Das Wochenbett umfasst die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt, eine besondere Zeit voller neuer Erfahrungen und Veränderungen. In dieser Rubrik erfahren Sie, was Sie in den ersten Tagen in der Klinik erwartet. Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Tipps rund ums Stillen, lernen Übungen kennen, die Ihnen helfen, wieder zu Kräften zu kommen und erfahren, was es mit dem sogenannten Baby Blues auf sich hat und warum diese Stimmungsschwankungen ganz normal sein können.

Klinikaufenthalt

Nach einer natürlichen Geburt wie auch nach einem Kaiserschnitt müssen Sie mit einer minimalen Aufenthaltsdauer von drei Tagen rechnen. Während dieser Zeit werden Sie und Ihr Kind in der Wochenbett-Abteilung (Maternité) von speziell ausgebildeten Pflegefachpersonal und Fachärzten betreut. Im Privatspital werden Sie täglich von Ihrer persönlichen Gynäkologin oder Ihrem persönlichen Gynäkologen besucht.

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Die Pflegenden führen Sie schrittweise in die Säuglingspflege ein und stehen Ihnen während Ihres ganzen Klinikaufenthalts zur Seite. Erste Versuche haben Sie vielleicht bereits im Rahmen eines Säuglingspflege- oder Geburtsvorbereitungskurses unternommen. Jetzt lernen Sie, Ihr Kind zu versorgen, zu wickeln und zu pflegen, und bald fühlen Sie sich im Umgang mit Ihrem Baby sicher und pudelwohl.

Das Angebot kann je nach Geburtsklinik variieren. Für eine umfassende Übersicht empfehlen wir, die jeweiligen Seiten der einzelnen Geburtskliniken zu konsultieren.

Erste Untersuchungen

Neugeborenes Baby wird von Arzt untersucht

Während Ihres Aufenthalts im Wochenbett erhält Ihr Kind alle nötigen Untersuchungen durch einen Kinderarzt. 

Viele Babys bekommen nach der Geburt eine fast immer harmlos verlaufende, so genannte "Neugeborenen-Gelbsucht". Ab einem bestimmten Grad wird sie auf Anordnung des Kinderarztes mit speziellem, völlig ungefährlichem Licht behandelt (Fototherapie).

Wenn ein Baby besondere medizinische Pflege oder Überwachung braucht, ist es bei unseren Pädiatern und spezialisierten Pflegenden bestens aufgehoben. Die moderne medizintechnische Infrastruktur unserer Kliniken bietet Gewähr für eine grösstmögliche Sicherheit der Neugeborenen.

Unsere Kliniken verfügen über eine moderne medizintechnische Infrastruktur, die eine sichere und optimale Versorgung der Neugeborenen gewährleistet.

Stillberatung

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Die Hirslanden-Kliniken beschäftigen Stillberaterinnen, die Sie unterstützen und Ihnen zeigen, worauf Sie achten sollten. Sie informieren Sie anlässlich einer gemeinsamen Stillberatung und betreuen Sie individuell in Ihrem Zimmer.

Auch nach dem Spitalaufenthalt steht Ihnen die Stillberaterin Ihrer Geburtsklinik oder eine unabhängige Stillberatung bei Fragen und Unsicherheiten zur Verfügung.

Wir empfehlen, die Mahlzeiten nach dem Trinkbedürfnis Ihres Kindes zu richten. Nach kurzer Zeit wird es seinen eigenen Rhythmus von Trinken, Schlafen und Wachsein finden. Die Stillhäufigkeit und die Trinkmenge sind also sehr individuell.

Stillen Sie Ihr Kind mindestens fünf bis sechs Mal innerhalb von 24 Stunden, davon mindestens einmal in der Nacht. Dadurch können Sie Ihre Milchproduktion im gewünschten Mass aufrechterhalten. Nach Bedarf können Sie häufiger stillen.

Wenn Ihr Baby während des Stillens einschläft, so wickeln Sie es. Dadurch wacht es wieder auf, und Sie können mit dem Stillen fortfahren. Nehmen Sie eine für Sie und ihr Kind bequeme Position ein. Unterstützen Sie Ihre Position mit einem Stillkissen oder einem normalen Kissen, um Nacken- und Rückenschmerzen zu vermeiden.

Vor allem während der Wachstumsschübe Ihres Kindes – jeweils im Alter von 2 bis 3 Wochen, 4 bis 6 Wochen und drei bis vier Monaten – hilft häufiges Stillen, die Milchproduktion zu steigern und sie dem wachsenden Bedarf Ihres Kindes anzupassen.

