Tipps & Tricks für den ersten Brei

Beginnen Sie langsam mit dem Einführen der Löffelmahlzeiten. Ihr Schützling wird Ihnen genau zeigen, wann der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist. Ihr Baby wird interessiert nach Ihrem Essen greifen, den Mund weit aufsperren, wenn es Sie essen sieht und versucht sein, auch etwas davon abzubekommen.

 

Geben Sie ihm aber noch nicht von allem, was Sie selber essen. Der Verdauungstrakt und die Nieren des Babys sind noch nicht reif genug, um die Erwachsenenkost zu verdauen. So wie für uns ein Essen aus einer anderen fremden Kultur etwas Neues und Ungewohntes ist, so gilt dies auch für die Löffelmahlzeit Ihres Kindes. Beginnen Sie deshalb mit einem Brei, der nur wenig Eigengeschmack hat (z. B. Rüeblibrei).

 

Am Anfang wird Ihr Baby vor der Milchmahlzeit nur 2-3 Löffelchen Brei essen. Für diese Miniportionen können Sie selbst zubereitetes, ungesalzenes Gemüsepürée in einem Eiswürfelbehälter einfrieren und in den ersten Tagen portionsweise im Wasserbad oder in der Mikrowelle aufwärmen. Geeignet sind auch fertige Gläsli Mahlzeiten. Erwärmen Sie nur soviel, wie Ihr Kind isst, den Rest können Sie im Kühlschrank während maximal zwei Tagen aufbewahren.

Achten Sie darauf, dass Sie im Abstand von ca. drei Tagen immer nur ein Gemüse nach dem anderen einführen. Falls Unverträglichkeiten auftauchen sollten, können Sie so zurückverfolgen, welches Gemüse die Beschwerden ausgelöst hat.

 

Ihr Kind muss sich zuerst an die neue Konsistenz der Nahrung und an den Löffel gewöhnen. Benutzen Sie deshalb ein flaches Kunststoff-Löffelchen. So kann Ihr Kind den Brei lutschen, was zu Beginn noch einfacher ist als Schlucken. Der Kunststoff fühlt sich für das Kind besser an als Metall. Lassen Sie Ihr Kind mit dem Löffelchen spielen, damit es mit ihm vertraut wird. Nehmen Sie Ihr Kind mit an den Tisch, damit es Sie beim Essen und im Umgang mit Besteck beobachten und bald einmal nachahmen kann.

 

Woche für Woche können Sie nun neue Lebensmittel einführen und andere Breivarianten ausprobieren.

 

Damit alle notwendigen Nährstoffe abgedeckt werden, sollten Sie 2-3 mal wöchentlich etwas Fleisch (30 g) pürieren oder ab und zu ein gut gekochtes Eigelb mit dem Brei servieren. Somit kann Ihr Kind seinen Bedarf an Eisen abdecken, welches zur Blutbildung benötigt wird. Möchten Sie Ihr Kind fleischlos ernähren, können Sie anstelle von Fleisch oder Eigelb auch einen eisenangereicherten Brei geben.

 

Gewöhnen Sie sich an, etwas Pflanzenöl (gut eignet sich Rapsöl) unter den fertigen Brei zu mischen. Je grösser die Portionen werden, steigern Sie von einem auf zwei Teelöffel Rapsöl pro Tag. So erhält Ihr Kind lebensnotwendige Fettsäuren und kann die fettlöslichen Vitamine optimal aufnehmen. Beide spielen eine wichtige Rolle in der Ernährung Ihres Kindes.

 

Salzen Sie die Speisen nicht, denn das Salz kann von den kindlichen Nieren noch nicht ausreichend ausgeschwemmt werden.

 

Text von unserem Partner Hero

 

 

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