Kompetenzen

Digitale Mammographie

Die dosissparenden Röntgenaufnahmen der Brust gelten auch heute noch als „Goldstandard“ der Früherkennung von Brustkrebs. Europaweit werden Früherkennungsprogramme (Screening-Programme) durchgeführt und Frauen in der Regel alle 2 Jahre zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr zur Mammographie aufgeboten. Besteht ein familiäres Risiko für Brustkrebs werden jährliche Mammographien empfohlen.

Mammasonographie

Die Ultraschalluntersuchung der Brust erfolgt bei mammographisch „dichtem“ Gewebe oder auffälligem Befund in der Mammographie. Bei jungen Patientinnen genügt die alleinige bildgebende Abklärung mit Ultraschall in der Regel. Ultraschallwellen haben keinen schädigenden Einfluss auf das Gewebe. Eine Ultraschalluntersuchung der Brust dauert 10 bis 15 Minuten.

Elastographie

Die Elastographie wird kombiniert mit der Mammasonographie durchgeführt. Durch eine spezifische Ultraschalltechnik kann die Elastizität des untersuchten Gewebes festgestellt werden. Dies lässt begrenzte Rückschlüsse über die Gutartigkeit des Gewebes zu. Der zusätzliche Zeitaufwand zur Mammasonographie beträgt einige Minuten.

MRI der Brust

Die Magnetresonanztomographie (MRI = englisch „MagnetResonanceImaging“) der Brust wird bei speziellen Fragestellungen angewendet. Sie ist die genaueste bildgebende Abklärung der Brust. Die Untersuchung, die in Bauchlage durchgeführt wird, dauert ca 20-30 Minuten. Zur optimalen Bildbeurteilung sollte bei prämenopausalen Frauen zwischen dem 5. und 12. Zyklustag untersucht werden. Zum Auffinden von kleinsten Tumoren wird gadoliniumhaltiges Kontrastmittel in die Armvene verabreicht. Nebenreaktionen oder Allergien treten extrem selten auf.

Galaktographie

Die Milchgangsdarstellung wird nur sehr selten durchgeführt. Sie dient der Abklärung bei blutigem Sekret aus einem Milchgang der Brustwarze. Der Milchgang wird vorsichtig sondiert und mit wenig Kontrastmittel gefüllt, anschliessend wird eine Mammographie Aufnahme angefertigt.

 

Die Untersuchung wird heutzutage meist durch den hochauflösenden Ultraschall ersetzt.

Feinnadelpunktion

Die "kleinste" Art der Gewebsabklärung. Mit einer sehr dünnen Nadel wird Ultraschall gesteuert Zystenflüssigkeit oder solides Gewebe punktiert. Das gewonnene Zellmaterial wird im pathologischen Institut analysiert.

Core-Biopsie

Nach lokaler Betäubung wird Ultraschall gesteuert, mittels Spezialnadel, Gewebe entnommen. Ein Hautschnitt ist nicht notwendig. Im pathologischen Institut erfolgt die Diagnose der Art des Gewebes.

Präoperative Lokalisierung

Wird bildgebend eine nicht sicher gutartige Veränderung festgestellt muss dieses Gewebe weiter untersucht werden. Wenn dies operativ geschieht, die Veränderung durch die Haut aber nicht spürbar ist, wird sie vor der Operation markiert. Das heisst es wird nach vorgängiger lokaler Betäubung Ultraschall- oder Mammographie gesteuert ein feiner Draht in die Brust gelegt. Dieser zeigt dem operierenden Arzt die exakte Lage des zu entfernenden Gewebes an. Die Lokalisierung erfolgt in der Regel unmittelbar vor dem operativen Eingriff.