Schlaganfall

Was ist ein Schlaganfall?

Unter einem Schlaganfall (Hirnschlag) versteht man ein plötzlich auftretendes, neurologisches Defizit, z.B. eine Lähmung einer Körperhälfte, das mindestens 24 Stunden lang anhält. Ein Schlaganfall wird in etwa 5 von 6 Fällen durch eine Durchblutungsstörung (ischämischer Schlaganfall) und in den übrigen Fällen durch eine Blutung (hämorrhagischer Schlaganfall) verursacht.

 

Ursache Blutgerinnsel

Beim ischämischen Schlaganfall wird eine Arterie, die ein bestimmtes Hirnareal versorgt, dauerhaft durch ein Blutgerinnsel verstopft. Dadurch wird das betroffene Hirnareal nach etwa 10 Sekunden in zwei Zonen mit unterschiedlicher Prognose unterteilt: Im Zentrum liegt die am schlechtesten durchblutete Kernzone, die irreversibel geschädigtes Nervengewebe enthält. Darum herum befindet sich die etwas besser durchblutet Penumbra. Sie ist wie die Kernzone funktionell inaktiv, im Gegensatz zu letzterer jedoch nur reversibel geschädigt.

Ausdehnung der Kernzone vermeiden

Die Ausdehnung der Kernzone vergrössert sich mit der Zeit und ersetzt nach einigen Stunden die gesamte Penumbra. Entsprechend ist es das Ziel der Akutbehandlung, möglichst schnell das ursächliche Blutgerinnsel aufzulösen, um die Umwandlung der Penumbra in die Kernzone zu verhindern, damit das neurologisches Defizit des Betroffenen möglichst gering bleibt.

 

Reagieren Sie daher unverzüglich, sollten Sie Symptome eines Schlaganfalls wahrnehmen!

 

Im Alter häufiger

Ein Schlaganfall ist in den westlichen Industrienationen wie der Schweiz die häufigste Ursachen einer Invalidität, die zweithäufigste Ursache eines intellektuellen Abbaus und die dritthäufigste Todesursache. Die Häufigkeit von Schlaganfällen nimmt mit dem Alter zu, ist am grössten bei 80- bis 85 Jährigen und ist wegen der zunehmenden Überalterung grösser als die von Herzinfarkten.

 

Umfassende Abklärung innert wenigen Minuten

Der Hirnschlagpatient erhält im Stroke Center umgehend nach Eintritt eine Blutentnahme, Infusionen werden gelegt, ein EKG wird geschrieben und ein EKG-Monitoring angelegt sowie ein Sauerstoffmessgerät am Finger festgemacht. Danach erhebt der Arzt die Anamnese und untersucht den Patienten. Schliesslich wird das Gehirn mittels Kernspintomographie (MR) und die Hirnarterien mittels MR-Angiographie untersucht, um herauszufinden, ob die Ursache des Schlaganfalls ein Blutgerinnsel oder eine Blutung ist, was für die weitere Behandlung massgebend ist.

 

Die notfallmässig eingelieferten Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall werden vom Rettungsdienst im Stroke Center Hirslanden vorangemeldet. Die ersten Abklärungen und die Überweisung in die Radiologie Klinik Hirslanden zwecks Bildgebung erfolgt innerhalb von wenigen Minuten.

 

Bei Patienten, die direkt ins Stroke Center Hirslanden kommen, erfolgt ebenfalls innerhalb von wenigen Minuten eine Erstabklärung auf der Notfallstation sowie den Zuzug eines Neurologen des Stroke Center Hirslanden.

Behandlung

Auflösung des Blutgerinnsels mittels Medikamenten

Eine Schlaganfallbehandlung sollte so rasch als möglich erfolgen, um die Schädigung des Nervengewebes so klein wie möglich zu halten. Daher ist bei jedem Hirnschlagpatienten die wichtigste Frage, ob bei ihm eine intravenöse Thrombolyse durchgeführt werden kann, welche das ursächliche Blutgerinnsel auflöst. Das Blutgerinnsel auflösende Medikament wird hierbei über eine Vene verabreicht. Die intravenöse Thrombolyse ist nur innert 4,5 Stunden nach Symptombeginn hilfreich.

 

Über einen Katheter vor Ort

Bei etwa 20% der Schlaganfallpatienten, die einen Hirnarterienverschluss wegen eines mindestens 8 mm langen Blutgerinnsels haben, führt die intravenöse Thrombolyse nur in 10-30% zu einer zufriedenstellenden Entfernung des Gerinnsels. Die endovaskuläre Thrombolyse mit Hilfe von Kathetern öffnet diese Verschlüsse viel öfter und schneller. Dabei wird ein Kathe­ter über die Leistenarterie bis in die betroffene Hirnarte­rie vorgeschoben und das Gerinnsel vor Ort entfernt. Die Behandlung wird in der für neuroradiologische Diagnosen und endovaskulären Therapien eingerichteten NeuroSuite durchgeführt.

 

Operativer Eingriff

Bedarf es eines operativen, minimal invasiven Eingriffs werden die entsprechenden Spezialisten entweder bereits in der Notaufnahme oder innerhalb Tagesfrist aufgeboten. Das interdisziplinäre Team setzt sich zusammen aus Neurochirurgen, Kardiologen, Gefässchirurgen und Neuroradiologen. Der Eingriff wird in der BrainSuite, einem Spezial-OP der Klinik Hirslanden, durchgeführt.

 

Verlegung auf die Intensivstation

Nach der neurologischen, internistischen und neuroradiologischen Beurteilung und der Behandlung erfolgt eine Verlegung der Patienten auf die Intensivstation oder auf die Bettenstation mit speziell ausgebildetem Pflegepersonal. Jeder Patient mit einer intravenösen Thrombolyse wird 24 Std. auf der Intensivstation überwacht.

 

Umgehender Beginn der Neurorehabilitation

Die Neurorehabilitation, die bereits am ersten Tag nach dem Eintritt anfängt, ist fester und wesentlicher Bestandteil der Behandlung. Die meisten Schlaganfallpatienten werden nach durchschnittlich 7-10 Behandlungstagen entweder nach Hause mit ambulanter Physio-, Ergo- und Logotherapie oder in eine stationäre Neurorehabilitation entlassen, die meist 4-6 Wochen dauert.

Eine Frage der Lebensqualität

Der Hirnstamminfarkt ist ein besonders schwerer Schlaganfall, der lebenswichtige Funktionen des Gehirnstamms betrifft wie das Schlucken, das Atmen oder das Bewusstsein. Bei sehr schweren, raumfordernden Schlaganfällen ist ein neurochirurgischer Eingriff möglich, eine Güterabwägung jedoch unerlässlich: Ein operativer Eingriff hilft dem Patienten mehrheitlich zu überleben, in der Regel kann er aber nicht mehr selbstständig werden. Vielfach wird in den Angehörigengesprächen mit dem Arzt - der Betroffene ist meist schwer krank und nicht entscheidungsfähig - der gemeinsam getragenen Entschluss gefällt, auf lebensverlängernde Massnahmen wie die genannte neurochirurgische Intervention zu verzichten und eine palliative Behandlung einzuleiten.

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