Vorsorge

Wenn Sie und Ihr Partner sich entscheiden, ein Kind zu bekommen, können Sie sich körperlich und seelisch am besten auf die Schwangerschaft vorbereiten, wenn Sie einige Regeln und Empfehlungen kennen.

 

Achten Sie schon vor der Schwangerschaft auf Ihre Gesundheit, denn Ihr Körper wird für mindestens neun Monate das Zuhause Ihres Kindes sein. Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders wichtig ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure, die das Risiko auf angeborene Fehlbildungen von Wirbelsäule und Rückenmark (Neuralrohrdefekte) deutlich reduzieren. Folsäure ist vor allem in Blattgemüse, Kartoffeln, Getreide und Leber enthalten. Zusätzlich wird in der Regel die Einnahme eines speziellen Vitaminpräparates empfohlen, das neben Folsäure auch alle anderen Mikronährstoffe enthält, die für die Entwicklung Ihres Kindes von Bedeutung sind.

 

Am besten geben Sie das Rauchen schon vor der Schwangerschaft auf, denn es beeinträchtigt nicht nur Ihre Gesundheit und die Ihres (ungeborenen) Kindes, sondern auch die Fruchtbarkeit von Mann und Frau. Dasselbe gilt für giftige Stoffe in Haushalt und Umwelt (Lösungsmittel, Pestizide, etc.).

 

Mit einem ausgewogenen Fitnessprogramm können Sie sich ebenfalls auf die Schwangerschaft vorbereiten. Eine gute Kondition und ein stabiler Kreislauf helfen, das zusätzliche Gewicht besser zu ertragen und die üblichen Schwangerschaftsbeschwerden zu vermindern.

 

Ärztliche Vorsorge

Vereinbaren Sie schon vor der Schwangerschaft einen Termin bei Ihrem Frauenarzt. Schon jetzt können einige medizinische Risiken erkannt und reduziert werden, die während der Schwangerschaft auftreten könnten. Unter anderem werden Sie die folgenden Themen besprechen:

  • Untersuchung der Gebärmutter
    Mittels einer Tastuntersuchung oder Ultraschall kann die Gebärmutter auf Geschwülste oder Infektionen untersucht werden. Gutartige Myome lassen sich wenn nötig einfach entfernen.
  • Rötelninfektion
    Eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft kann schwere Folgen für Ihr ungeborenes Kind haben. Deshalb wird mittels eines Bluttests untersucht, ob Sie gegen die Krankheit immun sind. Falls Sie noch nicht daran erkrankt und auch nicht dagegen geimpft sind, erhalten Sie die entsprechende Schutzimpfung. In diesem Fall sollten Sie die drei folgenden Monate noch nicht schwanger werden, da der Impfstoff die Entwicklung des Ungeborenen beeinträchtigen könnte.
  • Krebsvorsorge
    Falls der jährliche Krebsabstrich auffällig ist, sollte eine Schwangerschaft verschoben werden, bis der Befund wieder normal ist.

 

Besprechen Sie auch Ihren allgemeinen Gesundheitszustand mit Ihrem Frauenarzt. Falls Sie aufgrund einer akuten oder chronischen Erkrankung behandelt werden, müssen Sie Ihre Medikamente evt. ändern oder Ihre Schwangerschaft verschieben.

 

Tritt trotz mehrmaliger Bemühungen keine Schwangerschaft ein, können Sie mit Ihrem Arzt auch die Möglichkeiten besprechen, um die natürlichen Empfängnischancen medizinisch zu verbessern.