Funktionen wiederherstellen

Das Becken beherbergt nicht nur verschiedene Organe wie Enddarm, Blase oder die inneren weiblichen Geschlechtsorgane, sondern auch Nerven welche für die Sexualfunktion, die Blasenentleerung, die Entleerung des Dickdarms oder für Bewegungen zuständig sind und auch sensible Informationen der unteren Extremitäten zum zentralen Nervensystem zurück transportieren. Deshalb führen Verletzungen der pelvinen Nerven zu Fehlfunktionen der dort befindlichen Organe, aber ebenso zu Problemen der Bewegung und zu verschiedenen Arten von Schmerzen. So ist seit langem bekannt, dass es nach radikalen beckenchirurgischen Eingriffen zu postoperativen Dysfunktionen des unteren Urinal-Traktes der Blase und des Rektums kommt, verbunden mit dem Verlust diese Organe auf Kommando zu entleeren. Um solche postoperative Komplikationen zu verhindern, wurde die nervsparende Operationstechnik wie oben beschrieben entwickelt. Deshalb sollten die postoperativen Funktionsstörungen auch nicht mehr als schicksalhaft oder als Routinekomplikation nach radikalen Beckeneingriffen hingenommen werden.

 

Nichts desto trotz sind atone Blasen (Verlust die Blase spontan zu entleeren) nach beckenchirurgischen Eingriffen nicht selten und mit der Notwendigkeit die Blase durch Selbst-Katheterismus zu entleeren, verbunden. Auch Inkontinenz-Beschwerden und der Verlust von Sexualfunktionen (wie nach radikaler Prostatektomie) sind häufige Symptome infolge von Verletzungen der Beckennerven.

 

Die medikamentöse Therapie mit Alpha-Blockern kann zwar den Druck des Blasenschliessmuskels reduzieren, eine spontane Entleerung der Blase gelingt jedoch nur, wenn der Blasenmuskel noch nicht überdehnt wurde und einen entsprechend hohen Druck zur Entleerung aufbauen kann. Die Injektion von Botulinum Toxin in den Schliessmuskel stellt eine andere Option dar, allerdings verbunden mit dem Risiko einer Inkontinenz. Die sakrale Nervenstimulation – auch genannt „Interstim-Therapie“ ist eine andere Therapiemöglichkeit. Bei ihr wird eine Stimulationselektrode von aussen durch den Steiss an eine Sakralnervenwurzel gebracht. Hierfür muss eine mehrpolige Elektrode verwendet werden um zu gewährleisten, dass nach der Implantation – welche blind, d.h. ohne direkte Sichtkontrolle erfolgt – eine Stimulation so nahe wie möglich am Nerv stattfinden kann. Diese Methode kann sowohl zur Schmerztherapie als auch zur Behandlungen von Funktionsstörungen der Blase und des Darms angewendet werden. Nachteilig ist jedoch, dass nur eine einzige Nervenwurzel stimuliert werden kann. Ist für die Behandlung die Stimulation mehrerer Sakralnervenwurzeln notwendig, sollte diese Methode nicht angewendet werden.

 

Die Rückenmarksstimulation ist eine Technik, bei der eine multipolare Elektrode auf Höhe des Rückenmarks von aussen durch die Haut eingebracht wird. Diese Methode stellt sicher, dass die elektrische Stimulation in Richtung der Schmerzleitung erfolgt. Sie ist jedoch unspezifisch und ermöglicht keine gezielte Stimulation eines bestimmten Nervs. Die Methode wird in der Therapie schmerzhafter Nervenerkrankungen eingesetzt, ist aber nicht für die Therapie von Funktionsstörungen der Blase oder des Darms geeignet.

 

Die Laparoskopie ist dabei die einzige Technik, die eine exakte Platzierung von Elektroden an die pelvinen Nerven ermöglicht. Diese Operationstechnik wird auch als Laparoskopische Implantation of Neuroprothesis (“LION procedure”) bezeichnet und bedeutet ein selektives Platzieren der Elektroden an die Nerven des Beckens und den Plexus, um so mit verschiedenen Stromparametern die Nerven für Schmerz und/oder Dysfunktionen zur selben Zeit zu neuromodulieren. So ist es mit dem Lion-Procedere an den Sakralplexus möglich, die meisten neuropathischen Schmerzsyndrome (Possover M (2007) The laparoscopic approach to control intractable pelvic neuralgia: from laparoscopic pelvic neurosurgery to the LION technique. Clin J Pain 23: 821-825), Dysfunktionen von pelvinen Organen (wie zum Beispiel chronischer Beckenschmerz, sakrale Radikulopathien, Schmerzen der Pudendal-, Gluteal- und Genitalregion, Dranginkontinenz, überaktive Blase oder Blasen- Inkontinenz) (Possover M (2010) The laparoscopic implantation of neuroprothesis to the sacral plexus for therapy of neurogenic bladder dysfunctions after failure of percutaneous sacral nerve stimulation. Neuromodulation 13: 141-144) oder Schmerzen der unteren Extremitäten (Phantomschmerz, Amputationsschmerz, Spastizitäten und Spasmen der unteren Extremität) zu therapieren. Die Patienten sind dann in der Lage, Blase und Darm mit Hilfe einer Fernbedienung zu entleeren oder den Schliessmuskel zu stimulieren um kontinent zu werden.

 

Sakrales LION-Verfahren

Beim sakralen LION-Verfahren, einer laparoskopischen Operation, ist eine Vollnarkose notwendig. Daher ist bei der Therapie von Blasen- und Darmfunktionsstörungen ein komplexerer Eingriff notwendig als dies bei Implantations-Techniken durch die Haut der Fall ist. Durch den Einsatz dieses Verfahrens ergeben sich aber zahlreiche Vorteile:

  • Die Implantation der Elektrode erfolgt direkt an die Nerven unter Sichtkontrolle.
  • Die Kabel und die Elektroden sind bestens durch den Beckenknochen geschützt.
  • Die Elektroden neigen nicht zur Veränderung ihrer Lage, da tief im kleinen Becken praktisch keine Bewegungen stattfinden.
  • Mit einer einzigen Elektrode können alle Sakralnervenwurzeln einer Seite gleichzeitig oder auch einzeln stimuliert werden, so dass mehrere Funktionsstörungen in einem therapiert werden können.
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