Mediclinic Group Corporate Profile 2025
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Die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten während ihres Aufenthalts in unseren Kliniken hat oberste Priorität. Deshalb setzen wir auf konsequentes Hygiene- und Zwischenfallmanagement, auf Checklisten in der Chirurgie und auf das Tragen des Patientenidentifikationsarmbandes.
Um die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, setzen wir auf verschiedene gruppenweite Massnahmen:
Konsequentes Hygienemanagement, insbesondere in Spitalbereichen, in denen das Infektionsrisiko erhöht ist, wie zum Beispiel auf der Intensivstation. Die Infektionsüberwachung stellen wir mittels zwei verschiedener Methoden (KISS und SwissNoso) sicher.
Zwischenfallmanagement: Um Fehler zu reduzieren und eine offene und proaktive Lernkultur zu fördern, erfassen und analysieren wir Zwischenfälle, bei denen Patientinnen und Patienten beinahe oder tatsächlich zu Schaden gekommen sind, systematisch auf der Meldeplattform «The Patient Safety Company» (TPSC).
Checkliste Sichere Chirurgie: In Anlehnung an die Empfehlungen der WHO und der Stiftung für Patientensicherheit Schweiz verwenden wir die Checkliste Sichere Chirurgie.
Kennzahlen: Durch die Erhebung von verschiedenen internen und externen Kennzahlen bewerten wir laufend unsere Ergebnisqualität. Dazu stellen wir uns auf nationaler und internationaler Ebene regelmässig verschiedenen Benchmarks (z. B. ANQ, Swissnoso, IQM, medizinische Register).
Patientenidentifikationsarmband: Das Patientenidentifikationsarmband trägt zur Sicherheit der Patientinnen und Patienten bei. Das wesentliche Element ist die aktive Patientenidentifikation. Die Identität der Patientinnen und Patienten wird bei einzelnen Behandlungsschritten (z. B. Laboruntersuchungen, Medikamentengaben, Operationen) immer wieder geprüft.
Sicherheitgeht vor – jeden Tag.
Zwischenfälle und Beinahezwischenfälle betreffen nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern haben auch Auswirkungen auf Angehörige, Mitarbeitende und die ganze Organisation. Um die Patientensicherheit stetig zu verbessern, erfasst und analysiert Hirslanden solche Ereignisse systematisch.
Seit 2008 nutzen alle Hirslanden-Kliniken ein CIRS-System zur Meldung von Beinahezwischenfällen. 2021 wurde dieses durch das umfassendere Zwischenfallmanagementsystem TPSC (The Patient Safety Company) ersetzt. Damit lassen sich auch tatsächliche Zwischenfälle erfassen und auswerten.
Meldungen erfolgen einfach und digital – über ein Online-Formular für alle Berufsgruppen. So können wir kritische Situationen schnell erkennen, gezielt handeln und proaktiv Massnahmen planen um weitere solcher Ereignisse zu verhindern.
Sicherheitskultur beginnt mit Offenheit.
Wir fördern ein respektvolles Miteinander, in dem jede Stimme zählt – unabhängig von der Hierarchie. Die gesammelten Daten helfen uns, Risiken zu verstehen, daraus zu lernen und gezielt Verbesserungsmassnahmen umzusetzen.
Jeder gemeldete Zwischenfall wird kategorisiert, um Schwerpunkte sichtbar zu machen. 2021 betrafen die meisten (Beinahe-) Zwischenfälle die Bereiche Sturz, Medikation/Biologika/Flüssigkeiten sowie Dokumentation.
Seit 2009 ist bei der Hirslanden-Gruppe das Konzept Safe Surgery Saves Lives im Einsatz, um die Patientensicherheit in der Chirurgie zu verbessern und schwerwiegende Zwischenfälle zu vermeiden. Bestandteil des Konzeptes ist die Checkliste Sichere Chirurgie. Sie wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 2009 publiziert, von der Stiftung Patientensicherheit Schweiz 2012 für die Schweiz adaptiert und im Rahmen des Programmes progress! Sichere Chirurgie (2013-2015) in der Schweiz verbreitet. Mit der Charta Sichere Chirurgie wurde sie zum Branchenstandard erklärt.
Mit der Checkliste Sichere Chirurgie stellen wir unter anderem sicher, dass Patientenverwechslungen ausgeschlossen werden können, präoperative Untersuchungen (z. B. Labor, EKG, Röntgen) verfügbar sind, der Eingriff auf der richtigen Körperseite erfolgt und bei der Operation die richtigen Instrumente und das richtige Implantat vorhanden sind. Die Einhaltung der Checkliste Sichere Chirurgie wird jährlich durch unangekündigte Besuche durch Mitglieder des Qualitätsmanagements – sogenannte Begehungen – in unseren Kliniken überprüft.