Die meisten Kliniken – und selbstverständlich alle Hirslanden Kliniken – beschäftigen eine Stillberaterin, die Sie während Ihres Aufenthalts, aber auch zu Hause unterstützen und Ihnen zeigen, worauf Sie achten sollten. Auch nach dem Spitalaufenthalt steht Ihnen die Stillberaterin Ihrer Geburtsklinik oder eine unabhängige Stillberatung bei Fragen und Unsicherheiten zur Verfügung.

Rooming-in

Baby schläft in Bettchen

Die Hirslanden Geburtenabteilungen bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihr Baby rund um die Uhr in Ihrem Zimmer zu haben. Auf diese Weise lernen Sie das Wesen Ihres Kindes und seine Bedürfnisse am besten kennen. Wenn Sie sich zwischendurch eine Ruhepause gönnen möchten, kümmert sich unser Pflegefachpersonal im Babyzimmer liebevoll und aufmerksam um Ihr Baby.

Körperhygiene

Handhygiene

In den ersten sechs Wochen nach der Geburt sollten Sie Ihrer Körperhygiene besondere Aufmerksamkeit schenken. In dieser Zeit ist Ihr Körper anfälliger für Infektionen. Wechseln Sie die Monatsbinden häufig und benutzen Sie in der Klinik nach jedem Wasserlösen die Spülflasche für den Intimbereich. Bis der Wochenfluss versiegt, dauert es etwa vier bis sechs Wochen. Wir empfehlen Ihnen auch, sich während dieser Zeit nur zu duschen oder sich zu waschen, und kein Vollbad zu nehmen.

Praktische Tipps in der Stillzeit

Gesund, ausgewogen und allzeit verfügbar: Das Stillen und die Muttermilch haben viele Vorteile. Welche Stillpositionen es gibt, was die Mutter in der Stillzeit beachten soll und was sie tun kann, wenn die Brustwarzen schmerzen, erfahren Sie hier.

Die Muttermilch bietet weit mehr, als immer nur verfügbar zu sein, wenn das Baby Hunger hat und die richtige Temperatur und Zusammensetzung vorzuweisen. Sie hat auch gesundheitliche Vorteile für den Nachwuchs. So haben gestillte Babys weniger Magen-Darm-Probleme, eine geringere Infektionsrate und eine bessere geistige Entwicklung. Ausserdem sinkt das Risiko für Atemwegserkrankungen und Asthma durch das Trinken von Muttermilch. Das Stillen fördert zudem die Mutter-Kind-Beziehung und die Gebärmutterrückbildung der Mutter nach der Geburt.

Jede Frau darf selber entscheiden, ob sie ihr Kind stillen möchte oder nicht.

Nützliche Tipps und Ratschläge rund um das Thema Stillen:

Stillpositionen

Welche Stillposition ist die richtige für Mutter und Kind? Anna-Tina Weber-Tramèr, Hebamme an der Hirslanden Klinik Im Park, erläutert die 7 häufigsten Stillpositionen und gibt Tipps, worauf Sie beim Stillen achten sollen.

Ernährung

Auch in der Stillzeit gilt wie in der Schwangerschaft: nicht für zwei essen, sondern für zwei denken. Wie Sie sich in der Stillzeit gesund und ausgewogen ernähren, erklärt Ernährungsberaterin Sandra Müller.

Brustpflege

Viele Mütter klagen während der Stillzeit über schmerzende und wunde Brustwarzen. Die richtige Pflege ist da besonders wichtig. Im Blog gibt die Hebamme Anna-Tina Weber-Tramèr Tipps zur Brustpflege in der Stillzeit.

Brustschmerzen

Es ist wichtig, dass die Milch beim Stillen gut fliesst. Ist das nicht der Fall, wird die Brust unzureichend entleert. Als Folge fängt die Brust an zu spannen und ist empfindlicher als üblich. Auch Brustschmerzen können in der Stillzeit auftreten. Meist sind diese harmlos. In folgenden Fällen sollten Sie ärztlichen Rat einholen:

  • Anhaltende oder wiederholt auftretende Schmerzen
  • Die Brust ist deutlich gerötet, sehr heiss, geschwollen oder sehr druckempfindlich
  • Bei Fieber, Schüttelfrost oder einem ausgeprägten Krankheitsgefühl
  • Einer Verschlimmerung der Symptome innerhalb von 12-24 Stunden
  • Ein harter, schmerzhafter Knoten bestehen bleibt
  • Eine sich klar abgrenzende, zunehmend schmerzhafte Schwellung entwickelt sich

Sie sollten sofort ärztliche Hilfe suchen, wenn Sie sich sehr krank oder kreislaufinstabil fühlen oder hohes Fieber haben.

Milchstau

Bei einem Milchstau kann die Milch nicht abfliessen und staut sich dadurch in der Brust. Ein Stau der Milch kann zu Rötungen und Erwärmung der betroffenen Stellen führen. Darüber hinaus können knotige, verhärtete Stellen in der Brust auftreten. Auch eine erhöhte Körpertemperatur kann hinzukommen, bleibt jedoch unter 38,4 °C.

