Kompetenzen & Leistungsangebot

Das LungenZentrum St. Anna bietet Ihnen mit ambulanten und stationären Dienstleistungen eine persönliche und kompetente Betreuung während des gesamten Diagnose-, Therapie- und Nachsorgeverlaufs.

Abklärung und Behandlung von Patienten mit Lungenkrankheiten

Eine individuelle und umfassende Betreuung unserer Patienten ist ohne interdisziplinäre Zusammenarbeit undenkbar. In unserem führenden Privatspital finden sich für die unterschiedlichsten medizinischen Aspekte jederzeit kompetente Ansprechpartner.

Die aktive Ausgestaltung dieser Beziehungen und die stete Pflege unseres Netzwerks hält unsere berufliche Kompetenz lebendig und garantiert den Patienten eine hohe Behandlungsqualität. Eine gute Zusammenarbeit mit ansässigen Hausärzten und Pneumologen ist uns wichtig. Wir legen deshalb Wert darauf, dass unsere Patienten bei Beschwerden für einen ersten Untersuch ihren Hausarzt oder Pneumologen konsultieren und sich, falls eine weitere Behandlung angezeigt ist, zu uns überweisen lassen.

INTERVENTIONELLE BRONCHOLOGIE

Was passiert bei der Untersuchung?

Ein besonderer Schwerpunkt des LungenZentrums ist die interventionelle Bronchologie. Mit geringster Belastung für den Patienten können Beschwerden gelindert und Lebensqualität geschaffen werden. Durch gezielte Eingriffe (Interventionen) an der erkrankten Lunge oder in den Bronchien können Störungen erkannt und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden.

Wir verfügen über Untersuchungs- und Eingriffsräume mit modernster Technik. Diagnostiziert und behandelt wird mit kleinen flexiblen oder starren Endoskopen. Die Patienten schlafen während der Untersuchung bzw. Behandlung. Längere Eingriffe erfolgen in Vollnarkose durch die Fachanästhesisten.

Um hoch effizient und gleichzeitig schonend arbeiten zu können, kommen kleinste Katheter mit Lichtleitern, Lasern, Ultraschall-, Hitze- und Kältesonden zur Anwendung. Höchstauflösende Videoendoskope, optische Fluoreszenzverfahren, endobronchialer Ultraschall und alle bekannten Techniken zur Gewebeprobeentnahme werden regelmäßig genutzt. Selbst kleinste Lungenherde können wir mit der modernsten elektromagnetischen Navigation sondieren. Wir sind mit Fachpathologen telemedizinisch vernetzt, so dass oft schon während des Eingriffs, sonst aber in kürzester Zeit eine Diagnose gestellt werden kann. Vielen Tumorpatienten kann mit interventionellen Verfahren wie dem Einsatz thermischer Laser, Koagulationssonden (APC), photodynamischer Therapie, der Einlage von Stents, Sauerstoffsonden usw. geholfen werden.

Diagnostische und therapeutische Methoden kommen auch bei den unterschiedlichsten gutartigen Erkrankungen zum Einsatz, beispielsweise, wenn die Atemwege durch Narbenbildung verengt oder durch Überbeanspruchung erschlafft sind. Zur Diagnostik von Kehlkopfverkrampfungen (Vocal cord dysfunction) nutzen wir die Endospirometrie und andere Verfahren der funktionellen Bronchoskopie. 

Behandlung von COPD und Lungenemphysemen durch modernste Verfahren

Eine leider zunehmende Bedeutung hat die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) mit Ausbildung eines Lungenemphysems (Blählunge). Bei geringster Belastung haben die Erkrankten Atemnot. Neben medikamentösen Therapien, unterstützenden Beatmungsverfahren (BIPAP) und Einsatz moderner Physiotherapie (Lungensport) haben wir uns auf die gezielte Lungenvolumenreduktion spezialisiert.

Zur Behandlung des fortgeschrittenen Lungenemphysems bieten wir chirurgische und endoskopische Verfahren an. Operativ wird meistens minimalinvasiv gearbeitet (Schlüssellochchirurgie). Da wir im LungenZentrum uneingeschränkt alle derzeit verfügbaren Methoden zur Verfügung haben, können wir in unserer Sprechstunde die wirklich beste Empfehlung geben und ein abteilungsübergreifendes Therapiekonzept vorschlagen.  Zur endoskopischen Therapie setzen wir alle Arten von Ventilen, Klebern, Dampf und Spiralen ein, um das übergrosse Lungenvolumen zu reduzieren.

Vorher wird mit neuartigen Methoden bestimmt, welches Verfahren für den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist. Diese Behandlungen werden während eines kurzen stationären Aufenthaltes durchgeführt, die Abklärung sowie die Verlaufskontrollen erfolgen ambulant in Zusammenarbeit mit den zuweisenden Fachärzten. 

THORAXCHIRURGIE

Roboterassistierte Thoraxchirurgie: Da Vinci

Die Thoraxchirurgie des LungenZentrums macht nebst konventionellen chirurgischen Eingriffen auch Operationen mit dem Da-Vinci-Roboter. Dieser ausgereifte Roboter arbeitet nach dem Mensch-Maschinen-Prinzip. Dabei sitzt der Operateur an einer Steuerkonsole, die mit Händen und Fusspedalen bedient wird. Über Kabel werden die Befehle des Operateurs auf die 3-4 Instrumentenarme übertragen, die über dem Patienten platziert sind.

Das Operationsgebiet wird dreidimensional und bis zu 10-fach vergrössert auf einem Bildschirm dargestellt, und die Instrumentenbewegungen lassen sich computergesteuert vergrössern und verkleinern. Dies lässt grösste Genauigkeit zu. Unsere Fachspezialisten der Thoraxchirurgie können als einzige in der Zentralschweiz mit der minimal invasiven Technik Teile der Lunge entfernen (minimal invasive Resektion), zum Beispiel bei einem Tumor.

Laserchirurgie

Die Verwendung des Lasers ermöglicht ein berührungsfreies Schneiden, bei dem gleichzeitig das Lungengewebe luft- und blutdicht "verschweisst" wird. Somit ist es möglich, Tumore in allen Bereichen der Lunge vollständig zu entfernen und gleichzeitig viel gesundes Lungengewebe zu erhalten. Dadurch ist ein besonders schonendes und blutungsarmes Operieren an der Lunge möglich. Die Laserchirurgie wird deshalb bei den Patienten sehr geschätzt.

Gemeinsame Eingriffe von Pneumologen und Thoraxchirurgen

Da im LungenZentrum St. Anna Fachärzte mehrerer Disziplinen arbeiten, kann die Belastung der Patienten durch gute Zusammenarbeit gesenkt werden. So kann beispielsweise der Pneumologe Gewebeproben entnehmen, während der Thoraxchirurge einen chirurgischen Eingriff vornimmt. Damit kann die Anzahl und die Dauer der Eingriffe am Patienten reduziert werden.