Intensivstation Behandlungspektrum und Intensivtagebuch

Auf unserer Intensivstation mit 20 Plätzen stellen wir die Behandlung, Überwachung und Pflege von Patienten sicher, die nach einer Operation oder wegen eines schweren Krankheitsverlaufs eine besonders engmaschige und intensive Betreuung benötigen – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.

Die moderne Intensivmedizin ist stark technologisch geprägt. Umso wichtiger ist uns deshalb der persönliche Kontakt zwischen dem Behandlungsteam, dem Patienten und seinen Angehörigen: Wir stellen den Patienten und seine Bezugspersonen ins Zentrum unseres Handelns und schaffen eine offene und persönliche Atmosphäre.

Ein interdisziplinäres Team ist mit der in­ten­siv­me­di­zi­ni­schen Versorgung betraut. Es setzt sich aus speziell aus­ge­bil­de­ten ärzt­li­chen, pfle­ge­ri­schen und me­di­zi­nisch-tech­ni­schen Mit­ar­bei­tenden ver­schie­de­ner Fach­rich­tun­gen zu­sam­men­. Die ho­he Prä­senz des In­ten­siv­pflege­per­so­nals im Drei-Schicht-Betrieb stellt die notwendige Rund­-um-die-Uhr-Ver­sor­gung sicher und ge­währ­leis­tet ei­ne ho­he Patientensi­cher­heit.

Behandlungsspektrum

Jahr für Jahr betreuen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Intensivstation mehr Patienten, welche eine intensivmedizinische Behandlung benötigen. Unsere Patienten kommen aus praktisch allen Fachgebieten. Als Klinik auf der Spitalliste des Kantons Zürich erfüllen wir sämtliche Anforderungen an ein modernes Grossspital.

Wir betreuen vergleichsweise viele Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie akutem Koronarsyndrom, cardiogenem Schock, Aortendissektionen, Koronar- und Klappeninterventionen oder kritischen Rhythmusstörungen.

Ebenso häufig sind Gefäss- und Thoraxeingriffe sowie krankheitsbedingte Ursachen für respiratorische Probleme.

Unsere viszeralchirurgischen Interventionen umfassen die Bariatrie sowie Eingriffe an Oesophagus, Pankreas, Leber und Magen- Darmtrakt.

Darüber hinaus sind wir als Stroke Center zertifiziert und unser Behandlungsspektrum umfasst eine Vielzahl an neurologischen und neurochirurgischen Krankheitsbildern.

Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres Handelns. Darum beschränken wir uns nicht auf intensivmedizinische Massnahmen, sondern begleiten unser Patienten und ihre Bezugspersonen mit grosser Empathie und persönlichem Engagement. Dazu gehören auch bereichernde Aktivitäten wie das Führen eines Intensivtagebuches, die Anwendung von Duftaromen oder die Pflegevisiten und die Pflegegespräche des interdisziplinären Behandlungsteams aus Ärzten, Pflegefachpersonen, Physio-, Ergotherapeuten und Spezialisten der Logopädie.

Als Ausbildungsspital begleiten wir jährlich zwischen 10 und 16 Nachdiplomstudiengänger HF IPS auf ihrem Weg zum Studienabschluss.

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Intensivtagebuch

Zweck und Ziel des Intensivtagebuchs

Manche Erkrankungen machen eine Beatmung und damit einen Aufenthalt auf der Intensivstation notwendig. Während einer solchen Krise werden die Patienten in der Regel in einen künstlichen Schlaf versetzt und ihre bewusste Wahrnehmung wird unterdrückt.

In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, dass Patienten nach einem Aufenthalt auf einer Intensivstation manchmal über Albträume und Stress klagen. Sie äussern Erinnerungen und Träume, die sie nicht nachvollziehen können und die ihre Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Damit diese Patienten einen Bezug zu ihrer bewusstlosen Zeit auf der Intensivstation finden können, hat die Klinik Hirslanden das Intensivtagebuch eingeführt.

Dieses Tagebuch wird während der Zeit der Bewusstlosigkeit und Beatmung eines Patienten geführt. Es hat zum Ziel, dem Patienten später zu ermöglichen, die Situation während seiner Bewusstlosigkeit zu rekonstruieren und zu verstehen.

Wer führt das Tagebuch?

Studien zeigen, dass den Einträgen durch die nächsten Angehörigen die grösste Bedeutung zukommt. Diese Einträge scheinen aus Sicht der Patienten am wertvollsten zu sein. Informationen von Ärzten, Pflegenden oder Therapeuten sind aber auch hilfreich, gerade wenn es um die Beschreibung des Zustands oder einer Entwicklung geht.

Worüber wird geschrieben?
Die Angehörigen und Bezugspersonen wissen am besten, was den Patienten später besonders interessieren wird. Eine Studie, in der ehemalige bewusstlose Patienten befragt wurden, führt folgende, allgemeine Themen auf:

  • Das unterbrochene Leben zu Hause: Wie werden Arbeit, Krankschreibung, Termine, Verantwortlichkeiten geregelt?
  • Die Familie: Geht es der Familie gut? Was ist in der Zwischenzeit passiert?
  • Besuche: Wer war wann zu Besuch auf der Intensivstation?
  • Entscheidungen: Wer hat wann welche Entscheidung getroffen?
  • Entwicklungsschritte: Das erste Atmen ohne Maschine, das dritte Mal für eine Stunde im Stuhl gesessen usw. wird dokumentiert.
  • Nach dem Wachwerden können auch Erfahrungen und Träume des Patienten beschrieben werde.

Weitere Hintergrundinformationen zu diesem Thema finden Sie unter:  www.intensivtagebuch.de