Brustkrebs

Vollständige Brustentfernung (Ablatio mammae) mit primärem oder sekundärem Brustaufbau

Infolge von genetischer Prädisposition oder manifestiertem Brustkrebs werden folgende operative Eingriffe durchgeführt:

Bei genetischer Prädisposition/familiärer Belastung/positivem Gen wird nur der Brustdrüsenkörper entfernt.

Hierbei bleiben Haut, Warze sowie der Warzenhof bei einer sogenannten subkutanen Mastektomie erhalten.

Bei Brustkrebs ist je nach Grösse des Tumors und Stadium eine Teilresektion (nur bei grosser Brust und kleinem Tumor empfehlenswert) oder eine vollständige Amputation der Brust notwendig (Ablatio mammae).

In der gleichen Sitzung wird mit dem Tumor auch der „Wächterlymphknoten“ herausgeschnitten und noch während der Operation histologisch untersucht; bei Tumorbefall wird in derselben Operation die vollständige Lymphknotenausräumung durchgeführt.

Je nach Wunsch der Patientin kann während der Erstoperation (primär) oder zu einem späteren Zeitpunkt (sekundär) ein Brustaufbau durchgeführt werden.

  • einfache Expander resp. Implantatrekonstruktion
  • Eigengewebe plus Implantat
  • nur Eigengewebe (gestielter Lappen vom Rücken (M. latissimus dorsi), freier Gewebetransfer vom Bauch (TRAM-DIEP) oder vom Oberschenkel (M. gracilis)

Falls eine Chemotherapie nötig ist, kann ein sogenannter Chemosite oder Port-a- Cath eingelegt werden.

In weiteren Schritten werden dann zu einem späteren Zeitpunkt Formkorrekturen sowie die Rekonstruktion des Brustwarzenhofes inkl. Brustwarze vorgenommen.

Operationstechnik (allgemein)

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose.

In welcher Weise anschliessend die Brustrekonstruktion erfolgt, entscheidet einerseits die Menge und Qualität der Haut und des Gewebes, anderseits die Grösse der gesunden Brust sowie die gesundheitliche Verfassung der Patientin generell.

Bei einer einfachen Implantatrekonstruktion ist zwingend zu beachten, dass dieses nur dann platziert werden kann, sofern keine vorgängige Strahlentherapie durchgeführt wurde, ansonsten sind andere Verfahren mit zusätzlichem Einbringen von Eigengewebe erforderlich.

Für gut 4 Wochen sollte zwingend auf schweres Arbeiten mit den Armen verzichtet werden.

Weitere Hinweise und Abklärungen erfolgen während der Konsultation in der Praxis.

Die Behandlung des Brustkrebses geschieht in Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, wie dem chirurgisch tätigen Arzt, dem Onkologen/Radiologen resp. Radiotherapeuten; falls erforderlich sind auch weitere Disziplinen, wie zum Beispiel Physiotherapie oder psychotherapeutische Begleitung beteiligt.

Komplikationen/Nebenwirkungen

Abhängig vom Operationsverfahren, welches interdisziplinär während einer Konsultation in der Praxis besprochen wird.