Diagnostik / Threapien / Nachsorge

Zur Diagnostik und Therapie von Brustkrebs stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die individuell nach den Bedürfnissen der Patientin geplant werden. Im Fokus der Nachsorge stehen hauptsächlich regelmässige Kontrollen.

Diagnostik

Die Diagnose Brustkrebs wird nach Abklärung aller persönlicher Risikofaktoren durch physikalische (Abtasten der Brust und Augenschein) und bildgebende Verfahren (Mammographie, Sonographie) gestellt. In den meisten Fällen wird eine Gewebeprobe mittels Biopsie entnommen und untersucht. Weitere Abklärungen zum Ausschluss von Metastasen ergänzen die Diagnosestellung.

Therapie

Die Art der Behandlung richtet sich nach der Grösse des Tumors, nach eventuellen Tochtertumoren (Metastasen, z.B. in den Lymphknoten, Achselhöhlen oder in anderen Organen) und nach dem Stadium des Krankheitsverlaufs. Oft ist eine kombinierte Behandlung nötig um den Krebs zu bekämpfen. Beispielsweise kann vor oder nach einer Operation eine Chemotherapie oder eine Bestrahlungsbehandlung erfolgen, um den Krebs zu verkleinern.
 

Chirurgisch
Bei Brustkrebs muss die vollständige Entfernung des Tumors angestrebt werden. Heute ist es nur noch in wenigen Fällen notwendig, die ganze Brust zu entfernen; in etwa 70% der Fälle kann brusterhaltend operiert werden. Unerlässlich ist es jedoch bis ins gesunde Gewebe hinein zu operieren. Oft erweist es sich als notwendig, angrenzende Lymphknoten (in der Achsel) mit zu entfernen. Die Entscheidung liegt beim behandelnden Arzt und Chirurgen.
 

Medikamentös
Für die medikamentöse Behandlung können in Frage kommen:

  • Chemotherapie: Zytostatika (zellabtötende oder wachstumshemmende Wirkung)
  • Hormontherapie: Manche Tumoren wachsen hormongesteuert und können so beeinflusst werden.
  • Immuntherapie (sogenannte Zytokine, wie Interferon oder Interleukin, die in das Immunsystem eingreifen).
     

Strahlentherapie
Die Strahlentherapie gilt auch in der Brustkrebstherapie als wichtiges Standbein der Behandlung. Sie wird lokal angewendet. Das heisst, dass sie im Gegensatz zur Chemotherapie nur im Bereich des Bestrahlungsfeldes und nicht im ganzen Körper wirkt. Oft werden Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie kombiniert.

Nachsorge

Nach der Primärbehandlung besteht ein von bestimmten Kriterien abhängiges Rückfallrisiko. Alle Fachgesellschaften raten zur Mässigung bei der Anwendung von Röntgenaufnahmen und Labortests, da sie weder ein Frührezidiv erfassen, noch mit Sicherheit das Vorliegen einer Metastase ausschliessen können.
Wichtig sind die periodischen Mammographien und klinischen Kontrollen, sowie die Mitteilung von ungewohnten und anhaltenden Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen und Atemnot.