Uterusmyom-Embolisation

Anstatt Myome oder gar die ganze Gebärmutter operativ zu entfernen, wird bei der Uterusmyom-Embolisation die Blutzufuhr zu den Knoten gestoppt. Dafür ist ein minimalinvasiver Eingriff notwendig, der unter örtlicher Betäubung stattfindet und zirka 60 bis 90 Minuten dauert. 

„Aushungern“ der Myome
Die Interventionelle Radiologin oder der Interventionelle Radiologe führt lediglich einen ein bis zwei Millimeter grossen Stich in der Leistengegend durch. Dann werden über einen dünnen Plastikschlauch (Katheter) sandkorngrosse, biologisch verträgliche Kunststoffpartikel mit dem Blutfluss in die dünnen Gefässverästelungen der Myome eingebracht. Dies hat zur Folge, dass die Blutzufuhr geblockt und die Nährstoffzufuhr und Lebensader der Myome verschlossen wird. Dadurch werden die Knoten in der Gebärmutter quasi ausgehungert und verkümmern.

Schnelle Besserung spürbar
Nach einer Uterusmyom-Embolisation schrumpfen die Myome in den folgenden Monaten. Die Besserung der Schmerz- und Blutungssymptome ist in der Regel schnell spürbar. Nach dem Eingriff bleibt die Patientin in der Regel zwei bis vier Tage zur schmerztherapeutischen Begleitung und Beobachtung stationär. Eine anschliessende Schonzeit von ein bis zwei Wochen ist empfehlenswert. Diese Erholungszeit ist in der Regel wesentlich kürzer, als nach einem operativen Eingriff. Nachfolgeuntersuchungen zur Kontrolle werden beim Frauenarzt durchgeführt.

Minimale Risiken
Die mit der Behandlungsmethode verbundenen Risiken sind minimal. Es kann, wie bei jedem Kathetereingriff im Gefässsystem, ein Bluterguss in der Leistenregion entstehen. Sehr selten entzündet sich im Verlauf ein Myom. Je näher eine Frau der Menopause ist, desto höher ist zudem die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Embolisation die Menopause einsetzt.

Von Krankenkassen anerkannte Methode
Die Uterusmyom-Embolisation wurde nach langjähriger Erfahrung mit dem Prädikat der höchsten medizinischen Beweiskraft versehen. International wurden bereits hunderttausende Frauen erfolgreich behandelt. In der Schweiz wird sie durch die allgemeine Krankenversicherung als wirksame Behandlungsmethode anerkannt und ist seit vielen Jahren im Katalog der krankenkassenpflichtigen Leistungen gelistet. Bei einem ausführlichen Vorgespräch und einer Voruntersuchung wird festgelegt, ob sich die Behandlungsmethode im jeweiligen Fall eignet.

Uterusmyom-Embolisation

Über die Leistenarterie wird ein Katheter bis zum Myom vorgeschoben. Durch das Einspritzen von winzigen Kunststoffkügelchen wird das Myom verödet.