Handeln im Notfall - Was tun bei Misstritt?

Sei es bei der Arbeit, in der Freizeit oder beim Sport: Ein Misstritt ist schnell passiert. Was kann man selber dagegen tun und wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Misstritt (Fuss umgeknickt): Erste Hilfe im Notfall

Was ist das?

Was ist ein Misstritt?

Der Grund für einen Misstritt ist meistens ein unbedachtes Auftreten, sei es beim Sport oder in der Freizeit. Häufig wird durch das Umknicken des Fusses das Sprunggelenk verletzt. Auch Prellungen, Verstauchungen, ein Bänderriss oder sogar Brüche können die Folge von einem Fehltritt sein. 

 

 

 

Was tun?

Was tun nach einem Misstritt?

Gleich nach dem Umknicken ist es wichtig, richtig zu handeln. Die PECH-Regel beinhaltet vier Sofortmassnahmen, die den Schmerz lindern und die Schwellung reduzieren: 

  • Pause: 
    Sofort nach dem Umknicken darf keine weitere Belastung mehr erfolgen.
  • Eis:
    Sorgen Sie so rasch wie möglich für Kühlung der betreffenden Körperstelle. Eis soll wegen möglichen Erfrierungen nicht direkt auf die Haut aufgelegt werden. Ein mit Stoff umwickelter Beutel mit Eiswasser ist optimal. Kaltes Wasser oder kaltnasse Tücher sind eine gute Alternative. 
  • Compression: 
    Nach genügender Kühlung muss ein satter Verband mit einer elastischen Binde von den Zehen her über den Knöchel gewickelt werden. Anschliessend von aussen weiterkühlen. 
  • Hochlagern:
    Eine konsequente Hochlagerung des Fusses wirkt einer zusätzlichen Schwellung entgegen.
Wann zum Arzt?

Wann bei Misstritt zum Arzt?

In vielen Fällen heilt die Verletzung nach einem Misstritt von selber, vorausgesetzt das betreffende Körperteil wird für einige Tage geschont. Bei folgenden Symptomen sollte jedoch der Hausarzt aufgesucht werden:

  • Die Körperstelle ist stark geschwollen oder es ist ein Bluterguss vorhanden.
  • Die betroffene Person verspürt ein Knacken oder Reissen.
  • Das Fussgelenk ist nach dem Umknicken instabil. 
  • Starke Schmerzen in Ruhe oder beim Auftreten.