Steissbeinfistel (Sinus pilonidalis)

Bei der Steissbeinfistel handelt es sich um einen krankhaften Gang zwischen Haut und Unterhautfettgewebe im Bereich des Gesässspaltes. Dieser Gang kann blind enden oder an mehreren Stellen mit der Haut in Verbindung stehen. Typischerweise sind hier deshalb kleine Hautöffnungen (primäre Pori) sichtbar. Als Ursache des Pilonidalsinus werden abgebrochene Haare gesehen, die im Bereich der Gesässspalte in die Haut einwachsen und dort für eine chronische Entzündung sorgen.

 

Drei verschiedene Formen können unterschieden werden:

  1. Symptomloser Sinus pilonidalis
  2. Chronisch-entzündlicher Sinud pilonidalis
  3. Akut-entzündeter Sinus pilonidalis

Symptome

Der symptomlose Sinus pilonidalis wird von den Patienten nicht bemerkt. Gelegentliche leichte Schmerzen bzw. ein ‚Ziehen‘ können auftreten. Eine Absonderung von Flüssigkeit kommt jedoch nicht vor. Beim chronisch-entzündeten Sinus pilonidalis ist die Absonderung von Flüssigkeit typisch. Selten können ziehende Schmerzen auftreten. Akute Schmerzen und eine tastbare Schwellung sind typisch für den akut-entzündeten Sinus pilonidalis. Die Schmerzen und die Schwellung werden durch einen akuten Abszess (Eiteransammlung) bedingt.  

Therapie

Liegt eine akute schmerzhafte Schwellung im Sinn eines Abszesses (Eiteransammlung) vor, so muss zuerst die Haut im Bereich der Schwellung eröffnet werden, sodass der Eiter abfliessen kann. Dies kann in den allermeisten Fällen in lokaler Betäubung und direkt in der Notfallstation oder beim Hausarzt geschehen. Antibiotika sind in der Regel nicht notwendig. Ist die Infektion dann abgeklungen, so muss in einem 2. Schritt die Steissbeinfistel entfernt werden. Diese Operation kann nach 4-6 Wochen – erneut meist in Lokalanästhesie - und ambulant operiert werden.

 

Eine akut-entzündlicher Sinus pilonidalis mit Abszess (Eiteransammlung) kann in lokaler Betäubung behandelt werden. Eine Operation in Vollnarkose mit Ausschneiden des gesamten Sinus pilonidalis ist nicht zu empfehlen!

 

Die chronisch-entzündete und die nicht-symptomatische Steissbeinfistel werden an unserer Klinik nach einem neuen, gewebesparenden Konzept operiert. Diese Operation kann in über 90% der Fälle ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

 

Die Operation der symptomlosen und der chronisch-entzündeten Steissbeinfistel kann meist mit lokaler Betäubung und ambulant durchgeführt werden. Dabei wird die Fistel sehr sparsam ausgeschnitten. Ein grosszügiges Ausschneiden des Gewebes ist meist nicht gerechtfertigt!

 

Bei der sparsamen Operation wird die Steissbeinfistel zuerst mit blauer Farbe gekennzeichnet, indem blaue Farbe in die Hautöffnungen (primäre Pori) eingespritzt wird. Danach werden die Hautöffnungen ganz sparsam ausgeschnitten. Ebenso sparsam erfolgt die Entfernung der blau angefärbten Fistel im Unterhautfettgewebe. Die kleinen Wunden bleiben danach offen. Ein Zunähen der Wunden erhöht das Risiko, dass die Steissbeinfistel erneut auftritt. Auch sind Wundheilungsstörung bei einem Direktverschluss häufig.

 

Durch diese sehr sparsame Entfernung von Gewebe entstehen entsprechend kleine Wunden, die besser zu pflegen sind und schneller verheilen. Damit verbunden ist auch eine signifikant kürzere Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Diese Operation kann ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Das Risiko, dass die Steissbeinfistel erneut auftritt, liegt bei dieser Methode bei 7%.

 

Dieses neue Konzept widerspricht klar den noch häufig angewendeten Techniken, bei welchen die Steissbeinfistel grossflächig ausgeschnitten wird mit dementsprechend langen Heilungszeiten.  

 

Bei grossen Befunden oder bei Auftreten von Steissbeinfisteln nach bereits erfolgter Operation ist der Hautverschluss mit einem Gewebelappen eine sehr gute Alternative zur offenen Wundbehandlung (sog. Limberg-Lappen). Bei dieser Technik wird die Steissbeinfistel rhombusförmig ausgeschnitten und der entstandene Gewebedefekt mit einem Gewebelappen gedeckt, sodass am Ende keine offene Wunde mehr besteht. Der Vorteil dieser Operation liegt in der fehlenden Notwendigkeit der offenen Wundbehandlung (Verbandswechsel, Ausduschen der Wunde). Die Operation bedingt einen etwa 3tägigen Spitalaufenthalt. Das Sitzen ist für 1-2 Wochen nur eingeschränkt möglich. Die Fadenentfernung erfolgt 2 Wochen nach der Operation. Die Erfolgsrate dieser Operation wird in der Literatur mit 95-100% angegeben.

Häufig gestellte Fragen

Wie muss die Wunde nach der sparsamen Operation gepflegt werden?

Eine offene Wunde muss gut gepflegt werden. Diese Pflege beinhaltet ein tägliches Ausduschen der Wunde (mit der Brause), was 3-4mal pro Tag gemacht werden sollte. Die ersten Tage nach der Operation sollte nach dem Duschen eine feuchte Kompresse in die Wunde eingebracht werden, damit die Wunde nicht austrocknet. Hierfür ist die Hilfe einer 2. Person notwenig (Familienmitglied, allenfalls Spitex). Eine Anleitung zur Wundpflege werden wir Ihnen nach der Operation mitgeben.


Wie kann das Wiederauftreten einer Steissbeinfistel verhindert werden?

Da als Ursache der Steissbeinfistel das Einwachsen von Haaren in der Gesässspalte gilt, ist die Rasur der Gesässspalte zur Prophylaxe eines Wiederauftretens essentiell. Bei starker Behaarung kann die Enthaarung allenfalls bleibend mit dem Laser gemacht werden. In gewissen Fällen wird diese Behandlung von der Krankenkasse übernommen.

Abszess bei Steissbeinfistel: Operationsinformation

Vorbereitung keine
Anästhesie Lokalanästhesie
Operationsdauer   10 Minuten
Spitalaufenthalt ambulant
Arbeitsunfähigkeit          1-2 Tage
Nachbehandlung Ausduschen der Wunde für 1 Woche

Sparsame Operation bei Steissbeinfistel

Vorbereitung keine
Anästhesie Lokalanästhesie
Operationsdauer   30 Minuten
Spitalaufenthalt ambulant
Arbeitsunfähigkeit          7 Tage
Nachbehandlung Ausduschen der Wunde für 1 Woche, Enthaarung

Limberg-Plastik

Vorbereitung keine
Anästhesie Vollnarkose
Operationsdauer   75 Minuten
Spitalaufenthalt 3-4 Tage
Arbeitsunfähigkeit          2-3 Wochen
Nachbehandlung Enthaarung für 3 Monate
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