In ihrem Blogbeitrag gibt Rahel Schneider persönliche Tipps zur Verhinderung und Linderung von Milchstaus.

Brustentzündung (Mastitis)

Während bei einem Milchstau Beschwerden auf die Brust begrenzt bleiben, treten Krankheitszeichen bei der Brustentzündung (Mastitis) deutlich ausgeprägter auf und können grippeähnlich den gesamten Körper betreffen: Es kommt zu starken Rötungen, Erwärmung und Schmerzen der Brust. Darüber hinaus kann es sein, dass sie sich matt fühlen, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen oder Schüttelfrost auftreten. Auftretendes Fieber kann auf über 38,4 °C steigen.

Weiterführende Informationen zur Mastitis finden Sie in unserem Beitrag Brustentzündung.

Weltstillwoche

Jedes Jahr im September steht das Stillen im Mittelpunkt. Die Weltstillwoche macht auf die Bedeutung des Stillens für die Gesundheit von Mutter und Kind aufmerksam und setzt sich für eine stillfreundliche Gesellschaft ein.

Auch Hirslanden unterstützt Mütter dabei, ihren individuellen Stillweg zu finden – mit fachlicher Begleitung und einfühlsamer Beratung während und nach der Geburt.

Mehr über die Weltstillwoche und Stillförderung Schweiz erfahren

 

Für einen sicheren Babyschlaf

Der plötzliche Kindstod zählt nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen im Säuglingsalter. Wird das Baby richtig gebettet, kann das Risiko für den Kindstod gesenkt werden.

Was ist der plötzliche Kindstod (SIDS)?

Der plötzliche Kindstod bezeichnet das Versterben eines Kleinkinds ohne warnende Anzeichen oder erkennbare Ursache. Ausgelöst wird das sogenannte Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) durch verschiedenen Faktoren, die das Atmen und die natürliche Regulation der Körpertemperatur beeinträchtigen. Ältere Kinder und Erwachsene reagieren darauf unbewusst, indem sie ihre Schlafposition verändern oder aufwachen. Bei einem Neugeborenen sind diese lebenserhaltenden Reflexe noch nicht ausgeprägt, sodass Atmung und Kreislauf kollabieren können.

Zu den Risikogruppen zählen Früh- und Mehrlingsgeborene, Kinder mit anatomischen Entwicklungsstörungen an den Atemwegen und Kinder besonders junger oder sozial benachteiligter Mütter. Deren Belastungsstress kann sich auf das Kind übertragen und SIDS begünstigen.

Wie häufig kommt der plötzliche Kindstod vor?

In der Schweiz versterben jährlich im Schnitt neun Kinder am plötzlichen Kindstod. Das entspricht vier Prozent aller Todesfälle im Säuglingsalter. Etwa 60 Prozent der Betroffenen sind Jungen.

Der plötzliche Kindstod ereignet in den meisten Fällen innerhalb der ersten sechs Lebensmonate (Familienplanung, 2025). Er tritt nur selten nach Vollendung des ersten Lebensjahres ein.

Wie kann das Risiko gesenkt werden?

Dem plötzlichen Kindstod kann vorgebeugt werden, indem darauf geachtet wird, dass das Baby in Rückenlage schläft. Auf weiche Matratzen, Kissen und Stofftiere im Bett sollte verzichtet werden, um eine Überwärmung zu vermeiden. Durch regelmässige Vorsorgeuntersuchungen können mögliche Erkrankungen und Entwicklungsstörungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Darauf sollten Sie beim Babyschlaf achten

Schlafsack

Der "Babyspeck" reguliert die Körpertemperatur des Kindes sehr verlässlich. Gerade in der Nacht benötigt das Baby allerdings eine wärmende Bedeckung, um nicht zu unterkühlen.

Kissen & Decken

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Kissen und Decken sind ungeeignet. Sie sorgen für zu viel Wärme und engen das Baby ein, wodurch es schlechter atmen kann.

Schlafsack

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Der Schlafsack wärmt das Baby gleichmässig und hält Nase und Mund frei.

Schlafposition

Schlafposition

Das Risiko für den plötzlichen Kindstod kann durch die richtige Schlafposition deutlich reduziert werden.

Seitenlage

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In der Seitenlage kann sich die Lunge nicht vollständig entfalten. Dadurch wird die Atmung behindert. In der linken Seitenlage drückt zudem das Körpergewicht empfindlich auf das Herz.

Rückenlage

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Liegt das Baby auf dem Rücken, atmet es frei, weil sich sein Brustkorb weit öffnen kann. Nase und Mund sind nicht versperrt.

