In-vitro-Fertilisation (IVF)

Wenn trotz mehrfacher Anwendung einfacherer Behandlungsmethoden keine Schwangerschaft erzielt wird, kann die Eizelle im Reagenzglas künstlich befruchtet werden (In-vitro-Fertilisation, kurz IVF). Eine IVF-Behandlung ist sehr komplex und dauert mehrere Wochen.

 

Um möglichst viele Eizellen gleichzeitig zu gewinnen, wird deren Produktion durch die Eierstöcke mit Hormonen stimuliert. Der Arzt kontrolliert die Grösse und Reife der Follikelzyste im Eierstock nach der Hormonbehandlung mehrmals mittels Utraschall und Hormontests. Sobald die Eizellen befruchtungsfähig erscheinen, wird der Eisprung durch Injektion eines weiteren Hormons ausgelöst. Die befruchtungsfähigen Eizellen werden 36 Stunden später mit Hilfe einer langen, feinen Nadel durch die Scheide entnommen.

 

Am selben Tag wird frische Samenflüssigkeit des Partners im Labor aufbereitet, mit den Eizellen zusammengebracht und in einem Brutkasten kultiviert. Wenn die Befruchtung einer oder mehrerer Eizellen geklappt hat, injiziert der Arzt den zwei Tage alten Embryo mit Hilfe eines dünnen Katheters in die Gebärmutterhöhle der Frau.

 

Ungefähr zwei Wochen später testet der Arzt anhand der Blutwerte mehrmals, ob der weibliche Körper die Schwangerschaft angenommen hat. Allerdings besteht in den folgenden Wochen weiterhin ein erhöhtes Risiko für einen Verlust der Schwangerschaft.

 

zurück zur Übersicht