Interventionelle Bronchologie

Ein besonderer Schwerpunkt des LungenZentrums ist die interventionelle Bronchologie. Mit geringster Belastung für den Patienten können Beschwerden gelindert und Lebensqualität geschaffen werden. Durch gezielte Eingriffe (Interventionen) an der erkrankten Lunge oder in den Bronchien können Störungen erkannt und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden.

Untersuchung

Was passiert bei der Untersuchung?

Wir verfügen über Untersuchungs- und Eingriffsräume mit modernster Technik. Diagnostiziert und behandelt wird mit kleinen flexiblen oder starren Endoskopen. Die Patienten schlafen während der Untersuchung bzw. Behandlung. Längere Eingriffe erfolgen in Vollnarkose durch die Fachanästhesisten.

Um hoch effizient und gleichzeitig schonend arbeiten zu können, kommen kleinste Katheter mit Lichtleitern, Lasern, Ultraschall-, Hitze- und Kältesonden zur Anwendung. Höchstauflösende Videoendoskope, optische Fluoreszenzverfahren, endobronchialer Ultraschall und alle bekannten Techniken zur Gewebeprobeentnahme werden regelmäßig genutzt. Selbst kleinste Lungenherde können wir mit der modernsten elektromagnetischen Navigation sondieren. Wir sind mit Fachpathologen telemedizinisch vernetzt, so dass oft schon während des Eingriffs, sonst aber in kürzester Zeit eine Diagnose gestellt werden kann. Vielen Tumorpatienten kann mit interventionellen Verfahren wie dem Einsatz thermischer Laser, Koagulationssonden (APC), photodynamischer Therapie, der Einlage von Stents, Sauerstoffsonden usw. geholfen werden.

Diagnostische und therapeutische Methoden kommen auch bei den unterschiedlichsten gutartigen Erkrankungen zum Einsatz, beispielsweise, wenn die Atemwege durch Narbenbildung verengt oder durch Überbeanspruchung erschlafft sind. Zur Diagnostik von Kehlkopfverkrampfungen (Vocal cord dysfunction) nutzen wir die Endospirometrie und andere Verfahren der funktionellen Bronchoskopie. 

COPD und Lungenemphyseme

Behandlung von COPD und Lungenemphysemen durch modernste Verfahren

Eine leider zunehmende Bedeutung hat die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) mit Ausbildung eines Lungenemphysems (Blählunge). Bei geringster Belastung haben die Erkrankten Atemnot. Neben medikamentösen Therapien, unterstützenden Beatmungsverfahren (BIPAP) und Einsatz moderner Physiotherapie (Lungensport) haben wir uns auf die gezielte Lungenvolumenreduktion spezialisiert.

Zur Behandlung des fortgeschrittenen Lungenemphysems bieten wir chirurgische und endoskopische Verfahren an. Operativ wird meistens minimalinvasiv gearbeitet (Schlüssellochchirurgie). Da wir im LungenZentrum uneingeschränkt alle derzeit verfügbaren Methoden zur Verfügung haben, können wir in unserer Sprechstunde die wirklich beste Empfehlung geben und ein abteilungsübergreifendes Therapiekonzept vorschlagen.  Zur endoskopischen Therapie setzen wir alle Arten von Ventilen, Klebern, Dampf und Spiralen ein, um das übergrosse Lungenvolumen zu reduzieren.

Vorher wird mit neuartigen Methoden bestimmt, welches Verfahren für den jeweiligen Patienten am besten geeignet ist. Diese Behandlungen werden während eines kurzen stationären Aufenthaltes durchgeführt, die Abklärung sowie die Verlaufskontrollen erfolgen ambulant in Zusammenarbeit mit den zuweisenden Fachärzten.