehreren Knochen her. Doch wussten Sie auch, dass es echte und sogenannte unechte Gelenke gibt?

Echte Gelenke haben, im Gegensatz zu den unechten, zwischen den Knochenenden einen Gelenkspalt. Der Gelenkspalt liegt in der Gelenkhöhle, die von der Gelenkkapsel umschlossen ist. Die Knochenenden sind von Gelenkknorpel überzogen. Die Gelenkbänder führen die Gelenke in ihren Bewegungen. Echte Gelenke verschaffen uns Bewegungsfreiheit.

Unechte Gelenke sind im Gegensatz zu den echten Gelenken eher steif und sorgen für Stabilität. Sie unterscheiden sich deshalb auch in ihrem Aufbau von den echten Gelenken:

  • Ein bandhaftes Gelenk ist beispielsweise die Verbindung zwischen Schien- und Wadenbein. Ein straffes Bindegewebe verbindet hier die Knochen.
  • Knorpelhafte Gelenke sind beispielsweise die Bandscheiben. Wie der Name schon sagt, sind hier verschiedene Knorpelgewebe für die Verbindung der Knochen zuständig.
  • Knochenhafte Gelenke sind das Kreuz- und Steissbein. Hierbei sind die einzelnen Wirbel direkt miteinander verschmolzen.
Bänder

Die Bänder sind auf jeder Seite eines Gelenkes am Knochen angewachsen und geben Stabilität. Sie bestehen aus festen, wenig dehnbaren, faserartigen Bindegewebssträngen. Vertritt man sich den Fuss, so können die Bänder überdehnen oder reissen; dies bewahrt aber unter Umständen vor einer Gelenkverrenkung im Sprunggelenk. Bänder halten zudem auch innere Organe im Brust- und Bauchraum an ihrem Platz.

Sehnen

Die Sehnen verbinden die Enden eines Muskels mit einem Knochen und dienen so als Verlängerung der Muskulatur. Eine Bewegung entsteht also dadurch, dass der Muskelzug über die Sehne auf den Knochen übertragen wird und Knochen gegeneinander im Gelenk bewegt werden. Sehnen sind äusserst reissfest.

Sehnenscheiden bestehen aus Bindegewebe, sind gefüllt mit Schmierflüssigkeit und umhüllen die Sehnen wie ein Tunnel. Sie erleichtern der Sehne das Gleiten und schützen sie vor zu starker Reibung. Besonders ausgeprägt kommen sie an Stellen vor, an denen Sehnen mit erhöhter Spannung über mehrere Gelenke laufen.

Behandlungsmethoden