Professionelle Pflege

Professionelle Pflege fördert und erhält Gesundheit, beugt gesundheitlichen Schäden vor, und unterstützt Menschen in der Behandlung und im Umgang mit Auswirkungen von Krankheiten und deren Therapien. Dies mit dem Ziel, für betreute Menschen die bestmöglichen Behandlungs- und Betreuungsergebnisse sowie die bestmögliche Lebensqualität in allen Phasen des Lebens bis zum Tod zu erreichen.

Professionelle Pflege…

  • … richtet sich an Menschen in allen Lebensphasen, an Einzelpersonen, Familien, Gruppen und Gemeinden, an Kranke und deren Angehörige, sowie an Behinderte und Gesunde;
  • … umfasst, auf einem Kontinuum, Aufgaben zur Gesundheitserhaltung und -förderung, zur Prävention, in der Geburtsvorbereitung und -hilfe, bei akuten Erkrankungen, während der Rekonvaleszenz und Rehabilitation, in der Langzeitpflege sowie in der palliativen Betreuung;
  • … beruht auf einer Beziehung zwischen betreuten Menschen und Pflegenden, welche von letzteren geprägt ist durch sorgende Zuwendung, Einfühlsamkeit und Anteilnahme. Die Beziehung erlaubt die Entfaltung von Ressourcen der Beteiligten, die Offenheit für die zur Pflege nötigen Nähe und das Festlegen gemeinsamer Ziele;
Professionelle Pflege bedeutet für mich, meine Patientinnen als Individuen wahrzunehmen, nicht nur deren Erkrankung zu sehen, sondern mich auch zu fragen, was macht eine Erkrankung mit dem Menschen, wo kann und muss ich ihnen Hilfestellung, Anleitung, aber auch Trost und Zuversicht geben.

Céline Rüesch, FaGe

  • … erfasst die Ressourcen und den Pflegebedarf der betreuten Menschen, setzt Ziele, plant Pflegeinterventionen, führt diese durch (unter Einsatz der nötigen zwischenmenschlichen und technischen Fähigkeiten) und evaluiert die Ergebnisse;
  • … basiert auf Evidenz, reflektierter Erfahrung und Präferenzen der Betreuten, bezieht physische, psychische, spirituelle, lebensweltliche sowie soziokulturelle, alters- und geschlechtsbezogene Aspekte ein und berücksichtigt ethische Richtlinien;
  • … umfasst klinische, pädagogische, wissenschaftliche sowie Führungsaufgaben, die ergänzend von Pflegefachpersonen mit einer Grundausbildung und solchen mit unterschiedlichen Weiterbildungen, von Generalisten/Generalistinnen und Spezialisten/Spezialistinnen wahrgenommen werden; 
Pflege bedeutet für mich, dass ich meine Patienten empathisch, individuell und bedürfnisorientiert betreuen kann, um eine optimale Qualität gewährleisten zu können.

Dijana Gcjic, Dipl. Pflegefachfrau

  •  …erfolgt in Zusammenarbeit mit den betreuten Menschen, pflegenden Angehörigen und Mitgliedern von Assistenzberufen im multiprofessionellen Team mit Ärzten und Ärztinnen und Mitgliedern anderer Berufe im Gesundheitswesen. Dabei übernehmen Pflegefachpersonen Leitungsfunktionen oder arbeiten unter der Leitung anderer. Sie sind jedoch immer für ihre eigenen Entscheide, ihr Handeln und Verhalten verantwortlich;
  • …wird sowohl in Institutionen des Gesundheitswesens als auch ausserhalb, überall wo Menschen leben, lernen und arbeiten, ausgeübt.

Definition nach Spichiger et al. (2004) für das Projekt «Zukunft Medizin Schweiz» der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften. Enthalten sind die Elemente der Defintion des International Council of Nurses ICN (2008)
Quellen: ICN (2008) Nursing Care Continuum: Framework and Competencies, ICN Regulation Series - Spichiger, E., Kesselring, A., Spirig, R. De Geest, S. (2004) Professionelle Pflege neu definiert: Zwei Kernsätze und acht Ergänzungen.Krankenpflege 8/2004

Leitung Pflege

Christoph Schröder
Professionelle Pflege bedeutet für uns, den Patienten mit seinen individuellen Bedürfnissen zu erfassen und in Verbindung mit  Professionellem Fach- und Erfahrungswissen pflegerisch zu unterstützen.

Gabi Vossler und Thorsten Mattick, Operative Leitung der Pflege