Bauchlage

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In der Bauchlage können sich die Lungenflügel nicht ausreichend weiten. Ausserdem ist die Nase in dieser Schlafposition eng an die Matratze gedrückt, was die Atmung beeinträchtigt.

Schlafplatz

Viele junge Eltern möchten ihr Baby auch nachts bei sich haben. Doch zu viel Nähe kann das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöhen.

Elternbett

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Decken, Kissen und nicht zuletzt die Körperwärme der Erwachsenen: Im Elternbett kann das Baby schnell überhitzen.

Babybett

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Liegt das Baby auf dem Rücken, atmet es frei, weil sich sein Brustkorb weit öffnen kann. Nase und Mund sind nicht versperrt.

Ausstattung Babybett

Das Babybett sollte nicht gemütlich, weich und kuschelig eingerichtet sein, denn all das begünstigt einen plötzlichen Kindstod. Besser ist eine Ausstattung, welche die Gesundheit des Babys fördert.

Weiche Matratze

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In einer zu weichen Matratze versinkt das Baby, sodass sich am Rücken und an den Seiten die Hitze stauen kann.

Formstabile Matratze

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Eine formstabile Matratze passt sich der Körperform des Babys an, ohne nachzugeben. So überwärmt das Baby nicht.

Kuscheltiere im Babybett

Baby im Bett mit Stofftieren
Die liebgemeinten Kuscheltiere engen das Baby ein. So staut sich im Babybett die Wärme und die Atemwege können blockiert werden.

Kuscheltiere am Babybett

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Bleiben die Stofftiere ausserhalb des Betts, hat das Baby Platz genug für eine freie Atmung und die Tiere bleiben trotzdem in Sichtweite.

Schlafumgebung

Der Schlafraum sollte eine für das Baby angenehme Temperatur haben. Er muss gut durchlüftet und rauchfrei sein, damit die Atemwege nicht belastet werden.

Überhitzung

Baby Bett mit Heizung
Das Babybett sollte nicht in der Nähe eines Heizkörpers aufgestellt werden, da die zusätzliche Wärme zu einer Überhitzung führen kann.

Ideale Temperatur

Baby im Bett mit Temperaturangabe
Im Schlafraum des Babys sollte eine konstante Temperatur zwischen 18 und 20 Grad herrschen. So wird ein gesunder und erholsamer Schlaf gewährleistet.

Unterkühlung

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In der Nähe eines offenen Fensters sollte das Babybett nicht stehen. Die kühlen Temperaturen kann das Baby nicht ausgleichen. Sogar die scheinbar milde Brise begünstigt eine Atemwegsinfektion.

Baby Blues: Stimmungstief nach der Geburt

In den ersten Tagen kurz nach der Geburt des Kindes befinden sich Mütter oft in einem Gefühlschaos. Sie erleben eine Phase, in der sie sich leer und traurig fühlen. Dabei handelt es sich um den sogenannten Baby Blues.

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Was ist der Baby Blues genau und was sind die Ursachen?

Als Baby Blues oder postpartum Blues bezeichnet man ein kurzfristiges Stimmungstief nach der Geburt, welches in der Regel nur wenige Tage anhält. In dieser Zeit fühlen sich Mütter meist erschöpft, müde und sehr emotional. Jüngste Studien zeigen, dass etwa 50 bis 85 Prozent aller Mütter einen postpartum Blues erleben. Erstgebärende können einen schwereren Baby Blues erleben, weil sie möglicherweise unrealistische Erwartungen an sich selbst haben. Dieser entwickelt sich in der Regel zwischen zwei und vier Tagen nach der Geburt des Babys und verschwindet normalerweise innerhalb von 14 Tagen wieder. 

Die Hauptursache des Baby Blues ist die Hormonumstellung im Körper nach der Schwangerschaft. Die Schwangerschaftshormone Progesteron und Östrogen fallen abrupt ab. Hinzu kommt, dass sich Mütter noch an die neue Lebenssituation gewöhnen müssen, was viel Energie in Anspruch nimmt.

Welche Symptome treten häufig auf? 

Mütter mit Baby Blues zeigen eine allgemein erhöhte Empfindlichkeit, sie sind emotionaler und neigen zu Stimmungsschwankungen. Zu den weiteren Symptomen gehören Energielosigkeit, Schlafstörungen, Angstgefühle, häufiges Weinen ohne erkennbaren Anlass, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwäche.

Wie können Betroffene mit Baby Blues umgehen?

Das Auftreten solcher Symptome während des Wochenbetts kann beängstigend und verunsichernd sein. Sie sind aber nicht unbedingt ein Grund zur Sorge.

