Darmkrebs

Unter dem Begriff Kolorektales Karzinom werden Darmkrebserkrankungen des Dickdarms, des Enddarms und des Rektums zusammengefasst. Darmkrebs ist die dritthäufigste Krebsart und betrifft vorwiegend Menschen über 50 Jahren. Veränderte Stuhlgewohnheiten und Blut im Stuhl sind die häufigsten Beschwerden bei Darmtumor. Zur Behandlung werden Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt.

Der Dünndarm ist von der Erkrankung seltener betroffen. Daher wird die Erkrankung Darmkrebs umgangssprachlich/alltagssprachlich als Dickdarmkrebs verstanden.

Wie entsteht Darmkrebs?

Frauen und Männer sind etwa gleich häufig von der Art von Krebs betroffen. Ab 50 Jahren steigt das Erkrankungsrisiko deutlich an. Der Dickdarmkrebs entwickelt sich fast ausschliesslich aus kleinen Polypen, so genannten Darmpolypen. Vorbeugende Kontrolluntersuchungen bei Personen mit erhöhtem Risiko sind daher äusserst wichtig. So können diese Polypen frühzeitig entfernt werden.

Risikofaktoren für Darmkrebs

Ein erhöhtes Risiko für Dickdarmkrebs besteht bei folgenden Faktoren:

  • Familiäre Belastung mit Darmkrebs
  • Polypen im Dickdarm
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Übergewicht
  • Wenig Bewegung

Symptome bei Darmkrebs

Ein Krebs im Darm macht dem Patienten lange Zeit kaum Beschwerden oder gar Schmerzen. Wichtige Anzeichen für einen mögliche Krebs im Darm sind: 

  • Veränderte Stuhlgewohnheiten
  • Stuhldrang ohne Entleerung
  • Wechsel von Verstopfung und Durchfall 
  • Blut im Stuhl

Auch Gewichtsabnahme und Müdigkeit können allgemeine Symptome eines Tumors im Darm sein. Eher selten macht sich ein Dickdarmkrebs mit Bauchschmerzen bemerkbar. Bei Auftreten dieser Beschwerden sollte der Patient einen Arzt aufsuchen. 

Wie wird Darmkrebs diagnostiziert?

Zur Diagnose der Krebserkrankung wird eine Dickdarmspiegelung durchgeführt. Von verdächtigen Veränderungen können so Gewebeproben entnommen und eine Krebserkrankung festgestellt werden. Kleinere Dickdarmpolypen können während einer Darmspiegelung gleich entfernt werden.
Zur Früherkennung sind Kontrolluntersuchungen mit Dickdarmspiegelung oder Stuhluntersuchung (Blut) wichtig.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Krebserkrankung. In einem frühen Stadium ermöglicht die chirurgische Entfernung des Darmtumors gute Heilungschancen. Voraussetzung ist, dass der Tumor noch nicht in den Darm eingewachsen ist und noch keine Metastasen gebildet hat.

In einem fortgeschrittenen Stadium des Tumors wird die chirurgische Behandlung mit einer Strahlentherapie oder einer Chemotherapie kombiniert. Mehr zu den chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie im Kapitel Dickdarmoperation.