Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Nach den Wechseljahren steigt das Risiko. Wird Brustkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen besser und die Behandlung oft weniger belastend.

Deshalb ist die Hirslanden Klinik St. Anna Teil vom Brustkrebsvorsorgeprogramm des Kantons Luzern. Bei uns können Sie Ihre Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs machen lassen.

Brustkrebs früh erkennen

Brustkrebs kann man nicht verhindern, aber frühzeitig entdecken. Deshalb führte der Kanton Luzern im Juli 2026 ein Brustkrebsvorsorgeprogramm ein. Das Programm richtet sich an Frauen zwischen 50 und 74 Jahren, die im Kanton Luzern wohnen. Sie erhalten alle zwei Jahre eine Einladung für eine Mammographie. Mit dieser Röntgenuntersuchung der Brust können Veränderungen oft schon sehr früh entdeckt werden – häufig bevor Beschwerden oder Symptome auftreten. Wird Brustkrebs früh erkannt, ist die Behandlung oft mit weniger Nebenwirkungen verbunden und die Heilungschancen sind besser. Die Teilnahme am Programm ist freiwillig. Nebst der Klinik St. Anna ist auch das Luzerner Kantonsspital und das Medizinische Radiologie Zentrum MRZ Teil davon.

So läuft der Brustkrebsvorsorgetermin ab

Terminvereinbarung

Vereinbaren Sie Ihren Termin über das Brustkrebsvorsorgeprogramm des Kantons Luzern. Dort können Sie das Institut für Radiologie & Nunklearmedizin Klinik St. Anna als Ort für Ihre Mammographie auswählen.

Vorbereitung

Sie brauchen keine Vorbereitungen zu treffen. Am Tag der Untersuchung sollten Sie aber keine Bodylotion, Hautcreme oder Deo verwenden. Das kann Rückstände auf der Haut hinterlassen und die Qualität der Bilder beeinträchtigen.

Ankunft

Wir begrüssen Sie im Institut für Radiologie und Nuklearmedizin in der Klinik St. Anna. Bitte bringen Sie zum Termin Ihre ID oder Ihren Reisepass sowie die Krankenkassenkarte mit.

Mammographie-Untersuchung

Sie werden von einer Radiologiefachperson abgeholt und während der gesamten Untersuchung begleitet. Für die Mammographie wird Ihre Brust zwischen zwei Platten gelegt und für wenige Sekunden zusammengedrückt. Von jeder Brust werden zwei Bilder in jeweils zwei Positionen gemacht. Die Mammographie alleine dauert 5 bis 8 Minuten. Für den Termin vor Ort sollten Sie insgesamt 20 bis 30 Minuten einplanen. 

Was nach dem Vorsorgetermin passiert

Die Mammographie wird von zwei Radiologie-Fachärztinnen oder -Fachärzten unabhängig voneinander beurteilt (Vier-Augen-Prinzip). Das Ergebnis erhalten Sie innerhalb von wenigen Arbeitstagen per Post vom Kanton Luzern.

Unauffälliger Befund

Es sind keine weiteren Untersuchungen notwendig. Sie werden vom Kanton Luzern im Rahmen des Brustkrebsvorsorgeprogramms in zwei Jahren wieder zur nächsten freiwilligen Mammographie eingeladen.

Abklärungsbedürftiger Befund

Bei einem abklärungsbedürftigen Befund sind weitere Untersuchungen empfohlen, um Brustkrebs definitiv auszuschliessen. Das zuständige Radiologie-Institut oder Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt wird Sie kontaktieren.

Die zusätzliche Abklärung erfolgt in zwei Schritten:

  • Zunächst wird die Brust mit Ultraschall untersucht oder eine zusätzliche Röntgenaufnahme erstellt. Meistens lassen sich die Unklarheiten mit diesen bildgebenden Methoden klären. 
  • Nur in wenigen Fällen ist für die abschliessende Beurteilung zusätzlich eine Biopsie notwendig. 

Häufig gestellte Fragen

Was passiert bei einer Mammographie?

Für die Mammographie wird Ihre Brust zwischen zwei Platten gelegt und für wenige Sekunden zusammengedrückt. Durch den Druck wird das Gewebe auseinandergezogen. Nur so kann die Ärztin oder der Arzt wie durch eine dünne Schicht hindurchsehen und winzige Veränderungen entdecken, die sonst versteckt bleiben könnten. Ausserdem wird dadurch die Strahlenbelastung halbiert. Von jeder Brust werden zwei Bilder in jeweils zwei Positionen gemacht. Die Mammographie alleine dauert 5 bis 8 Minuten. Für den Termin vor Ort sollten Sie insgesamt 20 bis 30 Minuten einplanen. 

