Prostatakrebs - Behandlung / Prognose

Die Wahl der geeigneten Therapie ist abhängig vom Stadium der Erkrankung. Deshalb sollten vor einer Entscheidung weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um z.B. den Befall von Lymphknoten oder bereits vorhandene Metastasen zu erkennen. Hierzu muss die Prostata selber durch die Untersuchung durch den Arzt, Ultraschall und mehrere Biopsien abgeklärt sein. Desweiteren werden bildgebende Methoden, um Lymphknotenmetastasen zu sehen oder auszuschliessen, vorzugsweise ein Computertomogramm des Bauches angewandt. Fernmetastasen sucht man beispielsweise mit einem Lungen-Röntgenbild und wegen der Häufigkeit von Knochenmetastasen mit einer sogenannten Skelettszintigraphie. Ein weiterer Faktor, welcher die Behandlung beeinflusst, ist das Bild, welches der Krebs unter dem Mikroskop abgibt. Man unterscheidet gut differenzierte Prostatakrebse (sehen wenig wild aus) von schlecht differenzierten Prostatakrebsen (sehen sehr wild aus). Ein weiterer wichtiger Faktor, welcher die Behandlungsstrategie beeinflusst, ist das Alter des Patienten.

 

Therapien der frühen Tumorstadien

Ist ein Prostatakrebs auf die Drüse beschränkt und liegen keine Metastasen vor, weder in Lymphknoten noch in der Ferne, stellt sich die Frage einer Heilung, sei es durch die Operation oder durch eine Bestrahlung. Eine grosse Schwierigkeit bei der Wahl der besten Therapieform ist der Umstand, dass je älter ein Patient wird, umso häufiger ein Prostatakrebs gefunden wird, welcher so wenig fortgeschritten ist, dass es noch viele Jahre brauchen würde, bis der Patient daran sichtlich erkrankt. Bei der Diagnosestellung versucht man also abzuwägen, wie gross das Risiko ist, dass der vorliegende Krebs im Laufe der nächsten Jahre tatsächlich wachsen wird, sodass der Patient Beschwerden bekommen wird.

 

Um dies abschätzen zu können, braucht man eine Vorstellung, wie gross der Krebsknoten in der Drüse ist und ob er gut, mittelgradig oder schlecht differenziert ist. Daraus lässt sich eine Prognose erstellen. Haben wir es mit einem Patienten zu tun, welcher über 70 Jahre alt ist, einen sehr kleinen und gut differenzierten Prostatakrebs hat, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass er im Laufe der folgenden 10 – 20 Jahre daran erkrankt derart klein, dass sich eine Behandlung wie Operation oder Bestrahlung nicht lohnt, da das Risiko von Nebenwirkungen zu gross ist im Vergleich zum Risiko der Krebskrankheit. Am anderen Ende dieses Spektrums wäre ein deutlich jüngerer Patient mit einem eher aggressiveren Tumor, so dass klar ist, dass er im Laufe des Lebens an dieser Krankheit leiden wird, wenn man nichts dagegen unternimmt.

 

Als Behandlungsmöglichkeit mit Heilungsaussicht steht die radikale Entfernung der Drüse unter Mitnahme der Samenbläschen oder die Bestrahlung zur Wahl. Welche Methode man anwendet, muss mit jedem Patienten individuell besprochen werden. Die Operation hat den Vorteil, dass es sich um einen einmaligen Eingriff handelt, von dem man sich in den folgenden 2 -3 Wochen erholen kann. Hat ein Patient zusätzliche Erkrankungen wie beispielsweise eine Herzschwäche oder ein Lungenproblem, sodass eine Narkose gefährlich erscheint, würde man eher zur Bestrahlung raten. Diese zieht sich über mehrere Wochen hin und verursacht eher gegen Ende der Behandlung Nebenwirkungen wie beispielsweise Durchfall. Bei beiden Methoden besteht ein Risiko der Impotenz und Inkontinenz.

 

Therapien der fortgeschrittenen Tumorstadien

Überschreitet der Krebs bereits die Organgrenze oder liegen befallene Lymphknoten beziehungsweise Fernmetastasen vor, besteht keine Chance mehr, durch die oben erwähnten Behandlungen eine Heilung zu erzielen. Je nachdem, ob schon Beschwerden vorliegen, ist der Zeitpunkt der Behandlungsaufnahme dringender oder man könnte damit noch etwas zuwarten. Fast alle Prostatakrebse sind beeinflussbar, wenn man ihnen das Testosteron (männliches Sexualhormon) entzieht. In den meisten Fällen kommt es zu einer deutlichen Rückbildung der Krankheit, welche durchaus jahrelang anhalten kann. Es gibt mehrere Methoden, wie man einen Hormonentzug bewerkstelligen kann. Die einfachste und günstigste Massnahme ist es, das Hodengewebe, welches das Testosteron produziert, operativ auszuschälen. Diese als Orchiektomie bezeichnete Behandlung ist gerade bei Patienten mit sehr fortgeschrittener Krankheit und schmerzhaften Skelettmetastasen oft innerhalb weniger Tage ausserordentlich erfolgreich. Die Schmerzen können sehr schnell verschwinden.

