Interview mit Dr. Daniel Brunner

 

Abbildung Dr. Brunner bei Besprechung mit Crew im Simulations-Cockpit

Dr. Daniel Brunner ist Belegarzt der Klinik Hirslanden Zürich und Leiter des Zentrums für Schlafmedizin Hirslanden.

 

Er begleitete das Team von Solar Impulse und plante mit den Piloten die optimale Erholungs- und Schlafstrategie im Cockpit während der Weltumrundung.

 

 

 

 

 

Die Piloten regenerierten sich in 10- bis 20-minütigen Ruhephasen. Wie waren diese über die Flugdauer verteilt?

Die Regenerationsphasen mussten in flugtechnisch unkritischen Phasen erfolgen, also nur beim Überflug über Meer oder in Flugräumen mit wenig Flugverkehr. Über bewohntem Gebiet durfte der Pilot nicht einschlafen, er machte stattdessen Entspannungstechniken wie Yoga. Wir planten die Ruhephasen zusammen mit der Flugplanung. Sie nahmen Rücksicht auf das Erholungsbedürfnis des Piloten und auf die meteorologischen und die geographischen Bedingungen des Flugs.

 

Was waren die Erkenntnisse dieser 72-Stunden-Flugsimulation?

Wir massen mit dem Elektroenzephalogramm, kurz EEG, die Hirnströme und Aktivitätsrhythmen des Piloten. Mittels praktischer Tests im Cockpit beurteilten wir 2-stündlich die Reaktionsfähigkeit, die Entscheidungsfähigkeit und die Risikobereitschaft des Piloten. Die Schlafforschung weiss, dass diese drei Fähigkeiten durch Schlafmangel beeinflusst werden. Mit der Auswertung des individuellen Aktivitätsmusters des Piloten konnten wir die erforderlichen Regenerationsphasen planen, so dass er nicht in ein übermässiges Schlafdefizit geriet und die entscheidenden Fähigkeiten zur sicheren Flugzeugsteuerung beibehielt.

 

Wo lagen beim Solar Impulse-Projekt die medizinischen Herausforderungen, bei denen Sie mit Hirslanden als Medical Advisor Neuland betraten?

Das Zusammenspiel der Schlafmedizin mit der Ernährung, der Flüssigkeitsaufnahme, der Ergonomie, der Temperaturregulation und der Thrombose-Vorbeugung war neu. Jedes dieser Gebiete war für sich gesehen zwar weit erforscht, aber über Situationen, bei denen ein Mensch in allen Gebieten gleichzeitig Extrembedingungen ausgesetzt war, galt es noch zu lernen. Daher führten wir Simulationsflüge durch und begleiteten das Projekt als Medical Advisor, um Wissen und Erfahrung zu generieren und das Projekt zu einem sicheren und erfolgreichen Ablauf zu bringen.

 

Waren die kurzen über den Tag verteilten Regerationsphasen genauso erholsam wie der mehrstündige Nachtschlaf?

Die Schlafforschung hat gezeigt, dass die Erholung in mehreren über den Tag verteilten Phasen sogar effizienter ist als der Nachtschlaf an einem Stück. Wir Mediziner nennen dies den mehrphasischen oder polyphasischen Schlaf. Für diese Technik der Erholung existieren verschiedene Ausdrücke wie Power Naps, Cat Naps oder Turboschlaf. Das Gehirn und der Körper können sich wiederholt regenerieren, wenn die Ruhephasen über den Tag verteilt sind. Unser gewohnter Nachtschlaf ist ein vom Licht-Dunkel-Rhythmus sowie von kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren geprägtes Phänomen, nach dem wir unsere Arbeits- und Schlafzeiten ausgerichtet haben.

 

Welche Probleme behandeln Sie im Zentrum für Schlafmedizin Hirslanden?

Zu einer schlafmedizinischen Abklärung kommen Patienten mit den verschiedensten Schlaf-Wach-Störungen: Angefangen bei Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten, über Schlafwandeln, nächtliche Bewegungsstörungen, Schnarchen, Zähneknirschen bis zu chronischem Schlafmangel und Problemen mit Tagesschläfrigkeit. Wenn organische Ursachen für die schlaf-bezogenen Beschwerden ausgeschlossen werden konnten, geht es oftmals darum, mit dem Patienten gesunde Schlafgewohnheiten zu finden, die optimal auf seinen individuellen Schlafrhythmus abgestimmt sind.

 

Wie lange muss ein Mensch schlafen?

Der Schlafbedarf kann von Mensch zu Mensch zwischen 4 und 11 Stunden variieren. Die meisten Menschen benötigen 7 bis 8 Stunden Schlaf. Das individuelle Mass ist angeboren, wir können unser Bedürfnis an Schlaf nicht beliebig verändern. Ein gesunder Schlaf ist äusserst wichtig. Er erhält unsere Leistungsfähigkeit, unsere Urteilsfähigkeit, unsere Kreativität und unsere sozialen Kompetenzen.

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