In der interdisziplinären Schmerzmedizin des Medical Center Wankdorf bündeln unsere Spezialistinnen und Spezialisten für Neurochirurgie, Anästhesiologie und Intensivmedizin ihre Erfahrung in moderner Schmerzmedizin.

Leben Sie mit anhaltenden Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder neurologischen Beschwerden? Ein Weg zu mehr Lebensqualität beginnt mit einer präzisen Diagnose und einer individuell abgestimmten Therapie.

Wir verbinden neueste medizinische Verfahren mit einem einfühlsamen, ganzheitlichen Ansatz mit dem Ziel, die Ursache Ihrer Schmerzen zu erkennen und die für Sie beste Behandlung zu finden.

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Unser Behandlungskonzept

Im Mittelpunkt steht die sorgfältige Diagnostik: eine umfassende Anamnese, eine gezielte körperliche Untersuchung und bei Bedarf bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen, MRT oder CT. So finden wir heraus, woher Ihre Schmerzen kommen und können sie somit gezielt behandeln.

Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern aus Physiotherapie, OrthopädieSportmedizinPsychiatrie und Arbeitsmedizin entwickeln wir für Sie einen individuellen Therapieplan. Dabei kombinieren wir konservative, interventionelle und, wo nötig, neurochirurgische Methoden zu einem stimmigen Gesamtkonzept.

Ärztin untersucht Patientin am Rücken

Unsere Behandlungsschwerpunkte

Das Medical Center Wankdorf ist auf modernste Verfahren der Schmerzbehandlung spezialisiert und deckt ein breites Spektrum ab.

Schmerzmedizinische Diagnostik

  • Erstkonsultation und Beurteilung sämtlicher akuter und chronischer Schmerzzustände
  • Interdisziplinäre klinische Schmerzdiagnostik
  • Sonografische Diagnostik bei Schmerzen des Bewegungsapparates, der peripheren Nerven, des Bauchraums (Abdomen) und Brustkorb (Thorax)
  • Beratung und Anpassung schmerztherapeutischer Medikation
  • Indikationsstellung für ergänzende Verfahren wie beispielsweise Physiotherapie oder Akupunktur
Arzt untersucht Patientin mittels Ultraschall an der Schulter

Interventionelle Schmerztherapie

Wenn konservative Methoden nicht mehr ausreichen, können gezielte Eingriffe Schmerzen lindern und die Beweglichkeit wiederherstellen. Unsere interventionelle Schmerztherapie umfasst moderne bildgesteuerte Verfahren, die exakt an der Schmerzquelle wirken.

  • Diagnostische und therapeutische Infiltrationen: Gezielte Schmerzbehandlungen an Wirbelsäule, Gelenken und Nerven unter Röntgen- oder Ultraschallkontrolle
  • Neuromodulation: Hochmoderne Verfahren wie Rückenmarksstimulation (SCS), DRG-Stimulation (Dorsal Root Ganglion) oder periphere Nervenstimulation zur Behandlung von Schmerzzuständen. Diese Verfahren nutzen elektrische Impulse, um die Schmerzverarbeitung und -weiterleitung zum Gehirn zu beeinflussen oder zu unterbrechen; insbesondere hilfreich bei chronischen, therapieresistenten Schmerzen.
  • Ballonkompression: Minimalinvasives Verfahren bei Trigeminusneuralgie, zur gezielten Ausschaltung schmerzleitender Nervenfasern
  • Behandlung von Kopf- und Gesichtsschmerzen: Infiltrationen und neuromodulative Verfahren bei Migräne, Trigeminusneuralgie, Clusterkopfschmerz und anderen Gesichtsschmerzsyndromen
  • Weitere interventionelle Techniken: Kathetertechniken über die Kreuzbeinöffnung (Hiatus sacralis), Infiltrationen von Nervenwurzeln, Facettengelenken und des Iliosakralgelenks (ISG), Behandlungen an zentralen Ganglien, Radiofrequenztherapie zur gezielten Denervation chronischer Schmerzpunkte

Diese Behandlungen sind alle ambulant möglich, d.h. in der Regel können Sie unser Zentrum nach der Behandlung nach 45-90 min wieder verlassen.

Solche Interventionen bieten wir auch regulär in Sedation («kleiner Schlaf» / «Kurznarkose») an. Allerdings ist für manche Interventionen eine gute Kommunikation mit unseren Patientinnen und Patienten wichtig. Angst sollte somit kein Kriterium sein, sich gegen eine solche Therapie zu entscheiden. Bei Sedationen sind die gleichen Nüchternheitsregeln einzuhalten wie für Operationen oder Vollnarkosen (d.h. 6h vor dem Eingriff keine feste Kost, Milch und Säfte; 1h vor dem Eingriff kein Wasser).