 

Die Operation kann somit durch eine Hormonspritze umgangen werden. Dabei nutzt man den Umstand, dass die Testosteronproduktion über ein zweites Hormon (LH) gesteuert wird, welches in der Hypophyse (eine Drüse, die beim Gehirn sitzt) produziert und von dieser ausgeschüttet wird. Eine Hormonspritze, welche man alle 3 Monate verabreicht, führt zu einer Entleerung der Hypophyse und damit zum Verlust des Testosteron stimulierenden Hormons LH. Fehlt das LH, so stellt der Hoden die Testosteronproduktion ein, ohne dass man das dortige Gewebe entfernen muss. Eine dritte Möglichkeit der Hormonbehandlung ist es, den Angriffspunkt des Testosterons am Gewebe und somit auch an den Krebszellen zu blockieren. Es gibt Tabletten, welche dies bewerkstelligen können. Dieses Medikament setzt sich auf den sogenannten Hormonrezeptor wie ein Schlüssel in ein Schlüsselloch und verdrängt somit das Testosteron von seinem Wirkungsort.


Wie oben erwähnt ist eine Hormonbehandlung auch bei sehr fortgeschrittenen Prostatakrebskrankheiten oft über viele Jahre ausserordentlich erfolgreich. Leider entwickeln sich aber im Laufe der Zeit Krebszellen, welche dieser Manipulation entwischen und sich trotz des Testosteronentzugs vermehren können. Dies führt dazu, dass die Krankheit unter der Hormontherapie wieder zunimmt und Beschwerden auftreten. Wir sprechen dann von einem hormonresistenten Prostatakrebs und es stellt sich die Frage nach einer Chemotherapie. Chemotherapie bedeutet den Einsatz von Medikamenten (Zytostatika), welche Krebszellen angreifen und ihre Vermehrung blockieren. Es gibt mehrere solche Zytostatika. Seit 2004 wendet man vorzugsweise das Medikament Docetaxel an. Man verabreicht dieses Zytostatikum als Infusion alle 3 Wochen über etwa 1 Stunde, oder alternativ wöchentlich in kleinerer Dosis.

 

Wie bei allen Chemotherapien kann es zu Nebenwirkungen kommen. So bremst man die Blutproduktion, was zu einem Abfall der weissen Blutkörperchen und der Blutplättchen führen kann, was wiederum ein erhöhtes Risiko für Infektionen und Blutungen mit sich bringt. Des Weiteren muss man mit Haarausfall rechnen. Zudem können die Schleimhäute angegriffen werden, was zu Geschmacksveränderungen, brennenden Augen oder auch Durchfall führen kann. Bei monatelangem Einsatz bilden sich gelegentlich Wasseransammlungen (Ödeme) im Gewebe oder auch Flüssigkeitsansammlungen in Körperhohlräumen aus. Ein weiteres Problem sind manchmal Kribbelgefühle vor allem in den Händen und Füssen, bedingt durch eine Nervenschädigung durch das Docetaxel, wenn man es schon längere Zeit angewendet hat.

 

Trotz all dieser Nebenwirkungen profitiert die Mehrheit der Patienten von der Chemotherapie, da es gelingt, die Tumorkrankheit wieder zurückzudrängen, wodurch Symptome gelindert werden. In der Regel kann man einen Prostatakrebs mit einer solchen Chemotherapie während einigen Monaten in Schach halten. Allerdings wird es über kurz oder lang auch gegen Docetaxel zu einer Resistenz kommen und die Krankheit wird wieder zunehmen. Es stellt sich dann die Frage des Einsatzes von anderen Zytostatika, was mit jedem Patienten individuell besprochen werden muss.


Wenn Metastasen, vor allem solche in Knochen, zu umschriebenen Schmerzen führen, ist auch die Bestrahlung eines solchen Befundes oft sehr hilfreich. Selbstverständlich setzt man auch Schmerzmittel ein, welche wiederum individuell den Bedürfnissen des Patienten angepasst werden müssen. Als weitere Möglichkeit der Behandlung von Knochenablegern gibt es eine nuklearmedizinische Therapie. Hier spritzt man eine Substanz ins Blut, welche sich in den Knochenherden ansammelt und von dort direkt die Krebszellen bestrahlt. Zudem gibt es inzwischen eine Reihe von Medikamenten, die den Knochen härter machen und damit das Fortschreiten der Knochenmetastasen behindern.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auch bei einem sehr fortgeschrittenen Prostatakrebs zahlreiche Therapiemöglichkeiten bestehen und man damit das Leben des Patienten ohne Zweifel verbessern und auch verlängern kann.

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