Das dritte Trimester

Nun geht es in den Endspurt. Theoretisch dauert eine Schwangerschaft 40 Schwangerschaftswochen, jedoch ist das nur ein Richtwert.

Für manche werdenden Mütter kann das letzte Trimester sehr anstrengend sein: Die Bewegungsfreiheit wird durch den Babybauch eingeschränkt und es treten Schwangerschaftsbeschwerden auf.

Woche 29

Dichte Kopfbehaarung

Manche Babys besitzen zu diesem Zeitpunkt bereits eine dichte Kopfbehaarung. Sie haben nun viel mehr Flüssigkeit im Körper als noch vor wenigen Wochen. Es ist normal, dass sich ein Teil davon in den Beinen und an den Handgelenken sammelt.

Woche 30

Das Baby trainiert seine Muskeln

In der Gebärmutter ist es sehr eng. Das Kind liegt mit dem Kopf nach unten. Ihr Baby bereitet sich langsam auf das Leben nach der Geburt vor. Die schützende Käseschmiere und der feine Haarflaum auf der Haut verschwinden allmählich.

Woche 31

Das Gehirn kann wichtige Körperfunktionen kontrollieren

In den meisten Fällen liegt Ihr Baby schon mit dem Kopf nach unten und ist bereit, um sich bald ins Becken abzusenken. Sie werden nun womöglich vermehrt Vorwehen haben (Braxton-Hicks-Kontraktionen oder Übungswehen). 

Woche 32

Schluckauf trainiert die Atmung

Die meisten Kinder nehmen ab jetzt ca. 150 bis 200 g pro Woche zu. Ihr Baby hat in dieser Zeit deutlich an Gewicht zugelegt und wiegt mittlerweile rund 1800g.

Woche 33

Fetusstellung

Das Baby senkt sich langsam ins Becken ab. 90% aller Kinder liegen zum jetzigen Zeitpunkt schon mit dem Kopf nach unten. Falls Ihr Kind noch mit dem Kopf nach oben positioniert ist, liegt es in Steisslage (Beckenendlage). Damit es optimal auf die Geburt vorbereitet ist, wird Ihr Arzt in diesem Fall wahrscheinlich versuchen, das Baby mit einer sogenannten „Äusseren Wendung“ zu drehen. 

Woche 34

Tag- und Nacht-Rhythmus

Dank der dünner werdenden Bauchdecke gelangt immer mehr Licht in Ihren Bauch. Das hilft Ihrem Baby, immer besser zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Auch wenn es nur in wenigen Fällen vorkommt, ist es ratsam, sich auf eine verfrühte Geburt vorzubereiten. Packen Sie doch jetzt schon Ihren Klinikkoffer.

Woche 35

Das Baby nimmt den gesamten Bauchraum ein

Das Baby nimmt jetzt den gesamten Bauchraum ein und presst Ihre Lungen zusammen. Dies kann bei Ihnen zu Kurzatmigkeit führen. Ihr Kind nimmt so langsam seine Geburtsposition ein. Auf Sie hat das den positiven Nebeneffekt, dass Sie auf einmal wieder besser Luft bekommen und auch ein eventuelles Magenbrennen nun nachlassen kann.

Woche 36

Die Lunge ist vollständig entwickelt

Die Lunge des Babys ist mittlerweile vollständig entwickelt. Durch das Absenken wird die Muskulatur Ihres Beckenbodens noch stärker belastet. Mit Dehnungsübungen und einer speziellen Beckenbodengymnastik können Sie einer möglichen späteren Blasenschwäche vorbeugen. 

Woche 37

Vollständige Entwicklung

Ihr Kind ist nun vollständig ausgereift, es kann jederzeit zur Welt kommen. Ihr Kreislauf arbeitet auf Hochtouren und vielleicht leiden Sie dadurch vermehrt unter Wallungen.

Woche 38

Weniger Kindsbewegungen

Sie werden Ihr Kind jetzt vermutlich noch weniger spüren, denn es ist in seiner Position im Becken geradezu fixiert. Eine bequeme Körperhaltung zu finden wird in diesem Stadium immer schwieriger. Ihre Muskeln und Bänder sind sehr stark beansprucht, und Ihre Gelenke werden bereits auf die Dehnung bei der Geburt vorbereitet. 

Woche 39

Das Baby liegt in der Geburtsposition

Mit verschränkten Armen und angewinkelten Knien muss sich das Baby regelrecht zusammenrollen, um in Ihrem Bauch überhaupt noch Platz zu finden.  Haben Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten der Schmerzlinderung bei der Geburt informiert?

Woche 40

Weniger Fruchtwasser

Viele Frauen bemerken in diesen Tagen den sogenannten „Nestbauinstinkt“. Dieser plötzliche Energieschub bringt sie dazu, aktiv zu werden und das Umfeld für die Ankunft des Babys vorzubereiten.

Woche 41/42

Einleitung der Wehen

Ihr errechneter Geburtstermin ist bereits verstrichen? Das ist in 40% aller Schwangerschaften der Fall und sollte Sie nicht weiter beunruhigen. Ihr Arzt wird in regelmässigen Abständen Tests durchführen. Er prüft, ob die Plazenta ausreichend arbeitet und Sauerstoff und Nährstoffe für das Kind bereitstellt.