Die Symptome klingen in der Regel nach wenigen Tagen wieder ab, weshalb auch keine medizinische Behandlung erforderlich ist. In der ersten Zeit nach der Geburt benötigen Mütter vor allem viel tatkräftige und moralische Unterstützung durch den Partner, die Familie und Freunde. In dieser Phase ist es wichtig, dass Mütter viel Zeit mit dem Baby verbringen, um die Mutter-Kind-Bindung zu stärken. Genauso wichtig ist, dass sie sich auch Zeit für sich selbst nehmen, um Energie zu tanken. 

Was zusätzlich hilft, ist der Austausch mit anderen Müttern, um über die Erlebnisse während des Wochenbetts und Tipps zu sprechen.

 

Klingen die Symptome nach wenigen Wochen nicht wieder ab, spricht man von einer postpartalen Depression oder Wochenbettdepression. In diesem Fall ist es wichtig, dass Mütter sich an ihre Gynäkologin oder ihren Gynäkologen wenden, um sich fachliche Unterstützung zu holen.


Postpartale Depression (Wochenbettdepression) oder Baby Blues?

Viele Frauen erleben nach der Geburt Gefühlsschwankungen: Von Glücksgefühlen mit dem Neugeborenen im Arm bis hin zu plötzlichen Verlustängsten ist viel möglich. Psychologin Dr. Valentina Rauch-Anderegg erklärt den Unterschied zwischen einem Baby Blues und einer Wochenbettdepression und gibt Tipps für den Umgang mit einem solchen Stimmungstief.

Was ist der Unterschied zwischen Baby Blues und Wochenbettdepression?

Die Mehrheit der Frauen erlebt wenige Tage nach der Geburt ein Stimmungstief («Babyblues», «Heultage» oder früher «Milchfieber»), das innerhalb von Stunden oder Tagen wieder verschwindet. Es betrifft 40-80 % der Mütter und muss nicht behandelt werden. Als Wochenbettdepression hingegen bezeichnet man eine depressive Störung mit klarem zeitlichen Zusammenhang zur Geburt (gemäss Klassifikationssystemen gilt der Zeitraum bis einen Monat nach der Geburt), die mindestens zwei Wochen andauert. Das Risiko einer Depression steigt schon während der Schwangerschaft (insbesondere im dritten Trimester). Die Depression kann aber auch später als vier Wochen nach der Geburt einsetzen.

Die postpartale Depression (Wochenbettdepression)

Wie erkenne ich eine Wochenbettdepression?

Die Hauptsymptome einer postpartalen Depression sind folgende:

  • Depressive Verstimmung an den meisten Tagen
  • Interessenverlust und verminderte Freude an der Mehrheit der Aktivitäten

Zusatzsymptome, welche bei einer postpartalen Depression auftreten können:

  • Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme (> 5 %)
  • Schlaflosigkeit oder vermehrter Schlaf
  • Körperliche Unruhe oder Verlangsamung
  • Energieverlust oder Müdigkeit an den meisten Tagen
  • Gefühl von Wertlosigkeit oder unangemessene Schuldgefühle
  • Beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit und kognitive Einschränkungen
  • Wiederkehrende Suizidgedanken

Man spricht von einer postpartalen Depression, wenn während der Dauer von mindestens zwei Wochen eines (oder beide) Hauptsymptome sowie mindestens vier Zusatzsymptome vorhanden sind.

Zusätzlich zu den obgenannten Symptomen sind auch Folgende möglich: 

zwiespältige Gefühle, gar keine Gefühle oder eine ablehnende Haltung dem Kind gegenüber sowie ständige Angst und Sorge um das Kind. Diese Empfindungen können wiederum zu starken Schuldgefühlen von Seiten der Eltern führen. Die postpartale Depression betrifft in der Schweiz etwa jede fünfte Frau und jeden zehnten Mann (Pro Familia Schweiz, 2025) und ist damit keine Seltenheit.

Frischgebackene Eltern leiden vergleichsweise häufig an Schlafmangel, Energieverlust und Konzentrationsstörungen, was die Diagnosestellung erschwert.

Wer ist anfällig für Wochenbettdepression?

Bislang konnte noch nicht abschliessend geklärt werden, warum manche Personen an einer postpartalen Depression erkranken. Dennoch konnten verschiedene Risikofaktoren identifiziert werden, welche die Entstehung einer postpartalen Depression begünstigen. Zu den Risikofaktoren gehören unter anderem:

  • Frühere depressive Episode
  • Empfindlichkeit für hormonelle Umstellungen (wie beispielsweise das prämenstruelle Syndrom)
  • Geringe Partnerschaftszufriedenheit und wenig Unterstützung in der Partnerschaft
  • Ungeplante Schwangerschaft
  • Stress während der Schwangerschaft
  • Finanzielle Schwierigkeiten
  • Unzufriedenheit mit der Wohnsituation

Tipps für den Umgang mit einer postpartalen Depression

Folgende Tipps können Ihnen im Alltag helfen:

Emotionen

Sprechen Sie offen über Ihre Emotionen

Gerade in einer depressiven Phase ziehen sich viele zurück und verschliessen sich. Dieser Umstand erschwert es den Personen im eigenen Umfeld, Unterstützung zu bieten.  In der Folge wenden sie sich oft hilflos von der betroffenen Person ab. Versuchen Sie daher, sich mitzuteilen. Dabei ist es hilfreich, v. a. über die Gefühle zu sprechen, denn dadurch kann Sie der Zuhörer besser verstehen und es fällt ihm leichter, Ihnen passende Unterstützung anzubieten oder gemeinsam mit Ihnen Unterstützungsangebote zu suchen.

