Krebs

Krebs - kaum eine andere Erkrankung löst so viel Emotionen aus bei Betroffenen und deren Angehörigen wie diese Diagnose. Doch wie entsteht Krebs eigentlich? Welches sind die Ursachen für diese Erkrankung? Und worin unterscheiden sich gutartige von bösartigen Tumoren?

Krebs umfasst als Sammelbegriff rund 150 verschiedene Formen von bösartigen Organtumoren und Krankheiten des blutbildenden und lymphatischen Systems. Er stellt nach den Herz- und Kreislaufkrankheiten die zweithäufigste Todesursache in der Schweiz dar. Doch die Diagnose Krebs ist kein Todesurteil. Denn von den jährlich über 30'000 neu erkrankten Personen kann rund die Hälfte geheilt werden.

Solange eine Krebskrankheit örtlich begrenzt bleibt, sind die Heilungschancen ungleich besser, als wenn sich bereits Metastasen gebildet haben. Deshalb sind Früherkennung und rechtzeitige Behandlung wichtig.

Entstehung

Am Anfang einer Krebserkrankung wandeln sich – häufig über verschiedene Zwischenschritte – normale Zellen in bösartige um, die sich unkontrolliert zu teilen beginnen. Wenn die Abwehrmechanismen des Körpers sie nicht zerstören können, entstehen immer mehr kranke Zellen, die zu Beginn eine örtlich begrenzte Geschwulst (Tumor) bilden. Danach werden die Nachbargewebe durchwuchert (Infiltration). Über die Lymph- und Blutgewebe können Krebszellen an entfernte Körperstellen gelangen, wo sie neue Krebsgeschwülste (Metastasen) bilden. Bei Leukämien und gewissen Lymphdrüsenkrebsen verteilen sich die Krebszellen rasch im ganzen Körper.

Gutartiger Tumor

Gutartige Tumoren sind Wucherungen gesunder Zellen, deren Erbgut nicht verändert ist. Deshalb können sie nicht in benachbartes Gewebe eindringen und es zerstören. Gutartige Tumoren bilden auch keine Tochtergeschwülste oder Metastasen. Gefährlich sind sie dann, wenn sie durch ihr Wachstum auf lebenswichtige Organe drücken oder starke Blutungen verursachen.

Bösartiger Tumor

Bösartige Tumore sind Wucherungen von Zellen mit verändertem Erbgut. Sie haben sich dem Kontrollmechanismus des Körpers entzogen und wachsen unkontrolliert. Dabei dringen sie in gesundes Gewebe ein und zerstören es. Die Zellen eines bösartigen Tumors können über die Blutbahnen an weitere Stellen des Körpers gelangen. Dort bilden sie Tochtergeschwülste oder Metastasen, die das umliegende Gewebe zerstören können.