Atemnot: Erste Hilfe im Notfall

Atemnot beschreibt das Gefühl, nicht genügend Luft zu bekommen. Welche Arten von Atemnot gibt es und was kann man dagegen tun?

Was ist das?

Was ist Atemnot? 

Unter Atemnot versteht man eine von Betroffenen empfundene Luftnot beziehungsweise eine erschwerte Atmung. Es existieren unterschiedliche Arten von Atemnot und die Ursachen sind vielfältig, da bei der Atmung nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz, die Muskeln, das Skelett, das Gehirn und weitere Faktoren beteiligt sind. 

Auch psychische Faktoren wie Stress und Angst können eine Atemnot auslösen. In der medizinischen Fachsprache wird Atemnot auch Dyspnoe genannt. 

Unterschieden wird grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Arten von Atemnot:

  • Belastungsdyspnoe: Die Atemnot entsteht durch körperliche Anstrengung. Insbesondere bei Rauchern und Personen mit Herz-Kreislauferkrankungen oder Lungenerkrankungen wie Asthma, zeigt sich eine belastungsabhängige Dyspnoe. 
  • Ruhedyspnoe: Die Atemnot tritt in Ruhe auf und ist belastungsunabhängig.
  • Orthopnoe: Hierbei handelt es sich um die stärkste Atemnot. Ein tieferes Einatmen ist nur noch durch den Einsatz der Atemhilfsmuskulatur möglich, typischerweise in sitzender Haltung (Kutschersitz). Das Atmen im Liegen ist so gut wie nicht mehr möglich. Eine Orthopnoe sieht man häufig bei Personen mit Herzschwäche/Herzinsuffizienz.

 

Wie erkennen?

Wie erkennt man eine akute Atemnot?

  • Schnelle und flache Atmung oder auffallend tiefe Atmung
  • Blaufärbung der Lippen / der Haut 
  • Kalter Schweiss
  • Todesangst
Was tun?

Was tun bei Atemnot?

Akute Luftnot muss notfallmässig durch den Hausarzt oder auf der Notfallstation abgeklärt werden, um eine gezielte Therapie einleiten zu können. 

Bei akuter und schwerer Atemnot muss wie folgt vorgegangen werden:

  • Notruf 144 alarmieren
  • Betroffene Person beruhigen
  • Betroffene Person soll sitzen oder mit leicht angehobenem Oberkörper gelagert werden
  • Enge Kleider, Krawatten oder Büstenhalter öffnen
  • Für frische Luftzufuhr sorgen
  • Haltungen einnehmen, die das Atmen erleichtern
  • Lippenbremse anwenden