Polyneuropathie

Definition

Die Polyneuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven, die nicht im zentralen Nervensystem gelegenen sind. Für eine Schädigung dieser Nerven gibt es verschiedene Ursachen: z.B. bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Nervenschädigungen durch giftige Substanzen wie Chemotherapie, Drogen und Alkohol, aber auch AIDS.

 

Die Polyneuropathie der unteren Extremitäten

Bei einem Drittel der betroffenen Patienten bleibt die Ursache jedoch unklar. Eine primäre Schädigung der Nervenfasern kann sekundär zu einer Schädigung der Myelinscheiden und damit zu einer Zerstörung langer und kurzer Nerven führen. Die Polyneuropathie beeinflusst sensorische, motorische und vasomotorische Fasern gleichzeitig. Sie ist eine langsam fortschreitende, chronische Erkrankung. Erste Symptome sind meist ein Kribbeln in den Beinen, ein Taubheitsgefühl und eine erhöhte Empfindlichkeit bei Berührungen.

 

Die schmerzhaften Symptome der Polyneuropathie nehmen ihren Ausgang meist in den Zehen und Füssen und können sich über die Waden bis in die Knie ausbreiten. Bei einigen Patienten bleibt die Erkrankung auf die unteren Extremitäten (Füsse und Beine) beschränkt, während sie sich bei anderen Patienten bis zu den Händen ausbreiten kann. Auch Gangstörungen können auftreten: Davon betroffene Patienten sollten im Schlafzimmer und im Bad Nachtlichter installieren, damit sie bei Dunkelheit nicht stürzen. Auftretende, brennende Schmerzen sind typischerweise in der Nacht am stärksten. Polyneuropathien können mit der Zeit auch das autonome Nervensystem beeinflussen, das z.B. für Blutdruck, Herzfrequenz, Speichelfluss, Verdauung oder Blasenentleerung verantwortlich ist.

Behandlungsmethode

Aufgrund der vielfältigen Ursachen für eine Polyneuropathie kann ihre Therapie für den Arzt äusserst schwierig sein. Als erstes sollten die Ursachen gefunden und, wenn möglich, behoben werden. Rezeptpflichtige Medikamente können bei der Behandlung von Bedeutung sein, sollten aber nur im Notfall angewandt werden.

 

Behandlungsmethoden bei Polyneuropathie

Die Behandlung der durch die Polyneuropathie bedingten Schmerzen bleibt eine Herausforderung, weil manche Patienten nicht genügend auf die medikamentöse Therapie ansprechen bzw. zu starke Nebenwirkungen entwickeln. Daher wurden andere Therapieformen getestet. Eine davon ist die elektrische Rückenmarksstimulation. Sie sollte jedoch nur bei Patienten in Betracht gezogen werden, bei denen konventionelle Therapien versagt haben. Etwa 50 Prozent der Patienten, die nicht auf eine herkömmliche Therapie ansprechen, können mit der Rückmarksstimulation erfolgreich behandelt werden. Physikalische Methoden wie die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) und die hochfrequente Muskelstimulation zeigen hingegen nur wenig zufrieden stellende Resultate. Insgesamt ist die Patientenzufriedenheit bei allen Therapieformen noch recht enttäuschend, so dass nach weiteren, neuen Behandlungsoptionen gesucht werden muss.

 

Die von Prof. Possover entwickelte und verwendete Technik besteht in einer direkten elektrischen Stimulation der betroffenen Nerven der verletzten Stelle. Im Vergleich zu den zuvor beschriebenen Techniken handelt es sich hier jedoch um einen vollkommen anderen anatomischen Zugang. Die Wirksamkeit der Nervenstimulation ist nicht nur vom Ausmass der Nervenverletzung abhängig, sondern auch vom Ort der Stimulation. Bei der Rückenmarksstimulation werden die Elektroden auf eine bzw. maximal zwei Sakralnervenwurzeln im Rückenmark platziert. Eine Garantie, ob die Elektroden auch tatsächlich direkten Nervenkontakt haben, gibt es jedoch nicht. Da der Ischiasnerv aus vier oder fünf sakralen Nervenwurzeln besteht, kann die Schmerzinformation entweder nur über einige oder auch über alle Sakralwurzeln zum Zentralnervensystem geleitet werden. Daher ist die Wirksamkeit der Therapie am grössten, wenn alle Sakralwurzeln in die Elektrostimulation einbezogen werden.

 

Im Gegensatz zur Rückenmarksstimulation werden die Elektroden bei der LION-Technik unter endoskopischer Sicht und mit optimaler Vergrösserung genau auf die gewünschte Stelle gesetzt. Sie werden direkt in Kontakt zum Ischiasnerv gebracht und dort platziert, wo sich alle Sakralwurzeln bereits zum Ischiasnerv vereint haben. Dieser Nerv kann laparoskopisch einfach an der hinteren Körperwand ausfindig gemacht werden. Eine ausgedehnte Präparation ist daher nicht notwendig. Das ist deshalb von Bedeutung, da es z.B. bei der Entfernung von Lymphknoten zu starken Verwachsungen des Bindegewebes sowie Lymphansammlungen kommen kann, die wiederum die Funktion der Neuroelektroden beeinflussen können. Je nach dem Schweregrad der Nervenschädigung können die Schmerzen der unteren Extremitäten mit Hilfe der Neuromodulation teilweise oder sogar komplett kontrolliert werden. Ein Wiedererlangen der motorischen und sensiblen Funktionen kann durch die Neuromodulation allerdings nicht erreicht werden. Die Information "Gefühl" kann zwar elektrisch kontrolliert, aber nicht wieder hergestellt werden.

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