Kleine Schritte

Machen Sie kleine Schritte

Den Alltag zu bewältigen kann während der Depression zu einer subjektiv unüberwindbaren Hürde werden. Man sieht nur noch Wäscheberge, ein Kind, das versorgt werden will, die gähnende Leere im Kühlschrank usw. All dies kann Betroffene enorm unter Druck setzen. Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor, denn Sie brauchen Erfolgserlebnisse, um Ihr Selbstvertrauen zu stärken: Setzen Sie sich Ziele, die Ihnen machbar erscheinen, wie zum Beispiel vor 9 Uhr aufstehen, sich die Haare waschen, etwas Warmes essen, einen Kaffee trinken usw.

Schöne Erlebnisse

Notieren Sie schöne Erlebnisse

Während einer Depression wirkt vieles trostlos und die Gedanken fahren Karussell. Der Inhalt der Gedanken dreht sich oft um Negatives (z. B. «Das wird nie besser», «Ich schaff das nie», «Ich bin ein schlechtes Mami / ein schlechter Papi»). Dadurch fühlt man sich noch schlechter.

Schreiben Sie jeden Abend drei schöne Erlebnisse des Tages auf. Dies hilft, den Fokus wieder auf Positives zu lenken und Sie kreieren damit gleichzeitig eine Liste mit Dingen /Aktivitäten, die Ihnen gut tun. So können Sie sich immer an der Liste orientieren, wenn Sie sich mal etwas Gutes tun wollen.

Fachliche Unterstützung

Die Folgen einer postpartalen Depression sind vielschichtig: Betroffene Personen gehen häufiger zum Hausarzt, sind ängstlicher, haben eine geringere Lebensqualität und fühlen sich gestresster als Nicht-Betroffene. Ausserdem fällt es ihnen schwer, die Signale des Kindes korrekt zu deuten und angemessen auf das Kind einzugehen. Allgemein sind Betroffene weniger engagiert im Umgang mit dem Nachwuchs. Dadurch sind auch bei Kindern die negativen Konsequenzen der postpartalen Depression messbar: Sie sind häufiger krank (haben beispielsweise mehr Durchfall und Koliken), haben öfter Schlafprobleme und entwickeln sich emotional und kognitiv ungünstiger (was später beispielsweise zu Schulproblemen oder Beziehungsschwierigkeiten führen kann).

Da postpartale Depressionen oft zu weniger Unterstützung in der Partnerschaft, reduzierter Intimität, Sexualität und zu mehr Streit führen kann, wird auch die Liebesbeziehung der Betroffenen in Mitleidenschaft gezogen. Dies wiederum kann die Aufrechterhaltung der postpartalen Depression begünstigen.

Schämen Sie sich nicht, wenn Sie sich nach der Geburt depressiv fühlen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Gefühle nicht für sich behalten oder sich zurückziehen, sondern offen darüber sprechen, Unterstützung und allenfalls professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Die Behandlung einer postpartalen Depression fällt in den Zuständigkeitsbereich von Psychologinnen und Psychologen respektive Psychiaterinnen und Psychiatern. Eine Behandlung wird gemeinsam geplant und durchgeführt. Es erweist sich als besonders wirksam und nachhaltig, das soziale Umfeld einzubeziehen.

Hilfe anzunehmen ist ein grosser Schritt, der manchmal Überwindung braucht, sich aber sehr lohnt. Haben Sie das Gefühl, an einer postpartalen Depression zu leiden? Dann nehmen Sie Kontakt mit einer Fachperson auf, wie beispielsweise Ihrer Gynäkologin / Ihrem Gynäkologen, Ihrer Hebamme, einer Psychologin / einem Psychologen oder dem Verein Postpartale Depression Schweiz

Dr. Valentina Rauch-Anderegg

Valentina Rauch-Anderegg
Klinische Psychologin und eidg. anerkannte Psychotherapeutin
An der Universität Zürich hat sie im Rahmen der Studie «Paare werden Eltern» ihren Doktortitel erlangt und ihren Post-Doc an der renommierten Harvard Medical School gemacht. In ihrer eigenen Praxis kann sie ihr Wissen direkt anwenden und so Einzelpersonen und Paare kompetent rund um die Themen Schwangerschaft und Elternschaft beraten und begleiten.

Rückbildung

Während der ersten acht Wochen nach der Geburt (Wochenbett) sollten Sie sich körperlich schonen. Versuchen Sie Arbeiten zu delegieren und gönnen Sie sich Ruhephasen. Wenn Sie mit einem Kaiserschnitt entbunden haben, dann heben Sie die ersten sechs Wochen danach keine Lasten über fünf Kilogramm.

Physiotherapeutinnen und -therapeuten zeigen Ihnen spezielle Übungen, damit Sie sich körperlich schneller wieder fit fühlen. Die spezielle Rückbildungsgymnastik hilft, Ihre Bauchmuskulatur zu straffen, den Beckenboden zu stärken und fördert Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden. Achten Sie darauf, den Körper in den ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt nicht unnötig zu belasten.

Während der Schwangerschaft und bei der Geburt wird die Beckenboden- und Bauchmuskulatur stark beansprucht. Deshalb ist die Rückbildung essentiell, um zur gesunden Körperhaltung zurückzufinden und die Muskeln und das Gewebe wieder zu stärken. Unsere Hebammen zeigen, mit welchen Übungen Sie wieder fit werden.

Rektusdiastase nach der Geburt

Während der Schwangerschaft dehnen sich Bindegewebe, Bauchfell und Bauchmuskulatur, um Platz für das wachsende Baby zu schaffen. Dabei weichen die geraden Bauchmuskeln zur Seite und das dazwischenliegende Bindegewebe, Linea alba genannt, wird ausgedehnt. Dadurch entsteht die sogenannte Rektusdiastase. Eine Rektusdiastase kann mit einer geschwächten Körpermitte, einer sichtbaren Vorwölbung des Bauches, Rücken- oder Beckenschmerzen sowie Beckenbodenbeschwerden einhergehen.

Die Behandlung einer Rektusdiastase zielt darauf ab, die tiefe Bauch- und Rumpfmuskulatur sowie den Beckenboden wieder gezielt zu aktivieren und zu stärken. Dabei lernen Frauen, ihre Muskulatur im Alltag richtig einzusetzen und belastende Bewegungen zu vermeiden. Angepasste Übungen unterstützen die Rückbildung und helfen, die Stabilität der Körpermitte wiederherzustellen.

Hebammen sowie spezialisierte Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten begleiten die Behandlung einer Rektusdiastase. Sie beurteilen die Funktion der Muskulatur, zeigen passende Übungen und entwickeln gemeinsam mit Betroffenen ein individuelles Behandlungskonzept.

Für Frauen mit Verdacht auf eine Rektusdiastase bieten wir die Rektusdiastase-Sprechstunde an.

Weiterführende Informationen zur Rektusdiastase erhalten Sie in unserem Blogbeitrag «Rumpfschwäche und Rektusdiastase: Wenn die Mitte verloren geht».

Richtiges Hinlegen, Hinsetzen und Aufstehen

Schützt die Bauchmuskulatur vor zu viel Druck

Auf den Stuhl hinsetzen

  • Bauchnabel einziehen und Beckenboden anspannen.
  • Schrittstellung einnehmen.
  • Blick nach hinten.
  • Mit geradem Rücken hinsetzen.

Vom Stuhl aufstehen

  • Bauchnabel einziehen und Beckenboden anspannen.
  • Schrittstellung einnehmen.
  • Mit geradem Rücken nach vorne beugen.
  • Kräftig mit den Beinen abstossen. 

Ins Bett hinlegen

  • Bauchnabel einziehen.
  • Zur Seite gleiten.
  • Kopf ablegen.
  • Auf den Rücken drehen.

Vom Bett aufstehen

  • Bauchnabel einziehen.
  • Zur Seite drehen. 
  • Mit beiden Händen über die Seite nach oben drücken.

Auf die Matte hinlegen

  • Bauchnabel einziehen.
  • Schrittstellung einnehmen und mit beiden Knien auf die Matte kommen.
  • Zur Seite drehen und mit ausgestreckten Armen auf die Matte gleiten.
  • Auf den Rücken drehen.

Von der Matte aufstehen

  • Bauchnabel einziehen.
  • Zur Seite drehen, Kopf liegen lassen. Bauchnabel bleibt eingezogen.
  • Mit beiden Armen nach oben rücken.
  • Schrittstellung einnehmen und aufstehen.

 

 

Bauchatmung

Bauchatmung aktiviert die gesamte Rumpfmuskulatur und fördert Entspannung.

  • Mit der Einatmung durch die Nase wölbt sich der Bauch.
  • Mit der Ausatmung durch den Mund zieht sich der Bauch zur Wirbelsäule zurück.
  • Die Übung ein paar Mal wiederholen.

