Auf das Bauchgefühl hören
Mit seinen bis zu acht Metern Länge ist der Darm unser längstes Organ. Nicht umsonst wird er auch als zweites Gehirn bezeichnet: In ihm befinden sich über 200 Millionen Nervenzellen und bis zu 100 Billionen Bakterien. Kein Wunder, dass zwischen einer gesunden Darmflora und der Gesundheit eines Menschen eine enge Verbindung besteht.
Entdecken Sie auf dieser Themenseite faszinierende Fakten über den Darm, wie Sie diesen gesund halten und was die häufigsten Beschwerden und Erkrankungen sind. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen zu Ihrer Darmgesundheit.
Welchen Einfluss hat Darmgesundheit auf unseren Körper?
Unsere Darmgesundheit hat einen grossen Einfluss auf unseren gesamten Körper. Eine gesunde Darmflora und ein ausgewogenes Mikrobiom haben Einfluss auf unsere Verdauung und das Immunsystem. Weiter beeinflussen sie das Gehirn sowie unsere Energielevel.
Ungleichgewichte unserer Darmflora können zu Magenproblemen, Entzündungen oder gar zu chronischen Erkrankungen führen. Darüber hinaus können Lebensmittelallergien, Autoimmunerkrankungen und ein erhöhter Entzündungszustand dadurch auftreten.
Welche Symptome deuten auf eine gestörte Darmgesundheit hin?
Häufige Anzeichen für eine gestörte Darmgesundheit sind Verstopfung, Durchfall, Blähungen oder allgemeine Magenbeschwerden. Auch ein geschwächtes Immunsystem, Müdigkeit oder Entzündungen können auf ein Ungleichgewicht der Darmflora im Dünndarm und Dickdarm hinweisen.
Darmgesundheit-Test: Was steckt dahinter?
Die Darmgesundheit lässt sich über Stuhltests (Mikrobiomanalyse) überprüfen. Dabei werden das Mikrobiom und Darmbakterien untersucht. Auf diese Weise können Ungleichgewichte in der Darmflora erkannt werden, die einen massgeblichen Einfluss auf unsere Verdauung, unser Immunsystem und unseren gesamten Körper nehmen können.
Darmgesundheit fördern: Welche Massnahmen helfen?
Eine gesunde Darmflora lässt sich durch Probiotika, ballaststoffreiche Lebensmittel, ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und eine angemessene Flüssigkeitszufuhr fördern. Darüber hinaus können Sie Ihre Darmgesundheit durch genügend Schlaf und das Vermeiden von Stress unterstützen.
Wie wirkt sich Schlafmangel auf die Darmgesundheit aus?
Ihr Lebensstil und Ihre Darmgesundheit hängen eng zusammen: Das Mikrobiom und das Gleichgewicht der Darmbakterien können durch Schlafmangel gestört werden.
Kann Stress die Darmgesundheit beeinflussen?
Stress kann Ihnen, im wahrsten Sinne des Wortes, auf den Magen schlagen. Er schadet dem Verdauungssystem, stört die Verdauung und kann Entzündungen fördern. Während ein gesundes Mikrobiom dabei hilft, den Körper zu stabilisieren, kann Stress das Gleichgewicht der Bakterien im Darm negativ beeinflussen.
Sie möchten mehr zur Darmgesundheit erfahren? Prof. Dr. med. Stephan Teyssen, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie, erläutert im Gespräch detailliert, wie die Darmflora unsere Gesundheit beeinflusst.
Der Darm: Wussten Sie…?
Vegetarier haben in der Regel ein grösseres Stuhlvolumen als Fleischesser.
Der Dünndarm besitzt ungefähr 4 Millionen Zotten, die ca. 1-1.5 Millimeter lang und 0.5 Millimeter dick sind.
Der Darm verarbeitet im Laufe eines durchschnittlichen Lebens ca. 30 Tonnen Nahrung und 50 000 Liter Flüssigkeit.
Der Darm eines Menschen kann bis zu 8 Meter lang sein. Damit ist der Darm unser längstes Organ.
In einer Darmflora leben ca. 100 Billionen Organismen wie Bakterien, Viren und Pilze.
Die Darmflora besteht aus mehr als 500 verschiedenen Bakterienarten.
Um den gesamten Verdauungstrakt zu durchlaufen, braucht eine Mahlzeit ca. 3 Tage.
Der Darm ist das Zentrum des menschlichen Immunsystems. In ihm befinden sich 70% unserer Abwehrzellen.
Der Dünndarm erneuert rund um die Uhr seine Zellen: Im Schnitt tauscht er alle 2 Tage seine Schleimhaut durch eine neue aus.
Die Darmbakterien wiegen gemeinsam etwa 2 Kilogramm.
Blogbeiträge zum Thema Darmgesundheit
Darmuntersuchungen
Während einer Darmspiegelung kann der Arzt das Darminnere mithilfe einer Kamera untersuchen und auf krankhafte Veränderungen hin kontrollieren. Die Dickdarmspiegelung (Koloskopie) ist eine Untersuchung des Dick- und Enddarms, wohingegen bei der Dünndarmspiegelung (Enteroskopie) der Dünndarm untersucht wird. Da der Dünndarm eines Menschen ca. 3-4 Meter lang ist, ist eine vollständige Dünndarmspiegelung nur möglich, wenn diese von unten und oben durchgeführt wird.
Wie die Darmspiegelungen genau ablaufen: