Behandlungen im Winter: Besenreiser

Besenreiser

Beinvenen leisten Tag für Tag eine Sisyphusarbeit. Ähnlich wie der leidtragende Pechvogel aus der Antike, müssen die Venen gegen die Schwerkraft und den Druck des Eigengewichtes das sauerstoffarme Blut stetig zum Herzen hinaufbefördern. Venenklappen und Muskeln sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung fliessen kann. Bei fehlender körperlicher Betätigung mit Aktivierung der Wadenmuskeln sowie allgemein im Alterungsprozess, schwachen sich diese Schutzmechanismen ab, das Blut in den Venen beginnt langsamer zu fliessen und schliesslich zu stagnieren. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Venenwände, die Venen weiten sich auf und werden sichtbarer. Jeder Venenkaliber kann von diesem Prozess betroffen werden.

Nicht nur das fortgeschrittene Lebensalter, sondern auch das Geschlecht (Frauen), Lifestyle (Bewegungsmangel, Übergewicht, Hormonpräparate) und Genetik begünstigen die Entstehung der Bindegewebe- und Venenschwäche.

Besenreiservarizen (Besenreiser) treten auf, wenn die kleinsten Hautgefässe sichtbar werden und den Borsten eines Reisigbesens erinnern. Sie sind häufig örtlich begrenzt zu sehen, an den Oberschenkeln, um das Knie herum oder Innenseiten der Unterschenkel bis hin zum Knöchel.

Je nach Grösse und Typ der betroffenen Gefässe können sie unterschiedliche Farben aufweisen (rot, lila, blau und grün). 

Eine Behandlung der Besenreiser besteht darin, diese chemisch (Sklerotherapie) oder mit einem medizinischen Laser zu veröden.

Bei der Sklerotherapie wird ein Wirkstoff in die betroffenen Venen gespritzt, welches Venenwände schädigt und miteinander verkleben lässt.

Dagegen wird bei einer Laserbehandlung dasselbe Resultat auf einem anderen Weg erzeugt. Es werden Laser eingesetzt, die auf roten Farbstoff (Hämoglobin) im Blut abzielen, dort ihre Energie abladen und dadurch Erhitzung und Verkleben der Venenwände hervorrufen.

Weil nach beiden Behandlungen eine Entzündungsreaktion auftritt, empfiehlt sich diese im Winter machen zu lassen um für die Sommersaison makellose Beine zeigen zu können. 

Hautpflegetipps im Winter

Mit sinkenden Temperaturen macht sich bei manchen Personen trockene und schuppende Haut bemerkbar. Einerseits trägt die kühlere Luft weniger Feuchtigkeit in sich, anderseits produzieren die Talgdrüsen bei Kälte immer weniger von schützendem Fettfilm, der Feuchtigkeitsverlust aus der Haut verhindert. Hinzu kommt die trockene Heizungsluft, die der Haut zusätzlich zu schaffen macht, in dem sie die Feuchtigkeit entzieht. Die Haut wird trocken und spröde, es können Risse und Schuppen entstehen. Mit der Zeit passt sich die Haut an die äusseren Verhältnisse an, dieser Prozess kann jedoch nicht beschleunigt werden. Nachhelfen kann man mit folgenden Massnahmen:

  • Crèmen, crèmen, crèmen - Kombination aus feuchtigkeitsspendend (Wasser in der Haut binden) und fetthaltig (Haut versiegeln) Cremes verhilft die normalen Verhältnisse in der Haut wiederherzustellen. Reines Fett, wie Vaseline oder Kokosfett, ist weniger geeignet, weil es keine Feuchtigkeit spendet und lediglich die Poren verschliesst.
  • Nach der Dusche folgt die Crème - um das auf der Oberfläche vorhandene Wasser zu binden. Mit Handtuch trocken tupfen anstatt trocken reiben.
  • Keine Bäder - Bäder sind im Winter, wenn auch für die Seele wohltuend, für die Haut eher das Gegenteil, weil sie den Wasserverlust durch die aufgeweichte Hautbarriere weiter verstärken.
  • Achtung Lippen - Lippenhaut hat keine Talgdrüsen, trocknet daher viel schneller aus. Für die Lippen gilt auch: befeuchten und versiegeln! Am besten in Form eines Lippenbalsams oder einer Lippenpomade.
  • Reinigungsprodukt der Jahreszeit anpassen - im Winter tendenziell auf schäumende Reinigungsgels und ähnliche Produkte verzichten, weil diese die Haut stark entfetten. Reinigungsöle und Waschemulsionen entfernen den Schmutz ebenso gut und schützen zugleich den wertvollen Fettfilm auf der Haut.

