Das Spezialgebiet des Gastroenterologen umfasst die Speiseröhre, den Magen und den Darmtrakt des Menschen, ebenso die Leber mit der Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse. Oft behandelte Krankheitsbilder dieses Fachgebiets sind etwa Hämorrhoiden, der Leistenbruch oder Morbus Crohn.
Besonders wichtig für Gastroenterolog:innen sind die Vertrautheit mit den verschiedenen Untersuchungsmethoden, die bei diesen Organen angewendet werden. Speiseröhre, Magen und Darm lassen sich z.B. durch eine Endoskopie (Spiegelung) untersuchen. Dabei wird ein Schlauch z.B. durch die Speiseröhre in den Magen eingeführt, an dessen Ende sich eine kleine Kamera befindet. Die Aufnahmen werden dann auf einen Bildschirm übertragen. Gastroenterolog:innen beurteilen diese Bilder und stellen eine entsprechende Diagnose. Das gleiche gilt für Bilder von der Leber, die z.B. mit Ultraschall gemacht werden können.
Zur Behandlung der Erkrankungen wählen Gastroenterolog:innen Medikamente oder eine Operation. Für chirurgische Eingriffe arbeiten sie eng mit Viszeralchirurg:innen zusammen. Auch bei Patient:innen beraten sie, z.B. wie sie sich in Zukunft ernähren sollten.