41./42. SSWEinleitung der Wehen

Ihr errechneter Geburtstermin ist bereits verstrichen? Das ist in 40%  aller Schwangerschaften der Fall und sollte Sie nicht weiter beunruhigen. Bis zu 14 Tagen nach dem errechneten Termin spricht man von einer Terminüberschreitung, danach von einer Übertragung.

Ihr Arzt wird in regelmässigen Abständen Tests durchführen. Er prüft, ob die Plazenta ausreichend arbeitet und Sauerstoff und Nährstoffe für das Kind bereitstellt. Mitte der 41. Woche wird er in der Regel die Wehen einleiten, um eine Übertragung des Kindes zu verhindern.

Bei einer Übertragung besteht das Risiko, dass die alternde Plazenta nicht mehr uneingeschränkt funktionsfähig ist (Plazentainsuffizienz). Eine Mangelversorgung des Babys kann die Folge sein. Auch bei einer funktionierenden Plazenta ist eine Übertragung nicht ohne Risiko, denn das Baby kann weiterwachsen, und schwerere Kinder verursachen häufiger Komplikationen bei der Geburt.

Warum einige Schwangerschaften deutlich über den errechneten Termin hinausgehen, ist nicht abschliessend geklärt. Das Alter, die ethnische Herkunft, ein hoher Body-Mass-Index und ob es die erste Schwangerschaft ist, scheinen auf Seiten der Mutter eine Rolle zu spielen. Beim Kind könnten das Geschlecht (Knaben werden häufiger übertragen), die Erbanlagen und das Wachstum ausschlaggebend sein.