Hinweis:

  • Aktiviert den Beckenboden und unterstützt in der Heilungsphase.
  • Die Übung kann entweder im Vierfüsslerstand oder auf dem Rücken durchgeführt werden.

Taschenlampe

Die Taschenlampe mobilisiert den unteren Rücken und den Beckenboden.

  • Becken nach vorne kippen und dabei das Schambein zum Nabel ziehen.
  • Becken nach hinten kippen und Abstand zwischen dem Schambein und dem Bauchnabel vergrössern.
  • Mit ruhiger Atmung die Übung langsam durchführen.

Hinweis:

  • Hilft bei Rückenschmerzen im Kreuzbein.
  • Die Übung kann entweder im Vierfüsslerstand oder auf dem Rücken durchgeführt werden.

Hände entlasten

Diese Übung kräftigt die schrägen Bauchmuskeln.

  • Den Vierfüsslerstand einnehmen und die Hände unterhalb der Schultern platzieren. Die Knie sind unterhalb der Hüften. Gerader Rücken.
  • Abwechselnd das Gewicht aus den Händen nehmen.

Hinweis:

  • Um den Rhythmus zu halten, die Worte „flick-flack-flick-flack“ sprechen.

Beckenlift

Der Beckenlift kräftigt den Rücken und das Gesäss.

  • Bauchnabel einziehen und den Beckenboden anspannen. Rücken bleibt gerade.
  • Becken anheben und kurz halten. Becken wieder zum Boden sinken lassen.
  • Die Übung ein paar Mal wiederholen.

Häufige Fragen zum Wochenbett

Was darf man im Wochenbett nicht tun?

Im Wochenbett sollten Sie Ihren Körper möglichst schonen und sich ausreichend Ruhe gönnen. Vermeiden Sie körperliche Überlastung und delegieren Sie Arbeiten, wenn möglich. Nach einem Kaiserschnitt sollten Sie in den ersten sechs Wochen keine Lasten über fünf Kilogramm heben.

Wochenbett: Warum soll man liegen?

Das Wochenbett dient dazu, dass sich Ihr Körper nach der Entbindung erholen kann. Besonders in den ersten sechs bis acht Wochen sind Ruhephasen wichtig. Gönnen Sie sich Zeit zur Erholung und vermeiden Sie unnötige körperliche Belastungen.

Für die Zeit nach der Geburt: Wie kann sich mein Partner oder meine Partnerin einbringen?

Unterstützung ist auch in der Zeit nach der Geburt besonders wertvoll. Für den Partner oder die Partnerin gilt: Übernehmen Sie Aufgaben im Haushalt, schaffen Sie Ruhe und helfen Sie bei der Betreuung des Babys. Auch emotionale Unterstützung ist wichtig. Offene Gespräche können dabei helfen, Veränderungen und Unsicherheiten gemeinsam zu bewältigen.

Was passiert, wenn eine postpartale Depression nicht behandelt wird?

Eine unbehandelte postpartale Depression kann die Lebensqualität und die psychische Gesundheit der betroffenen Person stark beeinträchtigen. Auch die Partnerschaft und die Beziehung zum Kind können belastet werden. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig Unterstützung und professionelle Hilfe anzunehmen.

Wie erkenne ich eine Rektusdiastase?

Bei einer Rektusdiastase weichen die geraden Bauchmuskeln in der Mitte auseinander. Nach der Geburt kann sich dies beispielsweise durch eine sichtbare Wölbung oder eine Lücke in der Bauchmitte bemerkbar machen.

Wie behandle ich eine Rektusdiastase?

Eine Rektusdiastase kann sich im Rahmen der Rückbildung wieder verbessern. Gezielte Übungen können dabei helfen, die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur zu stärken. Lassen Sie sich von einer Hebamme oder Physiotherapeutin bzw. einem Physiotherapeuten beraten, welche Übungen für Sie geeignet sind.

Postpartale Depression (Wochenbettdepression): Wann sollte ich ärztliche Hilfe suchen?

Wenn eine depressive Verstimmung länger als zwei Wochen anhält, sollten Sie fachliche Unterstützung suchen. Auch bei starker Traurigkeit, anhaltender Angst, Interessenverlust oder wiederkehrenden Suizidgedanken ist es wichtig, rasch Hilfe anzunehmen. Sie müssen diese psychischen Veränderungen nicht allein bewältigen. Holen Sie bei Gedanken an Selbstverletzung sofort Hilfe.

Welche Symptome und Warnzeichen einer Wochenbettdepression treten nach der Geburt auf?

Typische Anzeichen sind anhaltende Traurigkeit, innere Leere, starke Erschöpfung, Schuldgefühle, Ängste, Reizbarkeit, Schlaf- oder Konzentrationsprobleme sowie fehlende Freude oder eine erschwerte Bindung zum Baby.