Solar Impulse ist aus dem Winterschlaf erwacht

Wegen eines technischen Problems musste die Weltumrundung mit dem Solarflugzeug Solar Impulse 2 nach dem fünftägigen Pazifiküberflug für längere Zeit unterbrochen werden. Doch mittlerweile ist das Flugzeug aus dem Winterschlaf erwacht und hat zum zweiten Teil der Weltumrundung angesetzt.

 

Die Solar Impulse 2 hat den Winter über in Aluminium gehüllt und ohne Batterien im Hangar der University of Hawaii auf dem Kalaeloa-Flugplatz verbracht. Nach acht Etappen hat sie schon fast die Hälfte ihres Weges zurückgelegt. Auf Hawaii musste sie dann eine Zwangspause einlegen, weil beim fünftägigen Flug von Nagoya (Japan) nach Hawaii die Batterien überhitzten und nicht mehr auf normale Betriebstemperatur gebracht werden konnten. Die Pazifiküberquerung war nicht nur die längste, sondern auch die risikoreichste Etappe des visionären Projekts. Fünf Tage und Nächte lang sass André Borschberg alleine im engen, ungeheizten Cockpit des Solarflugzeugs und trotzte den extremen Bedingungen, allen voran der Müdigkeit. Am 3. Juli 2015 landete er das Flugzeug sicher auf Hawaii. Es war der längste Flug, den ein Pilot bisher alleine absolviert hat.

 

Mittlerweile wurde das Flugzeug mit neu entwickelten Batterien ausgestattet, die über ein Kühlsystem verfügen. Das soll ein weiteres Überhitzen verhindern. Auch die Piloten haben sich auf die nächsten Flugetappen vorbereitet und haben im Frühjahr bereits Trainingsflüge absolviert, um sich wieder an die Verhältnisse im Solarflugzeug zu gewöhnen. Somit konnte am 21. April die nächste Flugetappe in Richtung USA in Angriff genommen werden.

 

 

Fragen an Dr. Jean-Pierre Boss, Medical Coordinator bei Hirslanden

 

Herr Dr. Boss, wie haben die beiden Piloten die Zeit bis zur Wiederaufnahme der Weltumrundung genutzt?

Ganz genau weiss ich das nicht. Schliesslich war es eine lange Zeit und die beiden haben viele Verpflichtungen. Auf alle Fälle reiste André Borschberg Anfang Januar nach Hawaii, um den Einbau der neuen Batterien zu überwachen. Bertrand Piccard reiste dann Anfang März an.
Jeder der beiden Piloten hat seine persönliche Trainingsmethode angewandt, um fit zu bleiben.
Die Trainingsflüge haben Anfang März begonnen.

 

Welche Aufgaben hat Hirslanden als Medical Advisor in der Zwischenzeit wahrgenommen?

Unsere Hauptaufgabe bestand darin, die beiden Piloten auf Herz und Nieren zu prüfen. Das haben wir Anfang Oktober im Rahmen eines Check-ups in der Clinique Bois-Cerf gemacht.
Während dieser gründlichen Untersuchung war es uns auch wichtig, die Ergebnisse des Pazifikfluges auszuwerten. Wir hatten ja während Jahren mit Hypothesen gearbeitet, die wir nun endlich überprüfen konnten.

 

Ich hatte ausserdem das Vergnügen, anlässlich eines Besuches beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) unsere Luftfahrtbehörde kennenzulernen. Dort traf ich den Chefarzt des Fliegerärztlichen Instituts der Schweizerischen Luftwaffe und durfte ihm die medizinischen Aspekte des Projekts erklären. Er gab mir seine Anregungen und Einschätzungen, wovon ich gewisse umsetzen konnte.
Da es sich bei der Solar Impulse um ein experimentelles Flugzeug handelt, muss das BAZL jeweils die Einwilligung für den Start der Maschine geben.

 

Und was ist Ihr medizinisches Fazit zum fünftägigen Rekordflug?

Es hat sich gezeigt, dass die Ernährung kein Problem darstellte. Die Nahrung, die den Piloten zur Verfügung gestellt wird, war von sehr guter Qualität. Die Nährmittelsicherheit, die von Nestlé garantiert wurde, war sehr wertvoll. Man stelle sich eine Salmonellenvergiftung in 8ooo Metern über dem Pazifik vor! Die Flüssigkeitszufuhr wurde ganz genau befolgt. Eine Minderhydrierung hätte schlimme Folgen gehabt, besonders in grosser Höhe, bei Kälte und bei verminderter Sauerstoffzufuhr.

Eine interessante Beobachtung war, dass André Borschberg während des Fluges ein bisschen abgenommen hat. Wir können aber nicht beurteilen, ob das mit dem Stress zu tun hat oder ob er zu wenig gegessen hat.

Eine unserer grössten Sorgen war der Schlafmangel der Piloten. Es hat sich aber herausgestellt, dass André Borschberg während des fünftägigen Fluges über den Pazifik 120 bis 140 Minuten pro 24 Stunden geschlafen hat. Das ist ausreichend, um die Konzentration aufrechtzuerhalten.

 

Hatten Sie mit André Borschberg nach der Landung auf Hawaii Kontakt?

Ja, ich habe mit ihm telefoniert. Er war gut in Form und hat überhaupt nicht müde gewirkt! Das hatte aber vermutlich auch mit der Freude über den gelungenen Flug zu tun.

Solar Impulse undertakes a maintenance flight in Hawaii, United States of America

Copyrights: Solar Impulse, Revillard, Rezo.ch

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