Risikoschwangerschaften

Das Risiko einer Fehlgeburt oder einer veränderten Chromosomenzahl (z.B. Trisomie 21) erhöht sich rein statistisch mit zunehmendem Alter der schwangeren Frau (leicht erhöhtes Risiko ab 30 Jahren, stärker erhöhtes Risiko ab 40 Jahren). Die meisten älteren Frauen bringen aber kerngesunde Kinder zur Welt.

Die folgenden Kriterien können auf eine Risikoschwangerschaft hinweisen:

  • Die Mutter ist älter als 35 Jahre und/oder der Vater ist älter als 45 Jahre
  • Erbkrankheiten in den Familien von Mutter und/oder Vater
  • Auffälligkeiten bei den allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen
  • Zwei oder mehr vorhergehende Fehlgeburten
  • Röteln-Infektion oder Toxoplasmose der Mutter während der Schwangerschaft
  • Einnahme bestimmter Medikamente während der Schwangerschaft
  • Röntgenstrahlung während der Schwangerschaft

Um weitere Risiken auszuschliessen oder zu vermindern, sollten Sie die folgenden Punkte vermeiden:

  • übermässiger Alkoholkonsum
  • rauchen, sowohl aktiv als auch passiv
  • Rohmilchprodukte und rohes Fleisch
  • extreme körperliche Anstrengungen
  • starke Hitze wie Sauna oder Vollbad

Im Einzelfall können spezielle Untersuchungsmethoden angewandt werden, um eine genetische Krankheit des ungeborenen Kindes zu erkennen. Allerdings ist hier eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und Risiken unabdingbar.

 

Screening-Tests

Invasive Untersuchungen