Hautentzündungen unter der Gesichtsmaske

Hautentzündungen unter der Gesichtsmaske

Das Tragen von Nasen- und Mundschutz, oder kurz genannt Gesichtsmaske, ist aufgrund der aktuellen Pandemielage beinahe unabdingbar geworden.

Sowohl bei Profis im Gesundheitswesen als auch in der Allgemeinbevölkerung macht sich ein neues Hautproblem bemerkbar - das Auftreten von Hautentzündungen unter der Gesichtsmaske. Am häufigsten wird über Akne-Ausbruch unter der Maske oder von der neu genannten «Maskne» berichtet.

Auftreten von «Maskne» lässt sich mit wenigen einfachen Massnahmen, vor, während und nach dem Tragen einer Gesichtsmaske vermeiden:

  • Gebrauch von Kosmetika und Make-up soweit es geht reduzieren, wenn Sie eine Gesichtmaske dauerhaft tragen müssen. So minimieren Sie das Risiko Poren zu verstopfen und einen Akneschub auszulösen. Wenn es unbedingt sein muss, dann ein Light Produkt anwenden.
  • Waschbare Masken regelmässig trocknen und lüften lassen. Einwegmasken nach längerem Gebrauch entsorgen. Mehrwegmasken regelmässig reinigen bzw. waschen.
  • Aufgepasst bei Stoffmasken - je nach Stoff ist die Durchlässigkeit der Maske für Luft und Feuchtigkeit deutlich reduziert. Neopren-Masken sehen zwar cool aus, sind aber ziemlich dicht und wenn dauerhaft getragen hautunfreundlich.
  • Am Tagesende unbedingt Gesicht reinigen, am besten mit einem schäumenden Produkt um die meisten Mikroorganismen von der Gesichtshaut zu entfernen. Danach sollte bei trockener oder empfindlicher Haut eine Feuchtigkeitscreme angewendet werden, weil Schaumreiniger die natürliche Fettschutzschicht der Haut deutlich vermindern.

Sonnenflecken

Sommer ist weg, Sonnenflecken bleiben

Fleckenbildung im Gesicht und an anderen sonnenexponierten Hautarealen ist keine Seltenheit und betrifft gleich häufig Frauen und Männer. Medizinischer Sammelbegriff ist «Lentigo solaris» – ein Altersfleck oder korrekter gesagt ein Sonnenfleck. Denn diese Flecken entstehen als Resultat der chronischen Sonnenexposition und stellen eine lokalisierte, vermehrte Pigmentbildung dar. Immer mehr Personen über 30 entwickeln Sonnenflecken, auch wenn sie bisher bei über 60-jährigen am häufigsten anzutreffen waren. Eine weitere Ursache kann das im Alltag anzutreffende blaue Licht von Computer-Bildschirmen und Smartphones sein, weil sie eine verstärkte Pigmentbildung in der Haut hervorrufen kann.

Vorbeugend soll draussen und auch drinnen gleich morgens eine Sonnenschutzcreme mit Faktor 50+ aufgetragen werden. Gegen das blaue Licht helfen vor allem Produkte mit Eisenoxid, das in sogenannten mineralischen Filtern, welche das Sonnenlicht reflektieren, erhalten ist.

Wenn es trotzdem zur Fleckenbildung kommt, helfen verschiedene aufhellende Produkte eine ebenmässigere Hautfarbe zurückzuerlangen. Voraussetzung für eine sichtbare Verbesserung ist der konsequente Sonnenschutz über den Tag. Bei hartnäckigen Flecken kann eine Laserbehandlung die letzten Pigmentreste verschwinden lassen.

Hautflecken im Sommer
Hautärzte-Zentrum am Zürisee
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