Symptome, Therapien und Nachsorge Lymphom

Zur Diagnostik und Therapie von Lymphomen stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die individuell nach den Bedürfnissen des Patienten geplant werden. Im Fokus der Nachsorge stehen hauptsächlich regelmässige Kontrollen.

Symptome und Diagnose

Zuerst fühlt sich der Patient krank, grippig mit leichten Fieberzuständen, geschwollenen, meist nicht schmerzenden Lymphdrüsen im Nacken, in der Achsel, in der Leistengegend oder im Brustkorb.

Die Patienten klagen über:

  • Eine allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Leistungsschwäche
  • Nachtschweiss
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit, plötzlichen unerklärlichen Gewichtsverlust
  • Juckreiz
  • Evtl. Lymphknotenschmerzen nach Alkoholgenuss
  • Die drei Symptome Fieber, Nachtschweiss und Gewichtsverlust werden auch als B-Symptomatik zusammengefasst.
  • In einem späteren Stadium können tastbare Milz- und Lebervergrösserungen oder eine Blutarmut (bei Befall des Knochenmarks) dazukommen

Meist wird ein Lymphom zufällig entdeckt. Die Diagnosestellung erfolgt mittels:

  • Krankengeschichte unter Einbezug der Symptome
  • Gewebeproben eines Lymphknotens
  • Nachweis der Sternberg-Reed-Riesenzellen
  • Ultraschall
  • Computer-Tomographie
  • Knochenmark-Biopsie (Knochenmarkgewebeuntersuchung)

Es werden vier Stadien eines Lymphoms unterschieden:

Stadium I:
Befall einer einzigen Lymphknotenregion

Stadium II:
Mehrere Lymphknotenregionen oberhalb oder unterhalb des Zwerchfells sind befallen

Stadium III:
Mehrere Lymphknotenregionen beidseits des Zwerchfells sind befallen

Stadium IV:
Mehrere Organe wie Leber, Lunge oder Knochenmark sind befallen

Therapie

Das gewählte Therapiekonzept richtet sich nach dem Krankheitsstadium und beinhaltet eine Chemotherapie oder/und eine Strahlentherapie. Die Wahl der Therapie ist abhängig vom Typ des Lymphoms, vom Ausbreitungsgrad, der grundsätzlichen Heilungschance, dem Alter des Patienten und möglicher Begleiterkrankungen. Durch neue Therapien, insbesondere die Entwicklung von therapeutisch wirksamen Antikörpern (z.B. Rituximab), hat sich die Prognose von Lymphom-Patienten stark verbessert.

Nach einer Strahlentherapie oder beim Wiederauftreten (Rezidiv) der Erkrankung kann, je nach Lymphom, das Ersetzen des Knochenmarks (Knochenmarktransplantation) lebensrettend sein.

Nachsorge

Die Nachsorge findet je nach Lymphom-Typ in drei- bis sechsmonatlichen Abständen statt und beinhaltet neben einer Befragung des Patienten eine Blutentnahme. In gewissen Abständen werden auch Knochenmarkpunktionen bzw. bildgebende Verfahren eingesetzt. Die Nachsorgeintervalle werden mit der Zeit immer grösser und bei manchen Erkrankungen wird die Nachsorge nach 5 Jahren beendet.