Allergien

Etwa jedes dritte Neugeborene hat ein erhöhtes familiäres Allergierisiko. Dem Ausbruch der Krankheit kann man vorbeugen. Unter anderem durch die richtige Ernährung im Säuglingsalter.
Allergien sind eine Überreaktion des Körpers gegen an sich harmlose Substanzen wie Eiweissbestandteile. Das Abwehrsystem bildet Antikörper, die auf das Eiweiss reagieren. Bei Säuglingen kommt es dann vor allem zu Haut- und Magen-Darm-Symptomen wie Ausschlägen und Durchfall. Bei den so genannten atopischen Allergien wie Neurodermitis, Asthma und Heuschnupfen spielt die erbliche Veranlagung eine Rolle. Auslöser können Nahrungsmittel, Luftallergene wie Pollen, Tierhaare und Zigarettenrauch, aber auch psychische Faktoren wie Stress sein.

 

Bei vererbbaren Allergien steigt das Allergierisiko eines Kindes abhängig von der Allergiehäufigkeit in seiner Familie. Ist ein Elternteil oder die Mutter und der Vater Allergiker, hat das Kind ein erhöhtes Risiko, an einer Allergie zu erkranken. Bei diesen "Allergierisiko-Kindern“ ist es besonders wichtig, auf die Ernährung zu achten, und zwar von Anfang an. Dadurch kann das Allergierisiko vermindert werden.

 

Allergieprävention

Die beste Allergievorsorge ist die Ernährung mit der Muttermilch. Sie enthält arteigene Eiweisse, die vom Abwehrsystem des Säuglings toleriert werden, aber kaum allergene Substanzen. Muttermilch wird deshalb als allergenarm bezeichnet. Darüber hinaus liefert sie Schutzstoffe wie Antikörper und Nukleotide, die das Abwehrsystem Ihres Kindes in den ersten Lebensmonaten unterstützen und stärken. Zudem enthält sie alle für den Säugling notwendigen Nährstoffe. Stillen Sie deshalb so lange wie möglich.

 

Falls Sie nicht stillen, können Sie eine so genannte HA-Milch verabreichen. Diese hypoallergene Milch ist speziell geeignet für Säuglinge mit Allergierisiko, die nicht oder nicht voll gestillt werden. HA-Milchen entsprechen in der Zusammensetzung weitgehend der Muttermilch. Sie enthalten jedoch anstelle der normalen Milcheiweisse ein durch ein Spezialverfahren vorbehandeltes Milcheiweissgemisch, das speziell zur Allergieprävention geeignet ist.

 

Beginnen Sie mit Beikost frühestens nach vier, besser erst nach sechs Monaten. Führen Sie neue Lebensmittel langsam in den Speiseplan Ihres Babys ein. Falls Ihr Kind auf ein Nahrungsmittel reagieren sollte, können Sie so zurückverfolgen, was die Ursache war.

 

Allergie-Therapie

Leidet ihr Kind bereits an einer Allergie, reichen präventive Massnahmen nicht mehr aus. Zuerst muss der Auslöser der Allergie bestimmt und dann konsequent gemieden werden. Bei Säuglingen ist Kuhmilch der häufigste Grund für Nahrungsallergien. In diesem Fall muss eine spezielle Therapiemilch eingesetzt werden. Das Eiweiss dieser Milch wird durch ein spezielles Verfahren behandelt, so dass es keine Allergenität mehr besitzt.

 

Text von unserem Partner Hero

 

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