Tut eine Mammographie weh?

Bei Frauen mit empfindlichen Brüsten kann ein leichter Druck entstehen. Das ist normal und schadet der Brust nicht. 

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Die Strahlenbelastung bei der Mammographie ist sehr gering. Die genutzten Geräte entsprechen dem neusten Stand der Technik und werden kontinuierlich überwacht.

Was ist wenn ich Brustimplantate habe? Kann ich trotzdem eine Mammographie machen lassen?

Auch Frauen mit Brustimplantaten können eine Mammographie durchführen lassen. Allerdings reichen die Bilder oft nicht zur vollständigen Beurteilung aus. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Gemeinsam können Sie klären, ob eine Mammographie für Sie geeignet ist oder ob eine andere Untersuchungsmethode (MR-Mammographie) zur Früherkennung besser wäre.

Wie kann ich mich auf die Mammographie-Untersuchung vorbereiten?

Sie brauchen keine Vorbereitungen zu treffen. Am Tag der Untersuchung sollten Sie aber keine Bodylotion, Hautcreme oder Deo verwenden. Das kann Rückstände auf der Haut hinterlassen und die Qualität der Bilder beeinträchtigen.

Was kann ich selber tun, um Brustkrebs früh zu erkennen?

Einmal pro Monat sollte jede Frau ihre Brüste selber abtasten. Es ist die einfachste Methode, um Veränderungen der Brust zu erkennen. Das ersetzt aber keine regelmässige Mammographie. In ein Frühstadium verursacht der Krebs im Allgemeinen keine Beschwerden. Wenn Sie Veränderungen bemerken, zum Beispiel eine Verhärtung, eine Einziehung der Haut oder der Brustwarze, sollten Sie dies von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt kontrollieren lassen.

Wie unterscheidet sich die Mammographie im Brustkrebsvorsorgeprogramm zu den bisherigen Mammographien (angemeldet durch Frauenärzt*innen oder Hausärzt*innen)?

Wenn Ihre Frauenärztin, Ihr Frauenarzt oder Ihre Hausärztin bzw. Ihr Hausarzt eine Mammographie verordnet, wird standardgemäss die modernste 3D-Mammographie (Tomosynthese) gemacht. Häufig wird zusätzlich ein Ultraschall durchgeführt, vor allem bei einer sogenannten dichten Brust. Im Anschluss an die Untersuchung bespricht die Ärztin oder der Arzt die Ergebnisse direkt mit Ihnen. Sie können die Aufnahmen anschauen und bekommen einen ausführlichen schriftlichen Befund. Die Krankenkasse bezahlt diese Untersuchung nicht immer vollständig. Wenn Sie keine Zusatzversicherung haben, wird der Betrag in der Regel Ihrer Franchise angerechnet.

Anders ist es beim Brustkrebsvorsorgeprogramm des Kantons Luzern: Frauen, die im Kanton Luzern wohnen, können eine Mammographie im 2D-Verfahren machen lassen. Diese Untersuchung erfolgt ohne das neuste 3D-Verfahren und ohne zusätzlichen Ultraschall. Es findet kein persönliches Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt statt. Sie erhalten einige Tage später einen verkürzten schriftlichen Befund. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse und die Franchise wird nicht belastet. Sie bezahlen nur den Selbstbehalt von 15 Franken. Frauen zwischen 50 und 74 Jahren erhalten alle zwei Jahre automatisch eine Einladung zur Untersuchung. Auch Frauen über 74 Jahren können weiterhin eine Mammographie ohne Belastung der Franchise machen lassen.

Wo finde ich Antworten auf meine Fragen zum kantonalen Brustkrebsvorsorgeprogramm?

Haben Sie Fragen zum Brustkrebsvorsorgeprogramm des Kantons Luzern? Auf der Programm-Webseite des Kantons Luzern finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie Kontaktmöglichkeiten.

Kann ich am kantonalen Brustkrebsvorsorgeprogramm teilnehmen, wenn ich erst kürzlich eine Mammographie gemacht habe oder familiär vorbelastet bin?

Informieren Sie sich auf der Webseite des Brustkrebsvorsorgeprogramms des Kantons Luzern über die Voraussetzungen für die Teilnahme.