Schlaf - für Sie und das Baby

Paare erleben während der Schwangerschaft viele verschiedene Veränderungen, von den offensichtlichen körperlichen Veränderungen über emotionale Veränderungen bis zur Übernahme neuer Denkmuster. Diese sind nötig, um Sie auf das Elternsein und die lebenslange Verantwortung und Verpflichtung, die Sie eingegangen sind, vorzubereiten.

Eine der schwierigsten Veränderungen für werdende Eltern ist die Anpassung an den neuen Schlafrhythmus. Studien habe gezeigt, dass Schlafmangel mit verschiedenen medizinischen Problemen in Verbindung gebracht wird, z.B. mit hohem Blutdruck und Konzentrationsschwierigkeiten. Ausserdem kann Schlafmangel auch zu langfristiger Schlaflosigkeit führen.

Ein neugeborenes Baby im Haus zu haben, wird Ihren Schlafrhythmus mit Sicherheit unterbrechen. Wenn Sie aber gut informiert und vorbereitet sind, können Sie die Auswirkungen auf sich selbst und Ihren Partner gering halten. Der Tag- und Nachtrhythmus (innere Uhr) des Babys hat sich noch nicht eingependelt und wenn Sie einige kleine Anpassungen vornehmen, können Sie Schlafstörungen vorbeugen und reduzieren.

Tipps für einen besseren Schlaf
Die Verantwortung für ein Neugeborenes liegt bei beiden Elternteilen. Wechseln Sie sich ab, sodass jeder von Ihnen ein paar Stunden ungestörten Schlaf geniessen kann.

  • Passen Sie Ihren Tagesablauf an und versuchen Sie zu schlafen, wenn das Baby schläft.
  • Fragen Sie Familie und Freunde um Hilfe.
  • Führen Sie „Besuchszeiten“ für Freunde und Familie ein, die in Ihren Tagesablauf passen.
  • Stellen Sie Ihr Telefon auf lautlos und ruhen Sie sich aus, wann immer Sie können.
  • Verfallen Sie nicht zu schnell wieder in den alten Tagesablauf mit Einkaufen, Kochen, Putzen etc.
  • Ruhen Sie sich aus und erholen Sie sich vollständig. Nehmen Sie sich Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen, und eine Beziehung mit Ihrem Baby aufzubauen.
  • Legen Sie ein Einschlafritual fest und bringen Sie Ihrem Baby bei, sich selbst zu beruhigen, statt es zu tragen, zu schaukeln oder zu füttern, damit es einschläft.
  • Legen Sie Ihr Baby ins Bett, wenn es schläfrig, aber noch wach ist.
  • Achten Sie auf Schlafsignale wie Augenreiben, Gähnen etc.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Baby ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen hat. Babys können an warmen Sommertagen viel Wasser verlieren und Dehydrierung kann ein Baby quengelig machen und zu Einschlafschwierigkeiten führen.
  • Versichern Sie sich, dass das Baby eine sichere Schlafposition einnimmt, d. h. auf der Seite oder auf dem Rücken liegt, aber nicht auf dem Bauch.
  • Versuchen Sie nicht, die Schlafenszeit hinauszuschieben, sondern probieren Sie, sie schrittweise vorzuziehen, um den Schlafzyklus zu verlängern.
  • Stellen Sie nachts keinen Augenkontakt mit Ihrem Baby her, da dies seine Herzfrequenz und seinen Blutdruck erhöht und es wacher macht.
  • Stellen Sie tagsüber viel Augenkontakt her, da dies die Entwicklung des Gehirns und den Beziehungsaufbau fördert und das Baby dazu animiert, tagsüber wacher zu sein.

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