Stillen und Flaschenernährung kombinieren

Die Beweggründe für eine Kombination von Stillen und Flaschenernährung sind vielfältig - sei es die Rückkehr nach dem Mutterschaftsurlaub zur Arbeit oder der Wunsch, die Fütterung des Kindes gemeinsam mit dem Partner zu teilen. Wir, von AVENT, sind Experten, wenn es um dieses Thema geht und geben Tipps, wie Sie Stillen und Flaschenernährung am besten kombinieren und was Sie dabei beachten sollten.

Professionelle Produkte erleichtern das Abpumpen

Wenn Sie Ihre Milch abpumpen, kann Ihr Baby von den Vorteilen der Muttermilch profitieren, ohne dass Sie jederzeit anwesend sein müssen. Keine Sorge, wenn Sie mit dem Abpumpen anfangs Schwierigkeiten haben – es wird Ihnen zunehmend leichter fallen und Ihr Körper gewöhnt sich nach einer Weile daran. Es gibt diverse Milchpumpen, welche die Milch direkt von der Brust in die Flasche leiten und somit für ein angenehmeres Abpumpen sorgen.

Benutzen Sie spezielle Behälter aus Glas, trübem Hartplastik (Polypropylen/PP) oder Muttermilchbeutel, die für die Aufbewahrung von Muttermilch vorgesehen sind. Um die Entstehung von Keimen zu vermeiden, sollten Sie abgepumpte Milch so schnell wie möglich kühlen oder gar einfrieren. Elektrische Flaschenwärmer helfen dabei, kalte Milch einfach und schnell wieder aufzuwärmen – denn wenn das Baby Hunger hat, muss es schnell gehen.

Geben Sie sich und Ihrem Baby Zeit

Wenn Sie Ihrem Baby das erste Mal die Flasche geben, sollte es entspannt und idealerweise bereits halb-satt sein: Nicht zu voll, damit es noch Appetit hat, aber auch nicht zu hungrig, damit es Zeit hat, sich an die Flasche zu gewöhnen. Eine Flasche mit einem brustähnlichen Sauger kann dabei helfen, den Wechsel zwischen Brust und Flasche für Ihr Baby sanfter zu gestalten. Diese ahmen das Gefühl einer Brust nach und fördern so die problemlose Kombination von Stillen und Fläschchen.

Für alle Frauen, die nicht stillen können oder wollen, besteht natürlich auch die Option der Zufütterung von Säuglingsnahrung. Zu bedenken dabei ist jedoch, dass ein Kind, das bereits gestillt wird, erst lernen muss, aus der Flasche zu trinken.

Die Menge und der Zeitpunkt sind entscheidend

Auch wenn es nicht immer einfach ist – versuchen Sie, Ihr Baby bestimmen zu lassen, wann es gefüttert wird. Soll heissen, füttern Sie Ihr Baby, wenn es hungrig ist, anstatt zu festgesetzten Zeiten. Dies ist insbesondere bei der Flaschenernährung wichtig. Zeigt Ihr Baby Anzeichen dafür, dass es satt ist, hören Sie auf, ihm die Flasche zu geben, selbst wenn noch Milch in der Flasche vorhanden sein sollte. Übriggebliebene Milch sollte entsorgt werden; sie eignet sich nicht zur Wiederverwendung.

Weitere Tipps für die Kombination von Brust und Schoppen:

  • Stillen Sie Ihr Baby morgens und abends direkt an der Brust und planen Sie die Flasche für die Zeit dazwischen ein. So lassen sich Stillen und Flaschenernährung am effektivsten kombinieren.
  • Um Ihrem Baby genügend Zeit zu geben, sich an die Flasche zu gewöhnen, beginnen Sie mit dem Wechsel zwischen Stillen und Fläschchen idealerweise einen Monat, bevor Sie zur Arbeit zurückkehren.
  • Stillen Sie, wann immer Sie die Möglichkeit dazu haben, um so Ihren Milchfluss aufrechtzuerhalten. Falls Ihr Milchfluss über den Arbeitstag hinweg abnimmt, versuchen Sie, bei der Arbeit gelegentlich abzupumpen.
  • Durch das Stillen entwickelt das Baby eine sehr intensive Verbindung zu seiner Mutter. Es kann vorkommen, dass das Baby die Flasche der Mutter als „unechte Ware“ wahrnimmt und ablehnt. Für einen einfacheren Übergang können Sie es zunächst Andere mit der Flasche versuchen lassen, anstatt dem Baby selbst das Fläschchen zu geben.