WPW-Syndrom und AV-Reentry-Tachykardien

Bei Patienten mit dem Wolff-Parkinson-White-Syndrom – dem sogenannten «WPW-Syndrom» – besteht neben dem His-Bündel eine zusätzliche Leitungsbahn zwischen Vorhöfen und Kammern.

Diese zusätzliche Bahn durchbricht die Vorhofkammergrenze und bedeutet damit einen «Isolationsdefekt».

Beim WPW-Syndrom können Tachykardien auf der Grundlage kreisender Erregungen entstehen, die Vorhöfe und Kammern mit einbeziehen.

Bei diesen AV-Reentry-Tachykardien – abgekürzt AVRT – gelangt der Impuls vom Vorhof über den AV-Knoten und das His-Bündel in die Hauptkammer und über die zusätzliche Bahn wieder zurück in den Vorhof.

AV-Reentry-Tachykardien können Frequenzen von 150 bis 220 Schlägen pro Minute haben.