Endometriose

Definition

Eine Endometriose ist eine gutartige, aber schmerzhafte chronische Wucherung der Gebärmutterschleimhaut, dem sog. Endometrium, ausserhalb der Gebärmutter.

 

Die Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen an der viele Millionen Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt leiden. Unvorstellbare Schmerzen, Unfruchtbarkeit und wiederholte chirurgische Eingriffe können dazu führen, dass die betroffenen Frauen kein normales Leben mehr führen können. Bis heute allerdings, wird die Entstehung dieser Erkrankung kontrovers diskutiert. Bei Patientinnen mit dem Verdacht auf eine Endometriose ist der operative Eingriff zur Diagnose häufig unumgänglich, um gleichzeitig auch therapeutische Massnahmen vornehmen zu können. Ziel des operativen Eingriffes ist neben der histologischen Diagnose, alle Endometriosenherde zu entfernen und normale anato-mische Strukturen so gut wie möglich wieder herzustellen. Die Laparoskopie (Bauchspiegelung) ist seit ca. 10 Jahren hierfür das Mittel der Wahl, auch bei schweren Endometriosen mit Beteiligung des Darms oder des Harntraktes. Darüber hinaus stellt die Laparoskopie die einzige Möglichkeit dar, Nerven des Beckens, welche mit Endometriose befallen sind, darzustellen und widerspiegelt so den höchsten Stand der laparoskopischen Chirurgie. Damit sind bei der Laparoskopie die Nerven für die Funktion von Blase, Darm und Sexualität, die tief im Becken verlaufen, mit hoch auflösenden HDTV- Endoskopen sichtbar, was bei der Chirurgie am offenen Bauch bisher nicht der Fall war.

 

Das Ärzteteam des Zentrums für Neuropelveologie & spez. operative Gynäkologie ist auf alle Formen der Endometriose spezialisiert. Für die einfache Form der Peritoneal-Endometriose, ebenso wie für die schweren Formen unter Mitbeteiligung des Darmes, der Blase und der Harnleiter. Weltweit ist das Zentrum bis zum heutigen Tag die einzige Abteilung, welche die Endometriose der Nerven des Beckens therapieren kann.

 

Die Laparoskopie hat sich als Goldstandard für die operative Therapie der Endometriose etabliert. Auch ausgedehnte Erkrankungen unter Einbezug des Darms, der Blase und der Harnleiter können so behandelt werden. Die Therapie der tiefinfiltrierenden Endometriose des recto-vaginalen Raumes ist eine der schwierigsten Formen überhaupt. Diese Form der Endometriose liegt extrem nahe an den Nerven welche die Funktion von Blase, Darm und Sexualität steuern. So kann eine Schädigung dieser Nerven zum kompletten Verlust ihrer Funktion führen. Im schlimmsten Falle können Patienten ihre Blase nicht mehr selbst entleeren und sind auf lebenslangen Selbst-Katheterismus angewiesen. Solche Schädigungen der Beckennerven können nun aber nicht mehr länger als "Schicksalhaft" oder "als Preis für eine optimale operative Sanierung" bezeichnet werden. In der Vergangenheit war es im Rahmen der offenen Chirurgie nicht möglich diese Nerven darzustellen. Dies hat sich nun mit der Laparoskopie geändert. Sie ermöglicht es uns selbst kleinste, fast spinnwebsartige Nerven mit den heutigen technischen Möglichkeiten darzustellen und somit zu schonen.

 

Ist der Sakralplexus (Kreuzbein-Nervengeflecht) beteiligt, tritt sie besonders schmerzhaft in Erscheinung, da dieser Plexus sowohl die meisten Nerven für das Bein als auch alle Nerven für den Beckenboden (Pudendusnerv) beinhaltet. Die betroffenen Patientinnen leiden vor allem während der Menstruation an starken Nervenschmerzen, d.h. an Ischialgien oder Pudendusschmerzen. Aber aus den Wurzeln des Sakralplexus entspringen auch Nerven, die für die Blasen- und Darmentleerung und für die Sinneswahrnehmung der versorgten Organe zuständig sind. Bei Beteilung dieser Nerven, können Missempfindungen entstehen wie z.B. dass die Blase leer bzw. voll ist, obwohl das Gegenteil der Fall ist. Außerdem können Blasenentleerungsstörungen (z.B. Blasenentleerung nur mit Bauchpresse) bzw. Darmentleerungsstörungen (z.B. chronische Verstopfung) auftreten.

