Venös

Bei vielen Krankheitsbildern kann es notwendig werden, einen stabilen, sicheren und dauerhaften Zugang zum zentralen venösen Gefässsystem zu schaffen. Typische Situationen sind langdauernde Chemo- oder Antibiotikatherapien.

Zugang zu Blutgefässen

Zum einen kann der Zugang zu Blutgefässen über die Einlage eines sog. Port-a-Cath oder Ports erfolgen. Dieser wird an einem Ende mit einer grossen Vene (z. B. ober Hohlvene) verbunden und weisst am anderen Ende ein gut zugängliches oberflächliches Reservoir auf, welches unter der Haut meist unterhalb des Schlüsselbeines implantiert wird und dort sicher und einfach erreicht werden kann. Der Port liegt vollständig unter der Haut und hat dadurch die geringste Infektionsrate von allen zentralen Venenkathetern.

Implantation eines sogenannten PICC-Katheters (peripherally inserted central venous catheter)

Ein in den USA bereits seit langem etabliertes und in Europa sich erst jetzt ausbreitendes Verfahren ist die Implantation eines sogenannten PICC-Katheters (peripherally inserted central venous catheter).

Die PICC-Line tritt am Oberarm in eine Vene ein. Die Spitze des Katheters liegt zentral in der oberen Hohlvene. Sie zeichnet sich durch eine gegenüber dem üblichen zentralen Venenkatheter, der in die Hals- oder Schlüsselbeinvene eingelegt wird, durch eine deutlich geringere Infektionsrate, weniger Komplikationen bei der Einlage und durch grösseren Patientenkomfort aus.

Sie kann bei geeigneter Pflege Wochen bis Monate benutzt werden und kann bei Beendigung der Therapie ohne erneuten Eingriff einfach herausgezogen werden.

Reguläre zentrale Venenkatheter (ZVK) und subcutan getunnelte Venenkatheter als weitere Möglichkeit

Neben dem Port-a-cath und dem PICC Katheter besteht zudem die Möglichkeit reguläre zentrale Venenkatheter (ZVK) und auch subcutan getunnelte Venenkatheter einzulegen.

Letztere werden wie ein ZVK eingelegt, laufen aber vor dem Eintritt ins Gefäss durch einen mehrere Zentimeter langen Tunnel im Unterhautgewebe, der die Wanderung (Migration) von Hautkeimem entlang des Katheters reduzieren hilft.

Arteriell

In speziellen Fällen ist es sinnvoll, einen arteriellen Dauerkatheter zu implantieren, z.B. für eine lokale intraarterielle Tumorbehandlung.

Sprechen Sie bei Bedarf mit Ihrem Mikrotherapeuten über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.