Neue Behandlungsmethode bei Prostatakarzinomen

Medienmitteilung vom 31. Oktober 2016

 

Der Prostatakrebs ist mit jährlich 6000 Neuerkrankungen und 1300 Todesfällen der häufigste Krebs bei Männern in der Schweiz. Früherkennung und eine wirksame Therapie sind entscheidend. Neu bietet das Zentrum für Urologie Zürich an der Klinik Hirslanden eine minimal invasive Therapie bei Prostatakrebs an. Die Magnetresonanztomographie wird dabei erstmals mit dem bereits etablierten Ultraschallverfahren des HIFU[1]-Gerätes kombiniert. Diese sehr schonende Behandlungsmethode verspricht Erfolg.

 

Die HIFU-Therapie ist eine moderne Behandlungsmethode, welche die bildgebenden Verfahren mit den Möglichkeiten des therapeutischen Ultraschalls kombiniert. Dieses Verfahren ist bereits etabliert. Neu ist nun, dass das moderne MRI mit dem Ultraschallverfahren des HIFU-Gerätes kombiniert wird. Das Zentrum für Urologie Zürich hat diese Methode im Rahmen einer Beobachtungsstudie in Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Prof. Mark Emberton vom University College London Hospitals erstmals an der Klinik Hirslanden eingeführt.

 

Viele Vorteile für den Patienten

 

Die Methode ist minimal invasiv, hoch präzise, sehr gut kontrollierbar und kommt ohne ionisierende oder radioaktive Strahlung aus. Der unmittelbare therapeutische Effekt erzeugt keine Langzeitschäden, so dass die Behandlung wiederholt werden kann und auch weitere therapeutische Verfahren wie Strahlentherapie oder Operation möglich sind. Der Prostatakrebs kann vom Operateur millimetergenau lokalisiert werden.

 

Risiken werden auf ein Minimum reduziert

 

«Die Risiken für den Patienten werden dank der neuen Therapieform auf ein Minimum reduziert», so Dr. med. Stephan Bauer vom Zentrum für Urologie Zürich. Durch die HIFU-Therapie wird lediglich ein kleiner, von Krebszellen befallener Bereich der Prostata behandelt. Die Vorteile der HIFU-Therapie sind, dass die meisten Risiken und Nebenwirkungen auf einen sehr geringen Prozentsatz reduziert werden können. Insbesondere Inkontinenz und Potenzstörung werden nur sehr selten beschrieben. Der zu behandelnde Bereich des Krebsgewebes wird auf circa 80 bis 90 Grad Celsius aufgeheizt und das Gewebe damit zerstört.

 

Nebst dem Inselspital Bern ist die Klinik Hirslanden derzeit die einzige Klinik, an welcher dieser Eingriff so durchgeführt wird. Alle urologischen Ärzte der Klinik Hirslanden in Zürich bieten dieses Verfahren an.


[1] Hochintensiver fokussierter Ultraschall (englisch high intensity focused ultrasound, HIFU) ist eine medizinische Anwendung von Ultraschall, bei der durch gezielte Bündelung der Schallwellen Gewebe erhitzt und zerstört wird. 

Kontakt

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Die Klinik Hirslanden ist eine der führenden Privatkliniken in der Schweiz und gehört zur Privatklinikgruppe Hirslanden. Modernste Medizin auf universitärem Niveau sowie die konsequente Patientenorientierung bestimmen das tägliche Handeln. Durch die interdisziplinäre Vernetzung erfahrener Fachärzte und das Wissen spezialisierter Kompetenzzentren wird der Patient ganzheitlich und umfassend betreut. Neben der Medizin legt die Klinik grössten Wert auf eine professionelle und individuelle Betreuung durch das Pflegefachpersonal. Komfort und privates Ambiente sowie die ausgezeichnete Leistung der Hotellerie runden das Angebot ab. Mehr Informationen finden Sie unter www.hirslanden.ch. 

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