Prävention von Darmkrebs

Darmkrebs ist in der Schweiz bei Frauen nach Brustkrebs und bei Männern nach Prostatakrebs die zweithäufigste Ursache von Krebstodesfällen. Das Risiko einer Erkrankung ist bei Männern etwas höher als bei Frauen. Darmkrebs, ein bösartiger Tumor des Dickdarms, entwickelt sich selten vor dem 50. Lebensjahr. Danach steigt die Wahrscheinlichkeit mit zunehmenden Alter an. Eine regelmässige Darmkrebsvorsorge wird daher ab 50 Jahren empfohlen.

Warum eine Vorsorgeuntersuchung?

Darmkrebs entwickelt sich im Vergleich zu anderen Krebsformen sehr langsam und schleichend. Meistens treten Symptome erst dann auf, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Wird ein kolorektales Karzinom hingegen früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr hoch.

Darmspiegelung als effektivste Vorsorgeuntersuchung

Bei einer Darmspiegelung können so genannte Polypen festgestellt werden, die als Vorstufen von Darmkrebs gelten. So kann Darmkrebs bereits vor seiner Entstehung erkannt werden. Ist die Darmspiegelung unauffällig, reicht es sie alle 10 Jahre durchzuführen.

Bei erhöhtem Risiko für Darmkrebs

Besteht ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs, sollte bereits vor dem 50. Lebensjahr die Vorsorgeuntersuchung durchgeführt werden.

In folgenden Fällen besteht ein höheres Risiko für Darmkrebs:

  • Darmpolypen wurden bei Ihnen selbst oder bei einem direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder) festgestellt
  • In Ihrer Familie ist bereits Darmkrebs aufgetreten, vor allem wenn die Krankheit bereits vor dem 50. Lebensjahr festgestellt wurde
  • Eine andere Krebsart wurde bei Ihnen selbst oder bei einem direkten Verwandten diagnostiziert
  • Sie leiden an einer chronischen Entzündung des Darms, z. B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa