Vorteile und Risiken bei Querschnittlähmung

Die von Prof. Possover entwickelte laparoskopische Implantation von Elektroden an den sakralen Wurzeln zeigt beträchtliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Therapie. Die chirurgische Technik ist minimalinvasiv, benötigt keine Entfernung von Wirbelkörperteilen und erlaubt eine kurze stationäre Behandlung von nur 3 bis 4 Tagen. Zudem befinden sich die Elektroden tief im kleinen Becken und bergen somit ein viel geringeres Verletzungs-, Dislokations- und Infektionsrisiko.

 

Die laparoskopische Elektrodenimplantation ermöglicht:

  • Eine elektrisch kontrollierte Blockade der zum Zentralnervensystem führenden Nerven, was zur Verminderung des Blasendruckes und zu einer Erhöhung der Blasenkapazität führt. Eine Durchtrennung der hinteren Nervenwurzeln ist dabei nicht nötig.
  • Eine elektrisch ausgelöste Blasen- und Stuhlentleerung sowie eine Erektion und Ejakulation.
  • Eine optimale Prophylaxe gegen Wundliegen und Druckgeschwüre im Gesässbereich. Durch die beidseitige Stimulation der Sakralnervenwurzeln werden die Muskeln im Gesäss stimuliert. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der Hautdurchblutung.
  • Eine Implantation von weiteren Elektroden.
  • Eine Implantation ohne Teile der Wirbelkörper entfernen zu müssen.
  • Eine Implantation auf minimalinvasivem Weg. Demzufolge beträgt der Spitalaufenthalt nur wenige Tage im Gegensatz zu mehreren Wochen bei der herkömmlichen Methode.
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