Sport ist ein zentraler Bestandteil einer gesunden körperlichen und psychosozialen Entwicklung. Kinder und Jugendliche haben jedoch andere medizinische Bedürfnisse als Erwachsene – insbesondere während des Wachstums. Die Kinder- und Jugendsportmedizin stellt sicher, dass sportliche Aktivitäten sicher, altersgerecht und gesund ausgeübt werden können.

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Angebot 

Der wachsende Körper ist keine Miniaturversion eines Erwachsenen. Er hat einzigartige Bedürfnisse und Verletzungsrisiken, insbesondere im Bereich der Wachstumsfugen. Unsere Expertise stellt sicher, dass die sportliche Entwicklung gefördert und die Gesundheit nachhaltig geschützt wird – auch bei Kindern mit chronischen Erkrankungen wie Asthma oder Diabetes.

  • Versorgung bei akuten Verletzungen & Überlastungsbeschwerden: Rasche Diagnostik und kindgerechte Therapie, von der Erstversorgung bis zur vollständigen Rehabilitation.

  • Abklärung bei sportbedingten Beschwerden: Genaue Analyse von Herz-Kreislauf- oder Atembeschwerden unter Belastung (inkl. Belastungs-EKG und Spiroergometrie).

  • Begleitung bei Entwicklungs- und Ernährungsfragen: Beratung bei Entwicklungsverzögerungen, Übergewicht oder einem sportbedingt erhöhten Nährstoffbedarf.

  • Prävention & Beratung: Wir helfen jungen Sportlerinnen und Sportlern, ihre individuellen Belastungsgrenzen zu erkennen und entwickeln massgeschneiderte Empfehlungen, um Verletzungen vorzubeugen.

Typische Diagnosen

Bei Kindern und Jugendlichen sind die Diagnosen stark vom Wachstum geprägt. Hier stehen wachstumstypische Überlastungsschäden und Verletzungen der noch nicht geschlossenen Wachstumsfugen im Zentrum.

Wachstumstypische Überlastungsschäden (Apophysitiden)

Hierbei handelt es sich um schmerzhafte Reizungen an den Ansatzstellen grosser Sehnen am noch wachsenden Knochen.

  • Morbus Osgood-Schlatter: Schmerzen und Schwellung unterhalb der Kniescheibe

  • Morbus Sinding-Larsen-Johansson: Schmerzen direkt an der Spitze der Kniescheibe

  • Morbus Sever: Fersenschmerzen am Ansatz der Achillessehne

  • Apophysitis an der Hüfte/am Becken: Schmerzen durch den Zug der Hüft- oder Bauchmuskulatur

Gelenkspezifische Diagnosen im Wachstumsalter

  • Osteochondritis dissecans (OD): Absterben eines Knorpel-Knochen-Areals, am häufigsten am Knie- oder Sprunggelenk

  • Hüfterkrankungen: z.B. Morbus Perthes (Durchblutungsstörung des Hüftkopfes) oder das Abrutschen der Hüftkopf-Wachstumsfuge (Epiphysiolysis capitis femoris)

  • Kniescheibeninstabilität (Patellaluxation): Herausspringen der Kniescheibe

  • Haltungsschwäche und Skoliose: Seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule

Akute Verletzungen

  • Verletzungen der Wachstumsfugen: Knochenbrüche, die durch die noch offene Wachstumsfuge verlaufen und eine spezielle Behandlung erfordern

  • Knöcherne Bandausrisse: Anders als bei Erwachsenen reisst oft nicht das Band selbst, sondern ein kleines Knochenstück am Bandansatz aus

  • Gehirnerschütterung (Commotio cerebri): Eine häufige und ernst zu nehmende Verletzung in Kontaktsportarten

Sportassoziierte internistische Diagnosen

  • Belastungsasthma (Anstrengungsasthma): Atemnot, die bei oder nach sportlicher Aktivität auftritt

  • Eisenmangel: Kann zu Müdigkeit und Leistungsschwäche führen, besonders bei Mädchen im Jugendalter

Häufig gestellte Fragen FAQ

Ab welchem Alter ist eine sportmedizinische Abklärung sinnvoll?

Bereits bei sportlich aktiven Kindern kann eine Abklärung sinnvoll sein, insbesondere bei Leistungssteigerung, Beschwerden oder Wachstumsschüben.

Mein Kind hat eine chronische Erkrankung (z.B. Asthma). Kann es trotzdem Sport treiben?

In den meisten Fällen ist sportliche Aktivität nicht nur möglich, sondern sogar sehr förderlich. Eine kinder-sportmedizinische Abklärung ist hier entscheidend. Wir stellen sicher, dass die Erkrankung gut kontrolliert ist und geben Ihnen und Ihrem Kind konkrete Empfehlungen für eine sichere und freudvolle Teilnahme am Sport.

Sind Wachstumsschmerzen immer harmlos?

Nicht immer. Wiederkehrende oder belastungsabhängige Schmerzen sollten medizinisch abgeklärt werden.

Wie können Verletzungen im Wachstum vermieden werden?

Durch altersgerechtes Training, ausreichende Regeneration und frühzeitige medizinische Abklärung bei Beschwerden.

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