Fortpflanzung

Verhüten und empfangen

Die Abläufe und Funktionen, die für die Entstehung eines neuen Lebens verantwortlich sind, grenzen an ein Wunder der Natur, und sind das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels des weiblichen und des männlichen Körpers. Wenn Sie und Ihr Partner sich ein Kind wünschen, werden Sie sich automatisch mit dem Thema Fortpflanzung und Fruchtbarkeit auseinandersetzen.

 

Ein Kind entsteht, sobald eine männliche Samenzelle die weibliche Eizelle befruchten kann. Dafür ist aber eine ganze Reihe biologischer Abläufe nötig. Die Kette ist störungsanfällig, und deshalb ist eine rasche Schwangerschaft nicht selbstverständlich. Werden Sie deshalb nicht unruhig, wenn Sie nach einigen Monaten noch nicht schwanger sind – eine Wartezeit von einem Jahr ist nicht ungewöhnlich.

 

Der Facharzt spricht von unerfülltem Kinderwunsch bzw. Sterilität, wenn ein Paar während eines Jahres ungeschützten Verkehr hat und trotzdem keine Schwangerschaft eintritt. Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Seite Unerfüllter Kinderwunsch.

 

In der Regel produziert der weibliche Körper einmal im Monatszyklus reife Eizellen. Die fruchtbaren Samenzellen (Spermien) des Mannes müssen ungefähr zum Zeitpunkt des Eisprungs auf die Eizelle treffen, um eine Schwangerschaft auszulösen. Die Eizelle bleibt ungefähr 24 Stunden befruchtungsfähig, die Spermien überleben im weiblichen Körper zwischen zwei und drei Tagen. Daraus ergibt sich ein Zeitraum von drei bis vier Tagen für einen zeugungsfähigen Geschlechtsverkehr: er beginnt zwei bis drei Tage vor dem Eisprung und endet 24 Stunden danach.

 

Bestimmung der fruchtbaren Tage

Es gibt verschiedene Methoden, um die fruchtbaren Tage mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit zu bestimmen:

 

Mittels unseres Eisprungrechners können Sie Ihre fruchtbaren Tage mit Hilfe Ihrer persönlichen Daten (Zyklusdauer und erster Tag der letzten Menstruation) ungefähr berechnen. Natürlich basiert das Resultat der Berechnung auf Durchschnittswerten und garantiert keine Schwangerschaft.

 

Die weibliche Körpertemperatur steigt normalerweise ein bis zwei Tage nach dem Eisprung um einigen Zehntel Grad Celsius. Messen Sie Ihre Körpertemperatur täglich zum gleichen Zeitpunkt (am besten am Morgen nach dem Aufstehen) und tragen Sie sie in ein spezielles Kurvenblatt ein. Aufgrund der Temperaturkurven können Sie den wahrscheinlichen Zeitpunkt Ihres nächsten Eisprungs bestimmen.

 

Diese Basaltemperaturmethode kann übrigens mit dem Einsatz eines Zykluscomputers unterstützt werden, wie er auch zur Verhütung eingesetzt wird. Einige Zykluscomputer können Ihren Eisprung auch aufgrund der Hormonwerte in Ihrem Urin bestimmen.

 

Der Zervixschleim im Gebärmutterhals verändert seine Beschaffenheit während des Zyklus mehrmals. Nach der Monatsblutung produzieren die Drüsen wenig bis keinen Schleim, später einen dickflüssigen und kurz vor dem Eisprung einen flüssigen, klaren Schleim, der den Transport von Spermien durch den Gebärmutterhals zur Eizelle erleichtert. Mit etwas Übung können Sie die Beschaffenheit und damit Ihre fruchtbaren Tage erkennen.

 

Wenn die Körpertemperatur und die Beschaffenheit des Zervixschleims kombiniert betrachtet werden, erhöht sich die Zuverlässigkeit der errechneten Daten.

 

Laden Sie die Fruchtbarkeitstabelle herunter, um Ihre Messdaten einzutragen und Ihre fruchtbaren Tage zu berechnen.