Ein weiterer positiver Effekt interventioneller Behandlungen ist, dass in vielen Fällen die bestehende Schmerzmedikation (mit all ihren Nebenwirkungen) deutlich reduziert oder sogar ganz abgesetzt werden kann.

Gerne beraten wir Sie individuell in unseren Räumlichkeiten im Medical Center Wankdorf über die Möglichkeiten im Rahmen unseres Sprechstundenbetriebes.

Konservative Schmerztherapie

Nicht jeder Schmerz muss invasiv behandelt werden. Die konservative Schmerzmedizin umfasst alle nicht-operativen und nicht-invasiven Verfahren zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Mit manueller Medizin, Triggerpunktbehandlung und Dry Needling lösen wir muskuläre Verspannungen, aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und fördern die Beweglichkeit. Ergänzend kommen eine individuell angepasste Medikamententherapie, Physio- und Ergotherapie sowie bei Bedarf multimodale Konzepte zum Einsatz, um Schmerzen nachhaltig zu lindern und die Funktion im Alltag zu verbessern.

Diese Methoden können eigenständig oder begleitend zu interventionellen Therapien eingesetzt werden.

Wirbelsäulenchirurgie und operative Schmerztherapie

Bei Erkrankungen wie Bandscheibenvorfällen, Spinalkanalstenosen oder Wirbelsäuleninstabilitäten kommen moderne, gewebeschonende Operationsverfahren zum Einsatz:

  • Mikrochirurgische Eingriffe:
    Mikrochirurgische Operationen erfolgen unter dem Operationsmikroskop. Dadurch können selbst feinste Strukturen wie Nerven und Rückenmark exakt dargestellt und gezielt entlastet werden. Die Eingriffe erfolgen über kleine Schnitte und ermöglichen ein besonders präzises und sicheres Operieren bei maximalem Schutz des umliegenden Gewebes.
  • Minimalinvasive Techniken:
    Minimalinvasive Verfahren werden über sehr kleine Hautschnitte durchgeführt, häufig unter Einsatz spezieller Instrumente und Kameras (z. B. endoskopische Techniken). Ziel ist es, Muskeln und Weichteile möglichst wenig zu verletzen. Dies führt in der Regel zu geringeren Schmerzen nach der Operation, kürzeren Krankenhausaufenthalten und einer schnelleren Erholung.

FAQ - Häufig gestellte Fragen rund um die Schmerzmedizin

Was ist konservative Schmerztherapie?

Die konservative Schmerztherapie umfasst alle nicht-operativen und nicht-invasiven Verfahren zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen. Neben manueller Medizin gehören dazu eine individuell angepasste Medikamenteneinstellung, Physio- und Ergotherapie sowie bei Bedarf eine multimodale Schmerztherapie. Ziel ist eine nachhaltige Schmerzlinderung sowie die Verbesserung von Beweglichkeit und Lebensqualität.

Was ist interventionelle Schmerztherapie?

Die interventionelle Schmerzmedizin umfasst vor allem gezielte invasive Verfahren zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. Dazu zählen insbesondere bildgestützte Infiltrationen, Nervenblockaden und weitere minimalinvasive Techniken, die direkt an der Schmerzquelle ansetzen. Ziel ist eine präzise und wirksame Schmerzlinderung, insbesondere wenn konservative Massnahmen nicht ausreichend helfen.

Bei Erkrankungen wie Bandscheibenvorfällen, Spinalkanalstenosen oder Wirbelsäuleninstabilitäten kommen zudem moderne, gewebeschonende Operationsverfahren zum Einsatz.

Was ist Neuromodulation?

Neuromodulation ist ein modernes Verfahren, bei dem elektrische Impulse genutzt werden, um die Schmerzverarbietung und -weiterleitung zum Gehirn zu verändern oder zu blockieren. Ein kleiner Impulsgeber, ähnlich einem Herzschrittmacher, wird implantiert und hilft, anhaltende Schmerzen effektiv zu kontrollieren, wenn andere Therapien versagt haben.

Was bedeutet «minimalinvasiv»?

Minimalinvasiv bedeutet, dass ein operativer Eingriff über sehr kleine Hautschnitte und mit speziellen Instrumenten und Kameras durchgeführt wird. Dies schont das umliegende Gewebe, führt zu weniger Schmerzen nach der Operation und ermöglicht eine deutlich schnellere Genesung.

Brauche ich eine Überweisung von meinem Hausarzt?

Eine Überweisung ist erforderlich, wenn Sie in einem Hausarztmodell versichert sind. In allen anderen Fällen ist eine Überweisung hilfreich für wichtige Vorinformationen, aber nicht zwingend notwendig. Kontaktieren Sie uns gerne, um Ihre individuelle Situation zu besprechen.

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