 

Die betroffenen Patientinnen werden daher medikamentös behandelt und ihre Schmerzen als idiopathisch, d.h. ohne erkennbare Ursache oder mit unklarer Ursache, eingestuft.

Behandlungsmethode

Bei den schwersten Formen der Endometriose ist die Laparoskopie die Therapiemethode der Wahl, da für die erfolgreiche Behandlung eine mikroskopische Sicht und mikroneurochirurgische Operationsmethoden notwendig sind.

 

Die Laparoskopie ermöglicht selbst kleinste, fast spinnwebsartige Nerven, mit den heutigen technischen Möglichkeiten, darzustellen (Possover M. (2004). Laparoscopic exposure and electrostimulation of the somatic and autonomous pelvic nerves: a new method for implantation of neuroprothesis in paralysed patients? Journal Gynecological Surgery – Endoscopy, Imaging, and Allied Techniques 1: 87-90). Dabei ist es intraoperativ nun auch möglich, sowohl die Funktion als auch die verschiedenen Nerven durch eine intraoperative Elektrostimulation (gut bekannt bei den Neurochirurgen) zu identifizieren. Dies bezeichnen wir als Laparoskopische Neuro-Navigation – Die LANN-Technik (Possover M. (2004). The „Laparoscopic Neuro-Navigation“- LANN: From functionnal cartography of the pelvic autonomous neurosystem to a new field of laparoscopic surgery. Min Invas Ther & Allied Technol 13: 362-367).

 

So konnten wir nachweisen, dass die selektive Darstellung und Schonung der pelvinen parasymphatischen Nerven zu einer deutlichen Reduktion der postoperativen Funktionsstörungen nach radikal pelvinen Eingriffen führt (Possover M. (2005) The „LANN-technique“ to reduce the postoperative functional mobidity in laparoscopic radical pelvic surgery. J Am Coll Surg, 6:913-7). In den letzten 10 Jahren ist es uns in über 1500 Fällen gelungen durch die laparoskopische nervsparende Vorgehensweise auch bei fortgeschrittenen Endometriosen (tiefinfiltrierende Endometriose des recto-vaginalen Raumes, Darm-Endometriose und Nerv-Endometriosen), bei den meisten Patienten die Funktion von Blase und Darm zu erhalten.

 

Die offene Chirurgie ist für diese Operationen der Nervenendometriose, nicht geeignet. Prof. Possover hat verschiedene laparoskopische Techniken auf höchstem Niveau zur Behandlung von Endometriosen an feinen Nerven im kleinen Becken entwickelt. In den zwei weltweit grössten wissenschaftlichen Arbeiten über eine Serie von Endometriosen des Ischias-Nervs, der sakralen Nervenwurzeln und/oder des Pudendusnerv konnten wir beweisen, dass die laparoskopische Operationsmethode eine effektive Methode zur Schmerz- und Langzeit-Rekonvaleszenz darstellt (Possover M. (2007) Laparoscopic neurolysis of the sacral plexus and the sciatic nerve for extensive endometriosis of the pelvic wall. Minim Invas Neurosurg 2007;12:11-4 - Possover M. (2009) Laparoscopic management of endopelvic etiologies of pudendal pain in 134 consecutive patients. J Urol 2009; 181: 1732-1736 – Possover M. (2010).

 

Ist die Endometriose der Beckennerven häufig mit einer tiefinfiltrierenden Endometriose des recto-vaginalen Raumes verbunden, gibt es auch isolierte Formen der Ischias- Nerv- Endometriose (Possover M. (2007) Isolated infiltrative endometriosis of the sciatic nerve: about three cases. Fertil Steril 87: 417-419). Mit der praktischen Konsequenz, dass alle Patienten mit Verdacht auf Endometriose des Ischias-Nerv, auch bei unauffälliger gynäkologischer Untersuchung, Ultraschall und MRI einer laparoskopischen Exploration des Becken-Raumes unterzogen werden.

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