"Da muss ich halt positiv denken"

Werden Sie auch hellhörig, wenn Sie den Satz hören: „Da muss ich halt positiv denken“? Oft höre ich anlässlich von Seelsorgebesuchen Patienten diesen Satz aussprechen, nachdem sie mir gerade vorher ihre Krankengeschichte und ihren Leidensweg mit ihrer Erkrankung erzählt haben. Manchmal frage ich zurück, was die Betreffenden unter positivem Denken verstehen. Manchmal schweige ich auch einfach oder höre sehr aufmerksam auf die Sprache, die sie sprechen, wenn sie erzählen. Dabei frage ich mich immer wieder, ob denn positives Denken uns Menschen wirklich dazu verhelfen kann, neue Lösungswege für Situationen zu finden, in denen wir uns fühlen, als seien wir mit unserem Verhaltensrepertoire in eine Sackgasse geraten.

 

Sicherlich, unsere Art zu denken, prägt unsere Wahrnehmung von der Welt, von unserem Umfeld und von uns selbst. Es besteht ein Unterschied darin, ob ich vielleicht denke, dass ich mit meiner Erkrankung für etwas bestraft werde, worum ich mich in meinem bisherigen Leben nicht gekümmert habe, oder ob ich meine Erkrankung als eine Art Herausforderung ansehe, die mich vielleicht aufruft, auf neue Art einmal anders mit mir und der aktuellen Situation umzugehen. Von unserem Denken hängt es schlussendlich ab, wie wir Situationen bewerten und wie wir uns dabei fühlen. So liegt unser Glück ja auch nicht in den Dingen selbst, sondern darin, wie wir diese bewerten.

 

Folgerichtig ist es denn auch, dass unser Denken unsere Entscheidungen und letztendlich unsere Handlungen beeinflusst und bestimmt. Doch beim Vorgang des Denkens werden in der Regel lediglich unsere üblichen Vorstellungsinhalte und Wahrnehmung in einen begrifflichen Zusammenhang gebracht. Neues erschliesst sich aus diesem Vorgang allein wohl nicht. Was also brauchen wir, um in ausweglos erscheinenden Lebenssituationen neuen Lösungsmustern auf die Spur zu kommen? Wie können wir uns einen inneren Raum von Freiheit im Denken und im Fühlen erschliessen?

 

Bei aller positiven Ausrichtung im Lebensalltag, ist es wichtig einzusehen, dass es nicht darum gehen kann, in schwierigen Situationen einfach alles positiv umzudeuten. Es gibt eben halt auch negative Gefühle wie Furcht, Mutlosigkeit oder gar Verzweiflung. Zur Freude im Leben gehört auch der Schmerz, wie zum Licht auch der Schatten gehört. Es gibt das Dunkle, Schmerzhafte und Leidvolle im Leben, das halt gerade in Situationen von Krankheit und dem drohenden Verlust unserer Autonomie seinen Platz einnimmt. Diese Befindlichkeiten und Gefühle gilt es wahrzunehmen und anzuerkennen. Sie zeigen uns, wie wertvoll eigentlich unser Leben ist. Oftmals können wir erst mit dem vom Lebensschicksal erzwungenen Umgang mit dem Schwierigen, das wir alle doch lieber gar nicht hätten, einen Umgang damit lernen. Hier kann sich das Positive Denken ins Spiel bringen. Gelingt es, unsere Befürchtungen und Sorgen um ein mögliches Endresultat eines zu erreichenden Gesundheitszustandes loszulassen und uns auf uns selbst in den nun anstehenden Schritten einzulassen, dann können wir unter Umständen Lebenskräfte in uns mobilisieren, die vorher in unseren geheimsten Befürchtungen und in unserem Sorgen gebunden waren. Nun in einem vielleicht auf neue Art gefundenen inneren Raum von gedanklicher und gefühlter Freiheit und Vertrauen, der uns in der Regel geschenkt wird, wenn wir unsere Vorstellungen und Sorgen loslassen, stehen uns diese Kräfte zur Gesundung zur Verfügung. Herausgefordert von unserem Lebensschicksal und durch die Mobilisierung unserer äusseren wie inneren Kraftquellen finden wir dabei vielleicht heraus, wer wir sind und was wir wirklich zum Leben brauchen.

 

Zürich, 11. Juni 2014

 

 

Ute Monika Schelb

Ref. Seelsorge

Klinik Hirslanden

 

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